Der Arlberg lockt gerade im Frühling mit seinen majestätischen Gipfeln und den sattgrünen Wiesen, die ihn umgeben. Immer mehr Menschen entdecken das Wandern bzw. Bergwandern für sich, als leicht durchzuführende und dennoch herausfordernde Sportart.

Wandern bzw. Bergwandern erfordert nur wenig Equipment und kann quasi von jedem ausgeführt werden. Die naturbelassenen Landschaften ermöglichen ganz besondere Erlebnisse. Hier tankt man seine Batterien auf und lernt seine eigenen Grenzen kennen. Wir haben Tipps, die gerade für Anfänger wichtig sind. Denn vor einer Bergtour gilt es einiges zu bedenken, damit man sicher hinauf– und auch wieder hinabkommt.

1. Die passende Route
Der Erfolg einer Tour steht und fällt mit der Route, die man sich aussucht. Es empfiehlt sich, mit einer leichten Wanderung zu beginnen, steigern kann man sich immer noch. Man muss bedenken, dass zu einer Tour immer der Hin- und der Rückweg zählen. Gerade der Abstieg kann körperlich sehr herausfordernd sein, auch wenn man auf dem Weg nach oben schon dachte, es könne nicht anstrengender werden. Doch, das kann es, denn abwärts braucht man viel Konzentration, ist aber oft schon müde. Eine ausgiebige Rast ist zu empfehlen, bevor es zurückgeht, ebenso ein Paar Wanderstöcke, mit denen die Knie entlastet werden.

Die Route sucht man sich natürlich so aus, dass sie auf das schwächste Mitglied einer Gruppe angepasst ist. Es ist sinnvoll, andere Personen darüber zu informieren, wohin man unterwegs ist und wie lange man fortbleibt. Erfahrene Vermieter in Hotels und Pensionen haben ein Auge auf ihre Gäste und initiieren eine Suche, falls es nötig sein sollte. Bleibt man auf den ausgeschilderten Wegen, wird das Risiko in eine missliche Lage zu geraten minimiert. Die passende Route findet man einerseits anhand der Ausschilderungen vor Ort, durch eine Empfehlung oder ganz einfach online in einer App.

Der Arlberg ruft

2. Die richtige Ausrüstung
Es gibt einen Ausrüstungsgegenstand, der nach Möglichkeit alt und eingelaufen sein sollte, und das sind die Schuhe. Bei neuen Schuhen können nach kurzer Zeit Blasen entstehen. Die besten Schuhe umhüllen den Knöchel, haben ein ordentliches Profil und lassen sich fest zuschnüren. Auch die passenden Socken sind wichtig, denn die Füße werden vermutlich zu schwitzen beginnen. Bleibt die Feuchtigkeit dann am Fuß, sind aufgeriebene Stellen vorprogrammiert.

Man muss die Bekleidung und restliche Ausrüstung nicht mit in den Urlaub schleppen, denn vor Ort gibt es ausreichend Möglichkeiten, alles zu bekommen. Je nach Belieben kann man kaufen oder sogar ausleihen. Bei Alber Sport, in St. Anton am Arlberg, findet man mithilfe erfahrener Berater, die passende Wanderbekleidung und vieles mehr. Eine gute persönliche Beratung ist besonders bei Einsteigern jeglicher Sportarten von großer Bedeutung.

Diese Dinge braucht man fürs Bergwandern unbedingt:

  • Einen geräumigen und stabilen Rucksack, der am besten nicht zu schwer gepackt wird.
  • Kleidung, mit der das Zwiebelprinzip funktioniert. Das bedeutet, dass man mehrere dünne Schichten trägt, sodass man sich beliebig an wechselndes Wetter anpassen kann.
  • Eine Regenjacke im Gepäck ist unverzichtbar, denn in den Bergen kann das Wetter schnell umschlagen
  • Wasser kann man nie genug haben
  • Kompass, Karte und Handy
  • Verpflegung
  • Einen Müllbeutel für die Verpackung der Jause und leeren Flaschen, die man selbstverständlich nicht in der Natur hinterlässt
  • Sonnencreme und ein Sonnenhut
  • Wanderstöcke, besonders bergab, sind sie sehr hilfreich

3. Braucht man zuvor ein Training?
Diese Frage lässt sich leicht beantworten, denn ob man vor dem Wandern ein Training braucht, hängt ganz davon ab, wie fit man ist und welche Route man sich ausgesucht hat. Wer im Alltag ohnehin gern zu Fuß unterwegs ist, weiß in der Regel, wie viele Kilometer er sich zutrauen kann. Bei einer Bergwanderung kommt noch die Steigung hinzu, die eingerechnet werden muss. Aus diesem Grund sind die empfohlenen Wanderungen, ob in der Karte oder in einer App, immer mit einem Hinweis auf den Schwierigkeitsgrad versehen. Wer sonst nicht gern läuft, beginnt mit der leichtesten Tour und arbeitet sich langsam hoch. Es spricht auch nichts dagegen, während seines Aufenthalts mehrere Touren zu machen, man sollte sich zwischendurch nur jeweils einen Tag Pause gönnen.

4. Die richtige Verpflegung
Im Frühling beginnen viele Menschen mit einer Diät, weil sie auf ihre Sommerfigur hinarbeiten, und um nach der dunklen und kalten Zeit wieder richtig fit zu werden, bietet sich eine leichte Küche geradezu an. Anders ist es jedoch, wenn man sich auf einen anstrengenden Tag im Berg vorbereitet, denn da sollte den Wanderer die Kraft keinesfalls verlassen. Deshalb gelten bestimmte Regeln für die Verpflegung beim Bergwandern, die eventuell mit den Diätplänen kollidieren. Keine Sorge, bei diesem Sport verbrennt man in kurzer Zeit etliche Kalorien, die man demzufolge erst einmal zuführen muss.

Wer sonst gern auf sein Frühstück verzichtet, sollte vor Beginn der Wanderung mit dieser Tradition brechen. Ein Vollkornbrot mit magerem Käse oder magerer Wurst und ausreichend Vitamine stärken den Körper und geben ihm Kraft für den Aufstieg. Zu fettreiche Nahrung sollte man vermeiden, damit der Körper nicht unnötig belastet wird.

Als Proviant bewährt haben sich die Energiespender Bananen und anderes Obst, zudem Müsliriegel als schnelle Kalorienlieferanten. Allerdings keine mit Schokolade überzogen, sondern am besten spezielle Sportriegel. Fett zu verdauen ist anstrengend für den Körper. Auch Studentenfutter und Dörrfleisch lassen sich gut transportieren und füllen unterwegs die Speicher wieder auf. Am wichtigsten ist jedoch, dass man ausreichend Getränke wie Wasser und Tee bei sich hat. So ausgerüstet steht einer spannenden Bergwanderung nichts im Weg, die sicherlich zu einem unvergesslichen Erlebnis wird.