Über Flussläufe springen, durchs Gebüsch laufen, versteckte Pfade erkunden – für einen Trailrunner gleicht kein Weg dem anderen. Gerade das macht die Faszination des Querfeldeinlaufens aus. Und gerade deshalb – und wegen noch einiger Gründe mehr – sollte man als eingefleischter Straßenläufer auch mal den Sprung ins Gelände wagen. Zeit, eigene Wege zu gehen!


Es mag vielleicht bequemer sein, seine Joggingrunde auf der Straße zu drehen – aber wenn wir ehrlich sind, steckt im Laufen doch noch so viel mehr, als nur einen Fuß vor den anderen zu setzen. Wie wäre es denn einmal mit einem Run durch etwas unwegsameres Gelände, das tiefe Schluchten, schmale Bergpfade und einiges an Höhenmeter für dich bereit hält? Als Trailrunner kannst du „Natur pur“ genießen auf den teils unbekannten Pfaden wird dir die Herausforderung in Form von Wurzeln und Felsen gleich mitgeliefert. Noch nicht überzeugt? Hier kommen sechs Gründe, wieso du mit Trailrunning starten solltest.

Du trainierst Beine, Balance & Co.
Dass das Laufen generell positive Auswirkungen auf deine Fitness hat, ist wohl kein Geheimnis. So ist es auch beim Trailrunning, nur dass hier in Sachen Fitness-Boost sogar noch eine Schippe draufgelegt wird. Da du auf dem oft weichen, matschigen Boden tiefer einsinkst und mehr Kraft zum Abdrücken brauchst oder durch den Widerstand beim Bergauflaufen kräftigst du deine Beine sowie deine Fußgelenke. Auch die Bauch- und Rückenmuskeln werden beim Trailrunning stärker beansprucht und somit auch mehr trainiert. Und damit nicht genug: Durch das Laufen auf unebenem Boden und die ständige Konfrontation mit Wurzeln und Co., bei der du deine Schrittweise anpassen musst, verbesserst du Balance, Koordination und Beweglichkeit. Doppelter Pluspunkt: Je besser du am Trail wirst, desto besser wird auch deine Performance auf Asphalt werden (z. B. weil du beim Trailrun die Muskeln, die Ober- und Unterkörper verbinden, stärkst).

Du hältst dich mental fit
Da wir schon bei der Fitness sind: Wer mental fit bleiben möchte, setzt mit Trailrunning den richtigen Schritt. Diese Sportart ist nämlich nicht nur abwechslungsreich, sondern auch deutlich anspruchsvoller als das „klassische“ Laufen. Durch das ständige Auf und Ab auf wechselnden Untergründen muss sich dein Gehirn immer wieder an neue Gegebenheiten anpassen. Man konzentriert sich also voll und ganz auf die momentane Aufgabe, anstatt sein Hirn auf „Durchzug“ zu stellen. So wird das Oberstübchen beim Laufen auf (vor allem technisch anspruchsvollen) Pfaden gleich mittrainiert. Übrigens: Ein Run in der Natur hat in der Regel auch einen positiven Effekt auf deine mentale Gesundheit. Manche Experten gehen sogar davon aus, dass die „Draußen“-Zeit einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen Depressionen leisten kann.

Du umgehst den Verkehr
Wer kennt’s nicht!? Manchmal wird die Laufrunde in der Stadt zum sportlichen Spießrutenlauf. Mit dem einen Auge sucht man paranoid nach den vom Smartphone abgelenkten Autofahrern, mit dem anderen versucht man, die wegkreuzenden Radfahrer im Blick zu behalten. Lauf-Genuss? Fehlanzeige! Auf den abgelegenen Trails kannst du Ampeln, belebten Kreuzungen und anderen Gefahren, die mit dem Verkehr einhergehen, ausweichen. Natürlich gilt es auch, auf dem Trail einige Sicherheitstipps zu beachten, aber die Wahrscheinlichkeit, im Gelände auf „menschengemachte“ Hindernisse zu stoßen, ist um einiges geringer. Beim Trailrunning muss man sich außerdem wegen der Kohlenmonoxidbelastung keine allzu großen Sorgen machen (Trails sind für Kraftfahrzeuge in der Regel nämlich Tabu-Zone). Hingegen sorgt die Fülle an Bäumen auf deinem Geländeweg für ein sauerstoffreiches Umfeld, spendet ausreichend Schatten bei heißem Wetter und bietet Schutz vor dem Wind in kälteren Klimazonen. All das sorgt für einen angenehmeren Lauf – zu jeder Zeit.

Du wirst zum Abenteurer
Ein Trailrun führt dich an ganz besondere Orte – vielleicht findest du sogar versteckte Plätze gleich bei dir ums Eck, die dir bisher noch gar nicht aufgefallen sind. Wo auch immer du unterwegs bist, ein Hauch von Abenteuer wird dein ständiger Wegbegleiter sein. Denn seien wir ehrlich: Durch tiefe Schluchten zu laufen, matschige Wälder zu durchqueren oder einen steilen Hügel zu erklimmen, hat schon etwas Aufregendes. Du bist noch auf der Suche nach deinem Lieblings-Trail? Ein Tipp für dich: Schaff dir doch im Tiroler Stubaital dein eigenes Abenteuer. Hier findest du Trailrunning-Strecken in unterschiedlichen Höhen- und Schwierigkeitsgraden vom vergletscherten Alpenhauptkamm bis nahe Innsbruck hinunter oder auch Events wie den Stubai Ultratrail. Für Trailrunning-Einsteiger geeignet: die einfachen Trails entlang der Gletscherstaße. Fortgeschrittene können sich dagegen schon an die technisch herausfordernden Steige wagen, die teilweise auf 3.000er führen. Übrigens: Mit Fragen à la „Wie komme ich zu meinem Trail?“ brauchst du dich im Stubaital nicht mehr herumschlagen – ist der Pfad nämlich nicht per pedes zu erreichen, bringen dich die regionalen Bergbahnen (mit der Stubai Super Card gratis!) von A nach B.

Du fühlst dich unbesiegbar
Einmal abgesehen davon, dass Trailrunning Spaß macht und sich Langeweile auf den Naturpfaden gar nicht erst einstellen kann, fühlt man sich nach jedem beendeten Lauf einfach großartig – und zufrieden, selbst wenn man bei seinen Straßenläufen normalerweise ein schnelleres Tempo läuft. Wieso? Weil du nach den gefühlt hundert Wurzeln, über die du gesprungen bist, und den Ästen, denen du ausgewichen bist, das Gefühl hast, etwas geschafft zu haben. Du hast eine Herausforderung überwunden. Falls deine Trail-Runde irgendwann nicht mehr genug Reiz hat, suche dir neue Pfade oder messe dich bei einer Trailrunning-Veranstaltung mit Gleichgesinnten. Einem „gestandenen“ Trailrunner (der du bestimmt mit der Zeit sein wirst) bietet ein besonderes Event die ultimative Herausforderung – dabei läuft man von der Stadt ins ewige Eis. Na, neugierig? HIER steigst du in diese Challenge ein ...