Langlaufen wird wieder cool. Zum Beispiel mit dem abwechslungsreichen Ganzkörpertraininig Skiletics. Wir haben es für euch ausprobiert.

Kraft, Ausdauer, Koordination und das für Oberkörper, Arme und Beine – Fitnessherz, was willst du mehr? Das Ganze vielleicht in der freien Natur und mit dem Benefit, so nebenbei auch noch in einer Sportart besser zu werden! Klingt nach der eierlegenden Wollmilchsau, nennt sich – ganz im Trend der Zeit – „Skiletics". Und ist der Versuch, einen angestaubten Sport wieder cool und trendy zu machen, den alle kennen: Langlaufen.

Weltmarktführer Fischer hat dieses Workout entwickelt, um das Image aufzupolieren. In Ramsau am Dachstein, einem DER nordischen Zentren des Landes haben sie sogar einen eigenen Skiletics-Park installiert. Infotafeln erklären die 15 Übungen, zeigen, welche Muskelgruppen die einzelnen Übungen trainieren und ob sie für Klassik- oder Skating-Skiern geeignet sind. Dabei ist da für jeden etwas. Egal ob du nur ein Ganzkörper-Workout suchst, oder Experte auf den nordischen Latten bist. „Vom Anfänger bis zum Profi findet da jeder was", sagt auch Philipp Bachl, Ex-Kaderlangläufer und Fischers „Gesicht" für die Skiletics-Kampagne.
 

Er macht an diesem strahlenden Wintertag vor dem Hintergrund des Dachstein-Massivs die Übungen vor. „Zuerst einmal skaten ohne Arme. Also raus aus den Schlaufen und im Schlittschuhschritt mir nach." Zwei-, dreihundert Meter lang leicht bergauf, dann wieder retour und das Ganze von vorn. Schärft das Gefühl für den Beinabdruck. Es folgen Telemark-Übungen, also in der leichten Abfahrt ein Knie zu Boden bringen. Danach Siitonen-Schritt (Ein Ski in der Klassikspur, mit dem anderen im Skating-Schritt) und und und. Die Palette reicht von solchen Übungen über Kurventechniken wie Kreise oder Achter laufen bis zu koordinativ schwierigen Elementen wie dem „Swiss Cross", bei dem man auf einem Bein gleitet und den anderen Ski im rechten Winkel über den Gleitski dreht. Experten wagen dann sogar den Jump 180, bei dem man aus dem Gleiten eine halbe Drehung um die Körperachse springt.

Es braucht aber gar keinen Skiletics-Park um die Übungen auszuführen. Man kann die speziellen Trainingsprogramme auch auf der mobilen Website am Handy abrufen oder sie ganz old school vorher als pdf ausdrucken und zum Training mitnehmen. Und weil im Zeitalter der Bilder auch die Optik ganz entscheidend ist, wird es ab Herbst auch eine Skiletics-Bekleidungslinie geben, mit Hoodies, Hauben und Co. Die dann nicht nur in der Loipe gute Figur machen, sondern wie viele Beispiele anderer Outdoormarken zeigen auch in der Fußgängerzone der Großstadt...