Wer hat es nicht genossen, mit seinen Freunden nach der Schule über das Eis zu tanzen und die frische Luft zu genießen. Schlittschuhe, das Outdoor-Herz unserer Kindheit. Wir haben für euch die wichtigsten Facts über die Herkunft von Schlittschuhen zusammengetragen.

Sarah Baier
Sarah Baier


Die exakte Geburt der Schlittschuhe ist nicht genau geklärt, dennoch ist es nicht unmöglich, dass bereits zu frühen Jagdzeiten Schlittschuhe als Jagdunterstützung eingesetzt wurden. Man fand Schlittschuhe aus Knochen schon in Russland, Skandinavien oder in der Schweiz.

1. Schlittschuhe aus Knochen
Die frühesten Funde von Schlittschuhen sind aus dem Jahre 3000 v. Chr. Es handelt sich um an Sandalen befestigte Teile, die aus Rentierknochen und dergleichen gefertigt wurden. Ein Knochenschlittschuh aus Veselí u Trnavy (Slowakei) zählt zu den ältesten der Welt. Ein britischer Archäologe schätzte ihn auf 5000 Jahre Lebenszeit.

2. Schlittschuhe aus Holz
Ab dem 14. Jahrhundert, vor allem in Norwegen, begann man Schlittschuhe aus Holz zu verwenden. Der untere Teil bestand aus Eisen und fortbewegen musste man sich mit Stöcken.

Die Geschichte des Schlittschuhs

3. Schlittschuhe aus Stahl
Im Jahre 1500 begann man Kufen mit zwei Kanten und einer Nut zu verwenden, um sich auch ohne Stöcke fortbewegen zu können. Die ältesten Schlittschuhe aus Stahl sind knapp 2000 Jahre alt und befinden sich im Museum in Budapest. Später, Mitte des 19. Jahrhunderts, wurden Schlittschuhe schon mit Schrauben am unteren Teil befestigt. Diese Methode zog sich bis in die 1950er-Jahre.

4. Das moderne Modell
Im Jahre 1865 erstellte der amerikanische Eiskunstläufer Jackson Haines Ganzmetall-Schlittschuhe – diese waren direkt mit der Schuhsohle verbunden. Das war DIE Innovation. Danach, vor allem seit Beginn des 20. Jahrhunderts, achtete man bei der Produktion immer mehr auf eine Reduktion des Gewichts – denn so sind die Fahreigenschaften idealer.

Die Geschichte des Schlittschuhs


Wissensfakt
Die Schutzpatronin der Schlittschuhläufer: die Heilige Lidwina von Schiedam – im 19. Jahrhundert hatte ein 15-jähriges Mädchen namens Lidwina einen furchtbaren Schiunfall.

Nach ihrer Genesung ging sie in ein Kloster und lebte sehr religiös. Aufgrund des Unfalls wurde sie zur Schutzpatronin.