Klettern, und damit auch das Klettersteiggehen ist nach sportmedizinischem Standpunkt eine selbstlimitierende Sportart, die unser Gesamtsystem – also Ausdauer, Koordination, Stabilität, Beweglichkeit und Emotion – beansprucht“, sagt Dr. Bernhard Zwick. „Dadurch ist gerade bei Neueinsteigern die Gefahr, über das Limit zu gehen, relativ groß – und plötzlich können sie nicht mehr nach vor und nicht mehr zurück.“

Die beiden SPORTaktiv-Mediziner Dr. Zwick und Dr. Kocher wollen hier aber nicht wieder eine Lanze für regelmäßiges Ausdauer- und Krafttraining brechen – „denn das setzen wir bei Bergsportlern sowieso voraus“ – ihr spezieller Tipp diesmal für alle Kletter- und Klettersteig-Neulinge: „Damit ihr wirklich Spaß im Fels habt, müsst ihr ganz gezielt zwei Fähigkeiten trainieren und stärken: Eure Balance und die dynamische Stabilität.“ Logisch: Wer im Fels immer wieder Probleme mit dem Gleichgewicht hat, verbraucht viel Kraft, um gegenzusteuern. „Und die dynamische Stabilität des Körpers“, erklärt Dr. Kocher, „ist entscheidend für die Trittsicherheit und damit auch für die Balance.“

Nach dieser Vorgabe des „gezielten Balance- und Stabilitätstrainings“ hat Sportwissenschafter Mag. Tom Gmoser wieder einen Circle von sechs Fitnessübungen zusammengestellt. Wer diesen Circle zumindest dreimal die Woche (jede Übung 15 bis 20 Wiederholungen, zwei Durchläufe) absolviert, ist in 4 bis 6 Wochen richtig fit fürs Klettern ...