Im Juli 2026 hat die Stiftung für Zukunftsfragen 3.000 Erwachsene in Deutschland zu ihrer Freizeit befragt. Sport erreicht dabei einen Höchstwert. Für Online-Glücksspiel schreibt der Gesetzgeber feste Limits vor.


53 Prozent der Befragten treiben laut Freizeit-Monitor 2026 mindestens einmal pro Woche Sport, 2024 waren es 47 Prozent. Sport zu Hause und Bewegung im Freien, in der Pandemie oft eine Ausweichlösung, seien geblieben und würden weiter zulegen. Nur der Spaziergang gebe gegenüber den Höchstwerten der Corona-Zeit leicht nach.

Häufigeres Training verlangt längere Erholungsphasen. Die freie Zeit wächst dabei freilich nicht mit, denn die verfügbaren Stunden an einem gewöhnlichen Werktag haben sich laut Studie seit Jahrzehnten kaum verändert.

Digitale Unterhaltung bleibt flexibel und planbar
Digitale Angebote nutzen die Befragten besonders häufig. Sie ließen sich flexibel in den Tag einbauen, berichtet das ZDF. Ruhe, Gespräche und Bewegung dienten zugleich als Ausgleich zur Arbeit.

Ein Beispiel aus einer Trainingswoche: Nach dem Intervalltraining am Dienstag gibt es eine feste halbe Stunde für eine Serie oder ein Konsolenspiel. Zwischen zwei Terminen am Nachmittag bleibt das Smartphone in der Tasche.

Online-Glücksspiel zählt ebenfalls zu den digitalen Beschäftigungen, allerdings geht es um echtes Geld. Training, Schlaf und Zeit mit anderen ersetzt es nicht. Für Spieler mit strategischem Anspruch kann es aber durchaus als eine Art Kopfsport gesehen werden.

Vergleiche schaffen Orientierung vor dem Spielen
Erlaubnisse für virtuelle Automatenspiele erteilt in Deutschland die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL); ohne eine solche Erlaubnis ist das Angebot nicht zulässig.

Die Behörde nimmt jeden Anbieter mit Erlaubnis in ihre amtliche Whitelist auf. Vergleichsportale bieten ein Stück mehr Komfort. Sie bündeln neben Lizenzangaben und Bewertungen all die Kriterien, auf die es für Spieler am meisten kommt. Bei der Suche nach top Online Casinos auf Casino Guru beispielsweise lassen sich Auszahlungsquoten, Bonusangebote und Zahlungsmethoden auf einen Blick vergleichen.

Der deutsche Online-Markt verlangt Aufmerksamkeit
Im zweiten Quartal 2026 setzten Spieler bei Online-Angeboten unter Aufsicht der GGL 3,112 Milliarden Euro ein, wie der Marktmonitor der Behörde zeigt. Ein Jahr zuvor waren es 2,728 Milliarden Euro. Mehr als die Hälfte der aktuellen Summe entfiel auf Online-Sportwetten, der Rest auf virtuelle Automatenspiele, Online-Poker und Pferdewetten im Internet.

Bei diesen Beträgen handelt es sich um Einsätze. Was den Anbietern bleibt, der Bruttospielertrag, ergibt sich erst nach Abzug der ausgezahlten Gewinne. Für virtuelle Automatenspiele fällt auf jeden Einsatz eine Steuer von 5,3 Prozent an.

Über ein einzelnes Angebot sagt die Marktgröße nichts. Anbieter ohne deutsche Erlaubnis erfasst die Statistik nicht; die GGL geht mit eigenen Vollzugsinstrumenten gegen solche Angebote vor. Wie viel dort gesetzt wird, weist der Marktmonitor nicht aus.

Feste Grenzen passen zu sportlichen Routinen
Die Beispielwoche, die Holdhaus für einen Grundlagenblock mitentwickelt hat, sieht neben vier Laufeinheiten einen Tag aktive Erholung und einen Ruhetag vor, dazu alle vier Wochen eine Erholungswoche mit geringerem Umfang.

Für Online-Glücksspiel legt der Glücksspielstaatsvertrag 2021 die Obergrenzen gesetzlich fest. Das anbieterübergreifende Einzahlungslimit liegt laut GGL grundsätzlich bei höchstens 1.000 Euro im Monat und kann individuell deutlich niedriger gesetzt werden. Den Abgleich übernimmt die Limitdatei im Aufsichtssystem LUGAS, das auch paralleles Spielen bei mehreren Anbietern verhindert. Auf dem Spielkonto lassen sich zusätzlich eigene Einsatz-, Einzahlungs- und Verlustlimits für Tag, Woche oder Monat festlegen; ist ein Limit ausgeschöpft, endet die Teilnahme. Ein Panikbutton auf der Spielseite sperrt den Zugang für 24 Stunden.

Betrag und Zeitfenster gehören vor dem Einloggen festgelegt. Ungeeignet sind der müde Abend nach einer harten Einheit und das Spiel als Belohnung für eine belastende Woche.

Bewusste Erholung braucht eigene Zeitfenster
Bewegung, Schlaf, Treffen mit Freunden und Unterhaltung teilen sich dieselben freien Stunden. Laut ZDF-Bericht zeigt der Freizeit-Monitor, dass sich die Befragten seltener mit Freunden treffen. Ulrich Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der Stiftung, sagt trotzdem, er glaube an eine Renaissance des Sozialen und rechne damit, dass einfache Dinge wie Faulenzen oder sich unterhalten lassen konstant bleiben.

Passen Spielzeiten nicht mehr in den eigenen Wochenrhythmus, bietet das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit auf check-dein-spiel.de einen Selbsttest zum Spielverhalten an. Dazu kommt eine kostenlose Suchthotline des Instituts.

Verlässliche Informationen erleichtern selbstbestimmte Entscheidungen
Am belastbarsten ist der Lizenzstatus, weil eine Behörde ihn geprüft hat. Welche Erlaubnisinhaber abgemahnt wurden, veröffentlicht die GGL ebenfalls. Limits, Panikbutton und die Selbstsperre über das Sperrsystem OASIS muss jeder Anbieter mit deutscher Erlaubnis bereitstellen. Bewertungen auf Portalen geben die Einschätzung von Redaktion und Nutzern wieder und lassen sich bei keiner Behörde nachprüfen.

Vier Stunden Abstand zwischen Training und Schlaf
Im Training hängt die nächste Einheit an verlässlichen Angaben, etwa zur Erholung. Bis die Glykogenspeicher der Muskulatur nach einer starken Belastung wieder gefüllt sind, können laut der Übersicht zu den Phasen der Regeneration mehrere Tage vergehen.

Im April 2025 veröffentlichte ein Team der australischen Monash University in der Fachzeitschrift Nature Communications eine Auswertung zu Sport am Abend und Schlaf. Die Messdaten stammen von Fitnessarmbändern des US-Herstellers Whoop, für den zwei Mitautoren tätig waren.

Training, das weniger als vier Stunden vor dem Zubettgehen endete, ging mit späterem Einschlafen und kürzerem Schlaf einher. Bei hoher Belastung, etwa nach Intervalltraining oder einem langen Lauf, fiel der Zusammenhang deutlicher aus. Auch der nächtliche Ruhepuls lag höher. Ursache und Wirkung kann eine Beobachtungsstudie dieser Art allerdings nicht belegen.