Beim Radfahren im Herbst und Winter spielt die Beleuchtung am Fahrrad die größte Rolle in Sachen Sicherheit.
Fahrradlicht sollte nicht nur als Ausrüstung für Dunkelheit betrachtet werden. Wer gut sichtbar ist, erhöht seine Sicherheit zu jeder Tages- und Jahreszeit. Gerade bei sportlichen Ausfahrten ist es zu empfehlen, immer mit aktivem Rücklicht unterwegs zu sein“, betont Fabian Danner, Category Manager von Garmin DACH, gleich eingangs und fügt hinzu: „Mit Front-Scheinwerfer wird man zusätzlich noch besser gesehen. Ergänzende Technologien wie Radar können zusätzlich dabei unterstützen, das Umfeld besser im Blick zu behalten und das Sicherheitsgefühl zu erhöhen.“
Doch starten wir bei den Basics. Die Produktbeschreibungen von Fahrradlichtern beinhalten häufig Fachbegriffe. Claudia Müller vom auf Beleuchtungsgeräte für Fahrräder spezialisierten Unternehmens Busch & Müller KG klärt auf: „Unter Lumen versteht man die gesamte von einer Lichtquelle abgegebene Lichtmenge, unabhängig von der Richtung. Praktisch relevanter sind Lux – das ist der Lichtwert, der auf einer Wand in 10 Metern Entfernung an der hellsten Stelle gemessen wird.“
Um das für sich passende Licht zu finden, lohnt sich eine Analyse, wie oft, wo und wie schnell man unterwegs ist. Für Rennrad- und Gravelfahrer bieten sich zum Beispiel Akkuleuchten an, für häufiges Gruppenfahren empfiehlt sich ein Bremslicht. Wichtig ist auch die Positionierung: Man stellt die richtige Höhe ein, indem man das Fahrrad in rund 5 Meter Entfernung vor eine Wand stellt und dann die Höhe des Scheinwerfers und die Oberkante des Lichtkegels an der Wand misst. Die Kante darf nicht höher, sondern sollte etwas unterhalb des Scheinwerfers liegen.
Licht – auch am Tag
Obwohl Rennräder in Österreich bei Tageslicht und guter Sicht ohne die in der Fahrradverordnung genannte Ausstattung (dazu zählen Reflektoren) verwendet werden dürfen, sieht man selbst im Sommer viele sportliche Biker mit – oft blinkendem – Rücklicht unterwegs sein. Aus gutem Grund: Der rote (blinkende) Punkt fällt auch bei Sonnenlicht auf, man wird von Autofahrern früher erkannt. Stark im Kommen sind Radar-Rücklichter, die dem Radfahrern die Distanz von nachkommenden Autos anzeigen und damit das Sicherheitsgefühl stärken. Auch Modelle mit integrierter Kamera gibt es mittlerweile. Bei Garmin konzentriert man sich bewusst auf Technologien, welche die Wahrnehmung und das Situationsbewusstsein erhöhen, verrät Fabian Danner.
Ein Trend, vor allem bei E-Bikes, sind Blinker: Sie bieten besonders im Stadtverkehr einen Sicherheitsgewinn, da man abbiegen kann, ohne die Hände vom Lenker nehmen zu müssen.
Beide Experten sind sich einig: Das Sicherheitsplus durch gute Beleuchtung sollte Bikern etwas wert sein. Fabian Danner warnt zugleich davor, Sicherheitsfunktionen als Ersatz für Aufmerksamkeit im Straßenverkehr zu verstehen. Auch in Sachen Pflege gilt Sorgfalt, ergänzt Claudia Müller: Ein feuchtes Tuch reinigt sanft die Lichtfläche, Kratzer sind unbedingt zu vermeiden. Auch wichtig: Vor jedem Fahrtantritt den Ladestand der Akku-Beleuchtung überprüfen.










