Chris Froome ist einer der erfolgreichsten Radprofis der vergangenen Jahrzehnte. Der vierfache Tour-de-France-Sieger gewann zudem alle drei Grand Tours und prägte den internationalen Radsport über viele Jahre. Heute spricht er darüber, was ihm Hoffnung gibt und warum er sich in unserer Gesellschaft mehr Sinn für Gemeinschaft wünscht.
1. Was magst du an dir?
Meine Ausdauer, meine Demut und meine Offenheit. Ganz allgemein will ich einfach ein guter Mensch sein.
2. Was fehlt unserer Gesellschaft?
Authentizität und der Sinn für Gemeinschaft. Die Technologie und vor allem die Smartphones ersetzen zunehmend das menschliche Element.
3. Wann hattest du zuletzt Angst? Und wie hast du sie bewältigt?
Ganz ehrlich: Im August 2025 starb ich fast bei einem Trainingsunfall. Da hatte ich Angst. Nur dazuliegen und den Ärzten bei der Arbeit zuzuschauen, machte Angst. Ich hatte nicht mehr die Kontrolle über meinen Körper und war voll in den Händen der Ärzte. Wochen und Monate später spürte ich vor allem Dankbarkeit für diese Neugeburt und damit für mein zweites Leben.
4. Was gibt dir Hoffnung?
Generell bin ich ein positiv eingestellter Mensch. Das Glas ist immer halb voll. Aktuell versuche ich mehr im Moment zu sein, da man als aktiver Sportler meist immer schon über den nächsten Schritt nachdenkt.
5. Deine Lieblingsserie? Warum?
Ich schau ein bissl von allem. Jetzt wo ich nachdenke, habe ich doch eine Serie, die mich gefesselt hat, es ist die koreanische Serie „SF8“.
6. Was würdest du noch gerne lernen wollen?
So viel. Über Jahre war ich nur Radsportler, nun will ich mehr über das Leben im Allgemeinen lernen. Ich will nun auch noch mehr über die Rolle „Chris Froome als Vater“ lernen, um für meine beiden Kids ein guter Vater zu sein.
7. Was bereust du? Und warum?
„No regrets“, alles hatte seine Lernkurve. Fehler und Misserfolge haben mich immer stärker werden lassen.
8. Dein Trainingstipp für unsere Leser?
Hab Spaß beim Sporteln! Nimm es als Hobbysportler nicht zu ernst. Mach Sport immer mit einem Lächeln im Gesicht.
9. Was wäre dein Regenerationstipp?
Für mich war Sport mein Beruf, daher versuchte ich mich in Regenerationszeiten von vielen Dingen zu lösen. Ein Spaziergang mit meinen Kids hat mir immer gutgetan.
10. Bitte noch um deinen Ernährungstipp?
Übertreibe es nicht mit „Carboloading“. Die große Nudelportion vorm Halbmarathon ist nicht notwendig. Hohe Kohlenhydratmengen sind nur notwendig, wenn man wirklich über mehrere Stunden hart trainiert.












