Sport ist für viele Lebensaspekte eine Bereicherung. Auch leichte Depressionen können durch regelmäßige Bewegung gelindert werden - Sport wirkt wie natürliches Antidepressiva - der Kopf wird frei und man fühlt sich wohler und leichter. Wie das genau aussieht, erklären wir dir im Artikel. 

Kennst du das Gefühl, wenn du abends gestresst von der Arbeit nach Hause kommst, laufen gehst und dich danach wie neu geboren fühlst? Das ist die reine Wirkung vom Abbau des Hormons Cortisol. Studien zeigen, dass Sport im Gehirn für Veränderungen sorgt und das Hormon Cortisol abgebaut wird. Im Falle von Depressionen kann Sport Symptome lindern. Bei schweren Depressionen sollte Sport unbedingt, neben Psychotherapie etc., Teil der Therapie sein.

Warum hilft Bewegung bei Depressionen?
Wenn wir uns bewegen und Sport machen, kommt es in unserem Gehirn zu Veränderungen. Cortisol (das Stresshormon) wird abgebaut, währen Serotonin (das Glückshormon) produziert wird. Das ist der Grund, warum wir uns nach körperlichen Aktivitäten so pudelwohl fühlen. Menschen, die regelmäßig Depressionen haben, haben eine "dauernd" hohen Cortisolspiegel. Regelmäßige Bewegung kann diesen Spiegel durchbrechen.

Sport gegen Depression: Wie du´s richtig machst

Ein weiterer Grund ist das Selbstwohl - nach dem Sport weiß man, dass man etwas für sich selbst getan hat. Depressionen können eine innere Leere bilden, die man kaum füllen mag. Doch durch Bewegung und Selbstliebe beginnen sich Lücken zu schließen. Man bekommt ein Gefühl für seinen Körper, beginnt sich wieder zu spüren und wird innerlich geerdet. Menschen mit Depressionen leiden häufig unter Schlafmangel. Sie können oft nicht ein- oder durchschlafen und kommen morgens nur schwer aus dem Bett. Sport verschafft Abhilfe, denn er fördert die Schlafqualität. Depressive Menschen isolieren sich auch und schirmen sich meist von der Außenwelt ab. Wer aber zusätzlich noch mit Freunden Sport betreibt, fördert den sozialen Aspekt - und verlässt seine Isolation. 

Wie kann man Sport bei Depressionen umsetzen?
Depressive Menschen, die ihren sportlichen Ausgleich gefunden haben, laufen dennoch Gefahr, sich wieder in Isolation zu verkriechen. Daher gehört Struktur zur Tagesordnung - feste Pläne und feste Zeiten. Empfehlenswert sind auch mehrere kurze Einheiten, anstatt eine lange, damit die Abstände dazwischen nicht zu groß werden. Wichtig ist es, sich so oft wie möglich zu bewegen, damit jede Menge Cortisol abgebaut werden kann - aber Achtung! Nicht ins Übertraining geraten - die goldene Mitte ist hier genau richtig.