In Bodenmais hat das erste Halbjahr mit einem leichten Plus bei den Nächtigungen abgeschlossen. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen und der vorübergehenden Schließung eines der größten Wellnesshotels stiegen die Übernachtungszahlen im Vergleich zum Vorjahr um 0,82 Prozent.

Leichtes Plus trotz Herausforderungen
Von Januar bis Juni wurden in Bodenmais 351.162 Nächtigungen gezählt – rund 2.800 mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (348.315). Die Zahl der Gästeankünfte blieb mit 83.020 nahezu unverändert.

„Wie die aktuelle Reiseanalyse mit Zahlen aus 2025 zeigt, die die Bayern Tourismus Marketing GmbH jüngst beim Tourismustag Bayerischer Wald in Freyung vorgestellt hat, geht die Nachfrage der Deutschen nach Kurzurlauben leider zurück. Angesichts der Tatsache, dass Bodenmais für seine Gäste größtenteils der Zweit- oder sogar Dritturlaub ist, sind wir mit den aktuellen Zahlen zufrieden“, erklärt Tobias Wolf, Geschäftsführer der Bodenmais Tourismus und Marketing GmbH.

Als zusätzlichen Einflussfaktor nennt Wolf die seit April laufende Schließung des Bodenmaiser Hofs aufgrund umfassender Modernisierungs- und Erweiterungsarbeiten: „Darüber hinaus hat der Bodenmaiser Hof als eines der großen Wellnesshotels im Ort wegen umfassender Modernisierungs- und Erweiterungsarbeiten seit April bis voraussichtlich 12. Juli geschlossen, das merkt man natürlich in der aktuellen Gästestatistik.“

Positive Entwicklung bei Ferienwohnungen und Camping
Besonders erfreulich entwickelte sich der Bereich der Ferienwohnungen, der im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 4,66 Prozent bei den Übernachtungen verzeichnete. Auch Camping legte mit 2,68 Prozent zu. Rückgänge gab es hingegen bei Hotels (-1,33 %) und Pensionen (-4,13 %).

Auch die durchschnittliche Auslastung der Unterkünfte stieg von 36,99 auf 38,93 Prozent. Gleichzeitig erhöhte sich die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste leicht von 4,19 auf 4,23 Tage.

Optimistischer Blick nach vorne
Für die kommenden Monate sieht Bürgermeister Michael Adam gute Perspektiven. Mit der Wiedereröffnung des modernisierten Bodenmaiser Hofs erwartet die Gemeinde zusätzliche Impulse für den Tourismus. Auch das derzeit geschlossene Hotel Riederin soll nach dem Kauf durch die Unternehmensgruppe Weikl schrittweise wiederbelebt werden. Das Chaletdorf eröffnet bereits Ende Dezember, für das Hotel selbst ist die Umsetzung des neuen Konzepts ab 2028 geplant.

Trotz der positiven Entwicklung sieht Tourismuschef Wolf weiterhin Handlungsbedarf: „Wir sind derzeit in einer Lage, in der um jeden Gast gekämpft werden muss.“ Neue Marketingkampagnen sowie Projekte wie das geplante Radwegekonzept sollen deshalb zusätzliche Gäste nach Bodenmais bringen.