Wer von Hütte zu Hütte durch die Berge unterwegs ist, weiß: intensiver lässt sich die alpine Welt kaum genießen. Es sind die Abende, die Nächte und die Morgenstimmungen, die man so nur „oben“ erleben kann. Zehn einladende Mehrtagestouren, Hüttennächtigung inklusive, im SPORTaktiv-Porträt.

Binnen weniger Minuten wird es ruhig im Hannoverhaus. Immer um knapp nach 16 Uhr. Logisch. Um 16.30 Uhr fährt das letzte Mal die Ankogelbahn talwärts. Und die wollen sie erreichen, all die Besucher, die schnell zum Schauen – und weil die Berg-/Talfahrt mit Kärnten Card inklusive ist, hinauf ins Hochgebirge, auf über 2600 m gondeln. 
Die wenigen Gäste, die jetzt noch da sind, bleiben über Nacht. Meist, um früh am nächsten Morgen aufzubrechen. Entweder Richtung Osten, also Richtung Ankogel. Oder Richtung Westen, Sonnblick und Großglockner vor Augen. Denn das Hannoverhaus ist Etappenziel des Tauernhöhenwegs.

Faszination Hüttentouren
Auf alpinen Hütten zu übernachten, ist historisch insbesondere der Notwendigkeit geschuldet, dass viele Berge an einem Tag nicht zu erreichen waren. Bis heute machen „Schutzhütten“ viele Mehrtagestouren erst möglich. Und sie sind Teil der alpinen „Anderswelt“, die Tagesgästen verborgen bleibt.