Sag uns, welcher Lauftyp du bist, und wir verraten dir, welche Laufjacke deine Bedürfnisse im Herbst am besten abdeckt.

Nicole Hofstetter
Nicole Hofstetter

Die Temperaturen sinken, die Dunkelheit nimmt immer mehr Überhand und ein Regenschauer überrascht uns wieder öfter. Was der Herbst für deine Laufrunde bedeutet? Dass spätestens jetzt eine Laufjacke ein essenzieller Bestandteil deines Outdoor-Trainings ist. Sollte noch keine in deinem Besitz sein oder sie schon etliche Jahre auf dem Buckel haben, dann bist du hier genau richtig: Wir haben die Expertise von Odlo und Scott genutzt, damit du die optimale Laufjacke für deine Bedürfnisse findest.

Zuerst gilt es drei grundlegende Fragen, bezogen auf das eigene Laufverhalten, zu beantworten. Wann laufe ich? Wie lange laufe ich? Mag ich es generell lieber wärmer oder kühler? „Bei Feierabendläufen im Herbst ist es meistens schon dunkel – mehr Sicherheit und Sichtbarkeit wird durch Reflektoren an der Laufbekleidung erreicht“, merkt Alexander Schober von Scott in Hinblick auf die erste Frage an. Durch die Wahl einer auffälligen Farbe wie Gelb oder Orange kann dieser Effekt noch verstärkt werden.

Die Lauflänge spielt vor allem in Bezug auf Wetterumschwünge eine Rolle. Bei kürzeren Läufen reicht eine wasserabweisende Jacke. Fallen deine Laufrunden jedoch alles andere als knapp aus, solltest du zu einer wasserdichten Variante greifen. Zudem ist vor allem bei längeren Strecken die Wasserdampfdurchlässigkeit der Kleidung nicht zu vernachlässigen.

Diese spielt eine um so größere Rolle, je mehr du schwitzt. „Kann der Schweiß nicht in ausreichendem Maß nach außen gelangen, entsteht ein unangenehmes, nass-kühles Tragegefühl“, warnt Schober. In diesem Zusammenhang lohnt sich auch ein Blick auf das Darunter: Durch den passenden Midlayer kann die Laufjacke auf warme und kältere Temperaturtypen abgestimmt werden. Angelika Wratschko von Odlo empfiehlt dafür Funktionsunterwäsche mit hoher Atmungsaktivität. Bei Männern reicht meist ein Kurzarm-Shirt, während von Frauen in der Übergangszeit oft ein Longsleeve als angenehmer empfunden wird. Zu warm darf es aber auch nicht sein: „Fühlt es sich beim Weglaufen kühl an, dann passt die Temperatur während der Aktivität“, fügt die Odlo-Expertin hinzu.

Leicht und minimalistisch
Abseits dieser drei Fragen gibt es noch einige andere Features, auf die beim Kauf einer Laufjacke geachtet werden kann. „Die Jacke sollte leicht sein und beim Laufen nicht einschränken“, merkt der Scott-Experte an. Von Odlo kommt die Empfehlung, auf einen Windschutz an der Vorderseite zu achten, um den Körper vor Auskühlung zu schützen. Ventilationsmöglichkeiten auf der Rückseite und unter den Armen sorgen zugleich für den nötigen Temperaturausgleich. Besonders bei Trailruns ist auch ein kleines Packmaß fein.

Was eine Laufjacke von Wander- oder Multifunktionsjacken abhebt, ist vor allem ihr körpernaher Schnitt, der speziell auf den „zyklischen Bewegungsablauf“ beim Laufen abgestimmt ist. Zudem ist die Atmungsaktivität höher ausgelegt, die Laufjacken fallen leichter und in diesem Zusammenhang auch minimalistischer aus.