Ein Podestplatz zum Saisonabschluss, ein neues Top-Team und Vorfreude auf 2026: Downhiller Andreas Kolb im Interview über Konstanz, Materialwahl und mentale Stärke.
Andreas, wie würdest du deine aktuelle Form beschreiben? Freust du dich auf die kommende Saison?
Im Moment würde ich sagen: richtig gut. Letzte Saison habe ich auf einem Podiumsplatz abgeschlossen. Von daher ist die Motivation im Winter auch groß gewesen. Ich hatte einen unerwarteten Teamwechsel und habe befürchtet, dass es sehr schwierig wird, wieder ein Top-Team zu finden. Im Endeffekt bin ich jetzt bei einem der besten Teams (Santa Cruz Syndicate, Anm.). Von daher bin ich mehr als nur glücklich.
Welche Stopps stehen heuer ganz oben auf deiner Prioritätenliste?
Bei Leogang ist meine Vorfreude natürlich immer riesig: Ein Heim-Weltcup ist schon etwas Spezielles. Südkorea wird, denke ich, richtig cool. Meine Lieblingsstrecke ist Les Gets in Frankreich – die steht auch immer ganz oben auf der Liste. Val di Sole auch – das sind schon ein paar Rennen, auf die ich mich besonders freue.
Du bist für deine Konstanz auf höchstem Niveau bekannt. Woran arbeitest du aktuell konkret, um noch schneller bzw. besser zu werden?
Ich glaube, das Wichtigste ist, körperlich fit zu sein – also immer wieder topfit zu den Rennen zu kommen – und, wenn einmal etwas nicht so gut läuft, dass man das mental ein bisschen ausgleichen kann. Für mich ist Mentaltraining immer ein großes Ding. Außerdem ist Testarbeit wichtig – sprich: die richtige Materialwahl treffen – und da habe ich auch ein gutes Gefühl entwickelt. Man schaut einfach, dass jede einzelne Sache, die man macht – vom Mentaltraining über das Fitnessstudio bis hin zu Ausdauer- und Sprinttraining –, gut passt und man keine Schwachstellen hat.
Du kannst der Fitteste sein, aber wenn es im Kopf nicht funktioniert, bist du – vor allem in unserem Sport – weit, weit weg.
Du kannst dich offensichtlich selbst auch sehr gut einschätzen.
Bis so 2018/19 war ich ein Typ, der zwischenzeitlich oft Bestzeiten gefahren ist – und bei der nächsten Zwischenzeit war ich auf Platz 30, weil ich nur Fehler gemacht habe. Hätte ich weniger riskiert, wäre ich wahrscheinlich schneller gewesen. Meine frühere Risikobereitschaft, die mir leider auch viele Verletzungen beschert hat, hat sich eigentlich nicht ausgezahlt. Durch die Verletzungen habe ich gelernt, nicht immer nur zu attackieren.
Du hast also erreicht, wonach jeder Profisportler strebt – Leistung genau dann abzurufen, wenn du sie brauchst, und zu gewinnen.
Ja, beim Sport passiert sehr viel im Kopf. Das habe ich vor ein paar Jahren realisiert: Du kannst der Fitteste sein, aber wenn es im Kopf nicht funktioniert, dann bist du – vor allem in unserem Sport – weit, weit weg von der Spitze.
Du hast schon große Meilensteine erreicht. Welche Ziele treiben dich jetzt noch jeden Tag an?
Ich bekomme die Frage oft gestellt und ich denke, das Gefühl, immer wieder gewinnen zu wollen, ist es, was mich weiterhin antreibt. Es ist schwer für mich, ein konkretes Ziel zu finden. Man sieht oft Sportler, die genau wissen: Dieses eine Ergebnis will ich haben. Das funktioniert für mich aber nicht. Im Endeffekt will ich immer das nächste Rennen, das ich fahre, gewinnen.
Welche Rolle spielen Sportlermineralien – etwa von Biogena – in deinem Trainings- und Race-Alltag?
Eigentlich eine ziemlich große. Gerade mit dem vielen Reisen finde ich es extrem schwer, sich gesund zu ernähren, und dementsprechend ist es umso wichtiger, Vitamine und Mineralstoffe zuzuführen. Vor allem durch meine glutenfreie Ernährung ist das oft nicht einfach. Beim Training merke ich vor allem mit BCAAs und Kreatin, dass kraftmäßig, aber auch im Kopf mehr geht.
Biogena Sports Testimonials
Diese Sportler:innen vertrauen neben Andreas Kolb bereits auf BIOGENA SPORTS: Matthias Walkner, Marcel Hirscher, Stefan Kraft, Tobias Arlt & Tobias Wendl, Clément Noël, Lukas Kaufmann, Carina Wenninger, Lukas Neumayer, Anna Gandler u. v. m.














