Was Trailrunner sonst noch an Ausrüstung brauchen? Stöcke, einen kleinen Rucksack und ein Trinksystem. Darauf achtet man beim Kauf.

Christof Domenig
Christof Domenig

Trailrunner sind Entdecker. Oft wissen sie beim Loslaufen noch nicht, wie lange heute die Runde wird und wohin sie führen wird. Dieses Spiel mit dem Ungewissen hat seinen speziellen Reiz. Neben Stöcken kommen spätestens hier jedoch ein kleiner Rucksack und ein Trinksystem ins Spiel. 

„Spezielle Running-­Stöcke sind auf minimales Gewicht hin optimiert“, erklärt Armin Zorn vom Running-Team Scott Austria. Zu unterscheiden sind Fixlängen-Faltstöcke, längenverstellbare Faltstöcke oder Fixlängenstöcke. Dabei gilt es abzuwägen: Fixlängen-Stöcke sind besonders leicht und stabil, „perfekt für reine Uphills und Bergrennen“, weiß Zorn. Die meisten greifen aber zu einer faltbaren Variante, die man leicht am Rucksack versorgen kann. „Die meisten Stöcke sind 3- oder 4-teilig faltbar mit einer Fixlänge oder bloß einer kleinen Verstellmöglichkeit.“ Carbon oder Aluminium? „Der Trend geht aus Gewichtsgründen definitiv zum Carbon“, sagt Zorn, „wobei Alustöcke meist etwas langlebiger sind.“ Ein Unterscheidungsmerkmal einzelner Modelle sind auch Griffsysteme: fixe Schlaufe, höhenverstellbare oder gar keine Schlaufe? Da gehen selbst bei den Profis die Vorlieben auseinander, am besten, man probiert es durch.

Leicht und gerade so groß, dass alles Benötigte Platz hat, mit wackelfreiem Sitz, und atmungsaktiv: So liest sich das Anforderungsprofil an einen Trailrunning-Rucksack. „Regenjacke, Mütze, Handschuhe, Erste-Hilfe-Paket, Handy, Verpflegung, Getränke und Stöcke“, zählt Scott-Experte Zorn als „Essentials“ auf, die abseits der Zivilisation reinpassen müssen. Dafür braucht es keinen Riesen-Stauraum. „Für Läufe unter drei Stunden empfehlen wir bis sieben Liter Volumen – für längere Runs 10 bis 12 Liter“, verrät Emma Axtell, Product-Managerin bei CamelBak. Für den sicheren ergonomischen Sitz beim Laufen sorgen ein Westendesign und meist Stretch-Elemente, Air-Mesh-­Materialien gewährleisten einen guten Schweißabtransport.

Und dann wäre da noch die Flüssigkeitsversorgung: Manche Trailrunner greifen lieber zu Flaschen (oft als weiche „Soft Flasks“), während andere eine Trinkblase bevorzugen. Stehenbleiben zum Trinken muss man weder mit dem einen noch mit dem anderen: Flaschen lassen sich meist griffbereit vorne an den breiten Trägern der Rucksackwesten platzieren. Im Volumen sind Trinkblasen überlegen, sie brauchen danach aber mehr Pflege. Vor allem müssen sie stets sorgfältig austrocknen können. Von CamelBak gibt es spezielle Trinkblasen- und Flaschenreinigungstabletten zur hygienischen Reinigung sowie einen „Reservoir Dryer“ zum Aufspannen. Zusatz-Tipp von Expertin Axtell: „Die Behälter nach dem Spülen im Gefrierschrank aufbewahren – so sind sie fürs nächste Abenteuer garantiert frisch.“