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Wandern und Kulinarik: Haubenküche statt Hüttenkost / Bild: Steiermark Tourismus / Harry Schiffer

Wandern und Kulinarik: Haubenküche statt Hüttenkost

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Hat dich der Wanderhunger schon gepackt? Die Kombination „Wandern und Kulinarik“ begeistert immer mehr Bergsportler. Und dementsprechend wächst das Netz an ausgeschilderten „Genusswegen“.


Gebratenes Saiblingsfilet auf Salat-Kräuterhaube mit Kartoffelstampf, Meerrettich-Senfsauce, Rote-Beete-Confit. Oder doch das Dinkelrisotto mit Paznauner Alpenkäse? Oder vielleicht gar die in Zwiebel und Bier geschmorten Rindsbackerl mit Zwiebelpüree?
Klingt nicht nach Hüttenessen – ist es aber. Am 6. Juli wurde nämlich im tirolerischen Paznaun der „Kulinarische Jakobsweg“ eröffnet. Für wahre Genussspechte unter den Wandergästen in dieser Gegend heißt das dann, dass bis zum 21. September auf der Ascherhütte, der Niederelbe Hütte, der Heidelberger Hütte und der Jamtalhütte Köstlichkeiten wie die oben genannten aufgetischt werden. Zusammengestellt und für Hüttenwirte „vorgekocht“ haben diese Gourmetmenüs vier Sterneköche – der Italiener Alfio Ghezzi, der Engländer Russell Brown, der Belgier Giovani Ooosters und der Deutsche Dieter Müller.

KULINARISCHE WANDERWEGE
Diese Idee mit den vier „Genusshütten“ ist aber nur ein (wenn auch extravagantes) Beispiel für eine ganz bestimmte Art des Wanderns, die immer mehr Anklang und Nachahmer findet: Die Symbiose aus Naturerlebnis und kulinarischem Genuss, von Bergsport und Haubenküche hat bereits quer durch Österreich Einzug in die Bergwelt gehalten. Das Erfolgsprinzip ist einfach: Wer erst ordentlich marschiert und Kalorien verbrennt, kann dann auch ohne schlechtes Gewissen schlemmen!Das heißt jetzt nicht, dass die gute alte Rucksackjause, mit Hartwürstel, Eckerlkäs und Vitalweckerl, ausgedient hat. Ganz im Gegenteil: Für viele Bergsportler aller Höhenlagen gehört diese Tradition des Panorama-Picknicks zu einer Bergtour dazu wie die (meist vorangegangene) Eintragung ins Gipfelbuch. Und es ist auch nicht so, dass auf den Berg- und Wanderhütten nun ausschließlich die „Leichtigkeit der Gourmetküche“ Einzug gehalten hätte. Nach wie vor zählen vielerorts Speckknödel, Schweinsbraten und Brettljause noch immer zu den Highlights auf den Speisekarten. Aber neben dieser alteingesessenen Verpflegungsschiene wurde in den letzten Jahren eben auch ein Netz aus „kulinarischen Wanderwegen“ über das ganze Land gelegt.

REGIONALE PRODUKTE
Eigentlich gibt es keine touristische Wanderregion mehr in Österreich, die nicht auf dieses schmackhafte Thema „Wandern und Kulinarik“ aufgesprungen ist. Bloß die Zugänge und Umsetzungen sind verschieden: Setzen die einen eben auch bei der alpinen Genussschiene gleich auf die absoluten Gipfelstürmer, sprich Haubenköche, so bleiben andere zwar bei ihrer Bodenständigkeit, bestücken ausgewählte Touren mit „Schmankerl aus regionalen Topprodukten“ statt mit deftigem Hütten-Fastfood.
Wo auf den Bergen was verkostet und wie genossen werden kann, das lässt sich heutzutage am einfachsten in der virtuellen Welt des Internets abfragen – und auch anschauen. Weil bekanntlich aber auch Lesen Gusto macht, listen wir hier auszugsweise aus den verschiedenen Bundesländern ein paar herausragende Genusstourentipps für kulinarisch empfängliche Wandersleut auf.

QUER DURCHS WANDERLAND

  • Um gleich an den kulinarischen Jakobsweg im Westen anzuschließen: „Bewegung mit Genuss“ heißt die Einladung zur wöchentlichen Kulinarik-Wanderung etwa in Serfaus-Fiss-Ladis, bei der ein köstliches 4-Gänge-Menü in ebenso vielen Gasthäusern erwandert wird.
  • Bei den Kulinarik-Wanderungen durch die Kitzbüheler Alpen kennen die begleitenden Wanderführer nicht nur die schönsten Wege – sie lotsen die Mitwanderer auch zu den besten „Häppchen“, die in den Hütten verkostet werden können.
  • Vier eigens markierte „Genussrouten“ führen durch das Ferienland um Kufstein – mit den Schwerpunkten Käse, Wildkräuter, Schnaps und Wacholder.
  • Etwas ganz Exquisites wird den Gästen von St. Anton am Arlberg kredenzt: Dort findet von 14. bis 17. August das „Gourmetfestival für kunstsinnige Feinschmecker“ statt, bei dem tagsüber gewandert und abends nobel gespeist wird. Höhepunkt: Mit der Gourmetgondel auf den galzig schweben und oben ein 6-Gang-Menü von sechs Starköchen genießen!
  • „Genuss am Berg und auf dem Teller“ steht für für eine Vielzahl von kulinarischen Wanderungen, die den ganzen Sommer über quer durch den Bregenzerwald angeboten werden.
  • Im Salzburgerland ist die „Via Culinaria“ schon seit Jahren eine Marke, unter der ganzjährig sieben „Genusswege“ schmackhaft gemacht werden – für Fischliebhaber, Naschkatzen, Bier- und Schnapsverkoster, Käsegourmets, Fleischtiger – und für Hüttenhocker.
  • „Erntezeit“ ist die ganze Sommersaison über in der kulinarisch tief geprägten Steiermark: Ob „Hirschbirnenwanderweg“, „Schmankerlweg“, „kulinarische Weinbergwanderungen“ oder gar schokoladen-getränkter „Genussweg“ – das „grüne Herz“ ist quer durchmit kulinarischen Wanderwegen überzogen.
  • Der Vollständigkeit halber: Natürlich verstehen es auch die Kärntner, die Ober- und Niederösterreicher bestens, ihre Wandergästen unter verschiedensten Titeln mit den Köstlichkeiten aus dem jeweiligen regionalen „Feinkostladen“ zu verwöhnen.
  • Ja, und selbst das Burgenland setzt eine spezielle Duftmarke: Hier sind die kulinarischen „Bewegungsangebote“ fast ausschließlich mit dem Thema Wein besetzt. Na dann: Prost, Mahlzeit!



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