Die Olympischen Winterspiele finden, wie die Sommerspiele, nur alle vier Jahre statt. Die Teilnahme an den Spielen ist ein Höhepunkt jeder Sportlerkarriere. Noch besser natürlich, wenn man am Schluss mit einer der begehrten Medaillen nach Hause fahren darf. Die Popularität zwischen Sommerspielen und Winterspielen variiert jedoch stark und ist regional beschränkt. Woran das liegen kann, zeigt der folgende Artikel.
Olympia als Highlight bei Buchmachern und Co.
Fußball ist nicht der einzige Sport, der auf den Wettplattformen zu finden ist. Obwohl viele Sportarten, die bei den Olympischen Winterspielen praktiziert werden, eher in den Nischenbereich gehören, ist das Event selbst eine der wichtigsten Großveranstaltungen.
Vor allem bei Skiabfahrt und auch beim Skispringen fallen beim Sport Oesterreich immer wieder erfolgreiche Namen wie Anna Gasser im Snowboard oder Stefan Kraft im Skispringen. Nicht zu vergessen vergangene Helden der Winterzeit wie Felix Gottwald oder Thomas Morgenstern.
Winterspiele sind kleiner als Sommerspiele
Die Reichweite der Winterspiele ist kleiner als die der Sommerspiele. Generell nehmen weniger Länder und Athleten an den Spielen im Winter teil. Das hat viel mit der Komplexität der Sportarten zu tun und der Bedingung von kaltem Wetter und Schnee oder Eis. Bei den aktuellen Winterspielen in Mailand werden mehr als 3.500 Athleten antreten, die aus 95 Ländern kommen. Allein aus Deutschland werden 188 Sportler geschickt, eines der größten Teams in der Geschichte Deutschlands.
Im Vergleich dazu nahmen bei den letzten Sommerspielen in Paris etwa 10.500 Athleten teil, die aus 206 Ländern kamen. Hier liegt einer der großen Gründe, warum die Winterspiele generell weniger populär sind. Einige Länder der Welt haben keine Athleten für die Sportarten, weil die klimatischen Bedingungen fehlen. Eine Ausnahme, an die sich viele erinnern können und die auf Leinwand festgehalten wurde, ist die Teilnahme Jamaikas an den Rennen im Viererbob.
Die erste Teilnahme der “Cool Runnings” erfolgte im Jahr 1988 in Calgary. Bis heute hält sich das exotische Team in dieser Sportart und nimmt auch an den aktuellen Winterspielen teil, was eine angenehme und erfrischende Abwechslung zu den sonstigen Favoriten-Nationen ist.
Mehr Ausgaben durch umfangreiche und spezialisierte Infrastrukturen
Weniger Teilnehmer und doch müssen die Austragungsorte für die Olympischen Winterspiele mit einer umfangreichen und spezialisierten Infrastruktur versehen sein. Dazu zählen die komplexen Tunnel der Bob- und Rodelsportarten. Hinzu kommen die Schanzenanlagen, Abfahrtspisten und die Loipen für Langlauf und Biathlon. Dafür ist klimatisch immer kaltes Wetter die Bedingung Nummer eins. Wenn es keinen natürlichen Schnee gibt, müssen die Pisten und Loipen mit Kunstschnee präpariert werden. All das erfordert eine sehr gute Koordination und natürlich ein hohes Budget.
Reduzierte Reichweite der Winterspiele durch geografische Limitierungen
Die geforderten Klimabedingungen sorgen dafür, dass die Reichweite der Winterspiele wesentlich geringer ist. Viele warme Länder haben gar keinen Bezug zu den Winterspielen, noch weniger bilden sich Fangemeinschaften. Es ist schwer, Skispringen oder Langlauf in Ländern wie Brasilien oder Australien zu vermarkten. Deshalb beschränken sich die teilnehmenden Nationen vor allem auf Länder der Nordhalbkugel wie Kanada, die europäischen Länder mit Zugang zu den Alpen, skandinavische Länder und Russland sowie China.
Beschränkte Auswahl an Austragungsorten
Ähnlich limitiert geht es bei den möglichen Austragungsorten zu. Um das Budget der Veranstalter nicht zu stark zu strapazieren, müssen Länder gefunden werden, die auf natürliche Weise die klimatischen Rahmenbedingungen stellen. In 2026 ist Mailand der Austragungsort und der Winter ist in diesem Jahr in Europa sehr kalt, was sich positiv auf die Winterspiele auswirkt.
Für 2030 stehen die französischen Alpen auf dem Veranstaltungskalender und in 2034 Salt Lake City in den USA. Welche Austragungsorte danach möglich sind, muss gesehen werden, denn der Klimawandel hat einen starken Einfluss auf die Umsetzung dieses Winterevents. Die Veranstalter denken ebenfalls darüber nach, die Spiele früher im Jahr auszutragen, um die niedrigen Temperaturen besser auszunutzen und mehr mögliche Austragungsorte zu finden.
Zukünftige Herausforderungen für die Organisatoren der Winterspiele
Schnee- und Kältesicherheit ist einer der Hauptsorgen, die die Veranstalter in den kommenden Jahren plagt. Hinzu kommen die CO2-Belastungen durch neue Austragungsstätten. Deshalb ist davon auszugehen, dass bisher bekannte Orte auch in den kommenden Jahren wieder genutzt werden. Denn anders als bei Spielstätten der Sommerspiele können die spezialisierten Arenen und Anlagen selten im Sommer für andere Events genutzt werden. Mit dem Vorziehen der Winterspiele hätten auch die Paralympics mehr Optionen, in winterfesten Regionen ausgetragen zu werden. Die Paralympics folgen immer den Olympischen Winter- beziehungsweise Sommerspielen mit wenigen Tagen Abstand.
Fazit
Eine geringere Reichweite und Größe der Winterspiele muss einfach mit den klimatischen Voraussetzungen verbunden werden. Deshalb nehmen wesentlich weniger Athleten und Länder bei den Winterspielen teil. Das wiederum wirkt sich auf die Publikums-Reichweite und die Popularität aus.












