Skibekleidung vereint heute Wärme, Wetterschutz und Bewegungsfreiheit. Auch Handschuhe entscheiden über den Komfort auf der Piste.
Einst waren Skijacken vor allem dick gefüttert, der Schutz vor den Elementen mäßig und Atmungsaktivität noch unbekannt. Mit Aufkommen von Membranen und stetig leichteren Materialien begann eine rasante technische Entwicklung, die im modernen Layering gipfelte: Baselayer, isolierender Midlayer, Hardshell darüber – beeinflusst von Freeride- und Skitourenbekleidung gilt das heute vielen auch fürs Pistenskifahren als flexibelste Variante. Ob isolierte Skijacke oder Schichtsystem besser ist, blieb jedoch stets eine Geschmacksfrage.
Atomic, heuer mit zwei neuen Skiwear-Kollektionen am Markt, setzt bewusst auf eine „Insulated-Variante“ – bei der Redster- wie auch bei der Revent-Linie. Christian Grath, Business Unit Director Apparel, erklärt: „Jacken und Hosen mit integrierter Membran und zonenspezifischer Isolierung bieten ein durchdachtes All-in-one-System, das Wärme, Wetterschutz und Komfort vereint – ganz ohne Layering.“
Basis dafür ist die firmeneigene „Atomic LAYR“-Serie – eine Stoffbibliothek, die Funktionalität, Nachhaltigkeit und Performance verbindet, sagt Grath. Auch der Punkt Passform stand im Fokus der Entwicklung: „Unser Hyperfit-Konzept garantiert maximale Bewegungsfreiheit – durch ergonomisch vorgeformte Zonen und präzise platzierte Belüftungsöffnungen, die eine effektive Temperaturregulierung ermöglichen.“ Technische Werte wie Wassersäule und Atmungsaktivität bleiben entscheidend. So entsteht ein System, das zuverlässig schützt und sich bei allen Bedingungen angenehm trägt.
Für die Bewegungsfreiheit und damit die Freude auf den Pisten ganz entscheidend ist die Skihose: „Schnitt, Material und Details entscheiden über Komfort und Beweglichkeit“, weiß der Atomic-Experte.
Auch wichtig: „Gute Skibekleidung bleibt nur dann lange funktional, wenn sie richtig gepflegt wird“, betont Christian Grath. Gewaschen wird bei 30 Grad im Schonwaschgang mit speziellem Funktionswaschmittel, ohne Weichspüler oder Pulver. Danach lufttrocknen oder kurz in den Trockner, um die Imprägnierung zu reaktivieren. Falsche Mittel, zu heißes Waschen oder feuchte Lagerung beeinträchtigen die Funktion spürbar, so die weiteren Tipps. Je nach Material können sich die Pflegeempfehlungen unterscheiden – die Ratschläge der einzelnen Hersteller sind unbedingt zu beachten.
Wärme bis in die Fingerspitzen
Entscheidend für Komfort und Wohlbefinden beim Skifahren sind auch die Handschuhe. „Ein Skihandschuh sollte gut sitzen, aber nicht zu eng sein. Die Finger dürfen vorne leicht Platz haben, damit sich ein kleines Luftpolster bildet“, so Adelheid Pürstinger von ESKA. Über Komfort, Wärmeleistung und eine optimale Funktion entscheidet neben dem perfekten Modell also auch die richtig gewählte Größe.
In der Frage Fingerhandschuh oder Fäustling haben beide Varianten ihre Vorteile: „Fingerhandschuhe punkten bei Beweglichkeit, Griffgefühl und bei feinmotorischen Tätigkeiten. Fäustlinge halten die Finger spürbar wärmer – ideal für alle, die schnell kalte Finger bekommen und bei tiefen Temperaturen unterwegs sind.“
Materialseitig sorgen mehrere Schichten gemeinsam für optimalen Schutz und Komfort, erklärt Pürstinger – Membranen wie Gore-Tex und Isolierungen wie PrimaLoft oder Lavalan (aus Schafwolle) bilden eine Einheit mit einem atmungsaktiven Innenfutter. Vorsicht: „Skihandschuhe an der Luft trocknen, nie auf der Heizung oder im Trockner“, rät die Expertin. Pflegetipps: Reinigung per Handwäsche mit mildem Waschmittel, sanft ausdrücken (nicht wringen) und in ein Handtuch gewickelt langsam trocknen lassen.














