Obstacle- und Dirtruns sind ein Renner in der Lauf­szene. Wer als Läufer eine neue ­Herausforderung sucht und heuer bei einem der trendigen Hindernisläufe dabei sein möchte – und dabei auch noch eine passable Figur ­abgeben will: Für den hat Ex-Profisportlerin Veronika Windisch die passenden Tipps.

Christof Domenig
Christof Domenig

Klettern, hangeln, springen, robben oder durch Wassergräben und Gatsch waten. Dazwischen Streckenteile im Laufschritt zurücklegen. Die trendigen Hindernisläufe und Dirtruns erinnern nicht umsonst an militärische Hindernisparcours, sondern sind von diesen inspiriert. Dabei aber ungleich lustiger.

„Lustig“ darf man aber nicht mit locker verwechseln: „Eine gewisse Laktakttoleranz sollte man schon mitbringen“, rät Veronika Windisch. Die Ex-Profisportlerin ist ein wahres sportliches Multitalent und hat nach 2014, als sie ihre Karriere im Shorttrack-Eisschnelllauf beendet hat, in zahlreichen sportlichen Disziplinen Erfolge gefeiert. Auch bei solchen Funruns – etwa beim „Grazathlon“ (zwei Siege, zwei zweite Plätze) und im Vorjahr beim „Rock@Man/Woman“ (großes Bild oben) am steirischen Erzberg.

Dass man im anaeroben Stoffwechsel unterwegs ist und die Muskeln ordentlich übersäuern, gehört bei diesen Läufen dazu. Geboten wird freilich auch viel: Spaß statt Verbissenheit steht im Vordergrund. Der Teamgeist wird großgeschrieben, man hilft sich gegenseitig bei den Hindernissen. Und sich einmal richtig dreckig machen zu dürfen, das taugt nicht nur Kindern. Wenn man sich mit einem gewissen Ernst auf so einen Event vorbereitet, ist er dann auch noch lustiger – und in der Regel auch zu schaffen. Zu zwei Monaten spezifischer Vorbereitung mit den gezeigten Übungen (idealerweise eher noch etwas länger) rät Veronika Windisch. Und übrigens: Wer solche im Grunde simplen Übungen ständig ins Training integriert, wird zu einem universell deutlich fitteren Sportler, als wenn man immer nur läuft.

Noch ein Profitipp: „Die Hindernisse, die einen bei eurem gewählten Lauf erwarten, vorher gut anschauen und möglichst üben. Vor allem jene, die gegen Ende der Distanz warten, wenn die Muskeln schon richtig brennen.“ Aber mit der passenden Vorbereitung und dank des „Wir-Gefühls“ beim Lauf sollte kein gemeines Hindernis zum unüberwindbaren Stolperstein werden.

MMag. Veronika Windisch
MMag. Veronika Windisch

ist Sportwissenschafterin, mehrmalige Olympiateilnehmerin im Shorttrack und ein ­sportliches Multitalent. Die Steirerin gewann im Bereich Dirtrun/Hindernisläufe zweimal den „Grazathlon“ und 2018 den Rock@Man/Woman am ­steirischen Erzberg (Termin 2019: 20. Juli).

Web: www.veronika-windisch.at