Nur noch wenige Tage bis zur 14. Auflage des ARBÖ-Radmarathons am 7. Juni. Unerwarteter Ansturm auf die Startplätze. Veranstalter muss maximale Teilnehmeranzahl aufstocken. Auch ein ehemaliger Top-Fahrer wird den Ritt über die Nockberge mitmachen. Streckenänderung sorgt für traumhaften Ausblick.
Für Organisatoren von Sport-Events bedeuten „Überraschungen“ meist Stress. Nicht so beim ARBÖ-Radmarathon in Bad Kleinkirchheim, wo der völlig überraschende Ansturm auf das ursprünglich mit 700 Plätzen limitierte Starterfeld das OK-Team restlos happy macht. „Aktuell halten wir bei knapp über 750 Anmeldungen“, freut sich OK-Chef Norbert Unterköfler. Die Begrenzung der Teilnehmerzahl wird aufgehoben. „Wir lassen jetzt 800 mitradeln, wollen keine Sportler abweisen“, so Unterköfler, der aber gleichzeitig appelliert: „Rasch anmelden, denn mehr als 800 Teilnehmer wollen wir aus Sicherheitsgründen einfach nicht auf die Strecke lassen.“
Diesmal mit dabei beim eindrucksvollen „Ritt“ über die Nockberge: Ein ehemaliger Rad-Topstar. Der gebürtige Schweizer Reto Hollenstein, der jetzt in Aspang (Bezirk Neunkirchen NÖ) lebt. „Ein absoluter Spitzenmann, der mehrfach bei den großen Klassikern Tour de France, Giro oder Vuelta aufgezeigt hat“, erzählt Unterköfler. Mit dem 41-jährigen Schweizer bekommt der Kärntner Marathon-Seriensieger Hans-Jörg Leopold nun eine echte Rakete vor den Drahtesel geknallt. „Da werde ich wohl den Einheimischenbonus ausspielen und die eine oder andere Abkürzung nehmen müssen, um mithalten zu können“, freut sich Leopold schon auf das Duell mit dem Ex-Profi.
Weil die Straße durch das Liesertal aufgrund einer Brückensanierung gesperrt ist, wartet in diesem Bereich eine neue Streckenführung auf die Radsportler. Von Gmünd geht es diesmal via Perau, Treffling und Obermillstatt nach Dellach am Millstättersee. Eine Kurskorrektur, die den Teilnehmern mit Sicherheit gefallen wird. „Der Blick vom dortigen Hochplateau auf den Millstättersee ist eine Wucht“, schwärmt Unterköfler.
Wichtig: Das maßgeschneiderte Wertungsformat, das sich in den letzten Jahren beim Radmarathon etabliert hat, wird beibehalten: Die Stoppuhr tickt ausschließlich an den drei Anstiegen und in die Wertung kommen nur jene Teilnehmer, die innerhalb des Zeitkorridors zwischen dreieinhalb und sechs Stunden das Ziel sehen. „Durch diese Struktur konnte die Sicherheit markant erhöht werden, der Leistungsgedanke lebt dennoch und der nervige Rennstress wird völlig ausgebremst“, weiß Norbert Unterköfler vom Veranstalter Radclub Feld am See.
Alle Infos zum ARBÖ Radmarathon 2026 unter www.kaernten-radmarathon.at.












