Damit du nicht im Dunkeln tappst: SPORT­aktiv-Experte und Bikehändler Roman Neubauer beantwortet unsere Fragen, worauf es bei einer guten Radbeleuchtung ankommt.


Alles LED – oder was tut sich sonst bei der Bikebeleuchtung?
LED ist ja nicht mehr neu, sondern eigentlich schon Standard. Das Neue ist eher die Technik bei der Bedienung – also Systeme, die nicht direkt an der Lampe, sondern per Knopfdruck am Lenkergriff geschalten werden. Dadurch muss man beim Ein- und Ausschalten oder beim Regulieren der Lichtstärke im Gelände die Hand nicht mehr vom Griff nehmen.

Wie unterschiedlich sind eigentlich die Beleuchtungen für Mountainbike, Trekking-Rad und Rennmaschine?
Bei den Citybikes und Trekking­bikes, bei denen das Gewicht keine so große Rolle spielt, kommen Dynamolichtanlagen – mit Nabendynamo oder Seitenläufer – zum Einsatz. Im sportlichen Segment, also bei Mountainbike, Crossbike und Rennrad setzt man ausschließlich auf Batterie- bzw. Akku-Beleuchtung.

Mobil oder fixiert – was ist aus deiner Sicht die bessere Lösung?
Im Alltag, in der Stadt ist eine fixe Lösung eher zu empfehlen, da diese nicht so leicht gestohlen werden kann. Mobile Lichtanlagen sollte man besser abnehmen und mitnehmen.

Die ewige Frage: Welches Rad braucht nach dem Gesetz zwingend welche Beleuchtung?
Laut StVO braucht ein Fahrrad grundsätzlich, also auch bei Tageslicht und guter Sicht, vorne und hinten einen Reflektor, und an den Reifen Speichenstrahler oder Reflektorstreifen sowie Pedalstrahler. Ausgenommen von dieser Regel bei Tageslicht sind nur Rennräder. Bei Dunkelheit muss jedes Fahrrad – auch ein Rennrad – zusätzlich eine Beleuchtung vorne und hinten haben, die mit dem Fahrrad verbunden ist. Eine Helmleuchte, wie sie viele tragen, genügt nicht!

Welche Stärke sollte ein Licht haben?
Man unterscheidet zwischen einer Beleuchtung, die dem Gesehenwerden dient, wie sie zum Beispiel in der Stadt, bei Straßenbeleuchtung, ausreichend ist – und richtigen, starken Scheinwerfern, die eine Fahrbahn oder einen Weg ausleuchten, wenn man über Land unterwegs ist. Für Mountainbiker empfiehlt sich ein Scheinwerfer, der auch möglichst in die Breite strahlt, damit das Umfeld eingesehen werden kann. Im Gelände werden auch gern Helmleuchten verwendet.

Die Frage drängt sich auf: Was macht den Unterschied zwischen einer hochwertigen Beleuchtung und dem Billig­angebot aus dem Supermarkt aus?
Das ist schnell erklärt: Ob Verarbeitung, Stoßfestigkeit, Haltbarkeit, Lichtstärke oder Lichtvolumen – bei hochwertigen Produkten sind all diese Parameter einfach besser.

Worauf ist bei der Pflege einer Lichtanlage zu achten – wie kann man deren Lebensdauer verlängern?
Bei Dynamo-Lichtanlagen sollte man darauf achten, dass Stecker und Anschlussstellen speziell im Winter bei Salz nicht oxidieren. Da hilft ein Kontaktspray. Bei Akku-Lichtanlagen achtet man darauf, dass der Akku durch Nichtbenützung über den Winter nicht tiefenentladen wird. Also zwischendurch einfach anstecken!


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