Über 4.000 Radsportler aus 40 Nationen stellen sich am 30. August dem 45. Ötztaler Radmarathon. Neben zahlreichen ehemaligen Sieger sorgt auch eine Reihe prominenter Sportler für eine hochkarätige Starterliste. Gleichzeitig erreicht der Frauenanteil einen neuen Höchststand.
227 Kilometer und 5.500 Höhenmeter
Der Ötztaler Radmarathon zählt seit Jahrzehnten zu den großen Herausforderungen im Amateur-Radsport. Die Strecke führt von Sölden über die vier Alpenpässe Kühtai, Brenner, Jaufenpass und Timmelsjoch und umfasst 227 Kilometer sowie 5.500 Höhenmeter. Mit 56 Prozent stellt Deutschland erneut den größten Anteil der Starter, gefolgt von Österreich und Italien.
Neun ehemalige Sieger am Start
Die Starterliste ist auch heuer prominent besetzt. Gleich neun ehemalige Sieger kehren nach Sölden zurück. Mit dabei sind unter anderem Vorjahressieger Daniel Federspiel, Streckenrekordhalterin Janine Meyer, Jack Burke, Johnny Hoogerland, Catherine Rossmann, Monika Dietl, Stefano Cecchini, Roberto Cunico und der vierfache Sieger Ekkehard Dörschlag.
„Wir freuen uns über die starke Besetzung. Mindestens genauso wichtig sind für uns aber die vielen 'Träumer', die erst viele Stunden nach den Schnellsten das Ziel erreichen. Sie machen den besonderen Charakter des Ötztaler Radmarathons aus. Darunter haben wir 27 Teilnehmer, die heuer bereits mehr als 20. Mal dabei sind. Herausragend ist der Grazer Martin Strobl, der mit seinen 81 Jahren seinen 36. Ötztaler Radmarathon bestreiten wird“, freut sich OK-Chef Dominic Kuen.
Auch Titelverteidiger Daniel Federspiel nimmt den Sieg ins Visier: „Schön wäre natürlich erneut ein Sieg. Ich bin sehr motiviert!"
Palzer, Lakata und Pernsteiner greifen an
Neben den erfahrenen Ötztaler-Starter sind auch einige bekannte Namen aus anderen Sportarten und dem Profiradsport dabei. Der ehemalige WorldTour-Profi und Spitzensibergsteiger Toni Palzer feiert seine Premiere. Ebenfalls am Start stehen die ehemaligen Weltklasse-Skifahrer Werner Heel und Manfred Mölgg sowie Ex-Skirennläufer und Trainer Florian Scheiber.
Auch MTB-Marathon-Weltmeister Alban Lakata möchte erstmals den Sieg holen. Der junge Ötztaler Jonas Holzknecht vom Tirol KTM Cycling Team geht nach seinem zweiten Platz im Vorjahr erneut an den Start.
Eine Premiere feiert zudem Hermann Pernsteiner. Der ehemalige WorldTour-Profi und Mountainbike-Spezialist wurde beim Giro d’Italia 2020 Zehnter der Gesamtwertung. „Die Strecke mit vielen Höhenmetern sollte mir liegen. 2017 fuhr ich den Pro Ötztaler 5500, das war damals ein Profirennen, wo ich 15. wurde. Von daher kenne ich die Strecke halbwegs und heuer beim Ötztaler Radmarathon möchte ich unbedingt um den Sieg mitfahren“, sagt Pernsteiner.
Frauenanteil steigt deutlich
Auch abseits der prominenten Namen gibt es einen Rekord zu vermelden: Der Frauenanteil liegt heuer bei 10,44 Prozent. Seit 2016 entspricht das einer Steigerung um 87 Prozent.
„Das bemerken auch wir. Heuer liegt der Frauenanteil bereits bei 10,44 Prozent, das ist seit 2016 eine Steigerung um 87 Prozent“, erklärt OK-Chefin Heike Klotz. Gleichzeitig soll die Sichtbarkeit von Frauen beim Ötztaler weiter erhöht werden. „Viele Frauen haben noch Respekt davor, bei uns an den Start zu gehen. Deshalb möchten wir ihre Sichtbarkeit beim Ötztaler Radmarathon weiter stärken. Unter anderem mit Maßnahmen, wie gleichgeschlechtlichen Startplatz-Übertragungen, damit reservierte Startplätze auch wirklich von Frauen besetzt werden. Damit wollen wir bestehende Hemmschwellen weiter abbauen."















