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Sportliche Jahresplanung 2015: Ziele sind gut, ein Plan noch besser / Bild: Shutterstock

Sportliche Jahresplanung 2016: Ziele sind gut, ein Plan noch besser

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Jetzt stehen drei Hausaufgaben auf dem Sportler- Programm: Ist-Analyse, Soll-Analyse und Terminisierung/Periodisierung. Das kann jede(r) ganz leicht selbst erledigen. Erst dann kommt ein Trainer ins Spiel.


Diesmal erkläre ich euch, nach welchen Kriterien ein strukturierter Jahresplan erstellt wird, der die Grundvoraussetzung für jedes erfolgreiche Sportjahr ist. Diesen Plan könnt ihr alle für euch selbst erstellen, egal, auf welchem Niveau ihr euch befindet. Fix ist: Je strukturierter und konkreter euer Plan ist, desto größer die Chance, dass ihr dann auch durchzieht, was ihr vorhabt. Der Jahresplan wird stufenweise erstellt:

1. IST-ANALYSE
Bei dieser Bilanz über die abgelaufene Saison geht es um Dreierlei:

  • Die trainingsbezogene Ist-Analyse. Fragen, die ihr euch stellen und ehrlich beantworten sollt: Wie habe ichin der letzten Saison trainiert? Bin ich mit meinem Trainingsaufwand zufrieden? Habe ich es überwiegend geschafft, meine Pläne einzuhalten? Dabei macht sich eine möglichst lückenlose Trainingsdokumentation bezahlt. Für Zahlentypen: 250 bis 300 Trainingsstunden sind im reinen Fitnesssport ein sehr guter Wert.
  • Die leistungsbezogene Ist-Analyse. Dabei bringt ihr euren Aufwand mit dem Erreichten in Zusammenhang. Wurden die Trainingsziele erreicht? Wie zufrieden bin ich mit meiner Ausdauer-/Kraft-/Technikleistung? Daraus ergibt sich wiederum eine „Stärken-/Schwächen“-Analyse.
  • Die Wettkampfanalyse. Da werden deine Wettkampfergebnisse noch einmal gesondert ausgewertet.

2. SOLL-ANALYSE
Auch diese Soll-Analyse splittet sich in mehrere Teilbereiche:

  • Was hab ich im kommenden Jahr vor? Will ich mehr, intensiver trainieren, um mehr zu erreichen? Dann ist auf jeden Fall darauf zu achten, dass die Steigerung „step by step“ erfolgt – mehr als 10 Prozent Steigerung im Vergleich zum Vorjahr sind keineswegs sinnvoll.
  • Es folgt die Frage nach der Schwerpunktsetzung. Immer zu empfehlen ist, sich ein „akzentuierteres“ Training vorzunehmen, denn da haben die meisten noch Reserven. Was ist darunter zu verstehen? Wenn locker im Grundlagenbereich trainiert wird, dann heißt das: wirklich locker. Und wenn es intensiv zur Sache geht, dann muss man den inneren Schweinehund auch überwinden – also raus aus der Komfortzone!
  • Analog zur „Ist-Analyse“ werden auch Soll-Vorgaben für Wettkampfleistungen gesetzt. Für Wettkämpfer wichtig: Forciert Schwächen trainieren! Und dazu neue Konzepte erproben, nicht nur Gewohntes intensivieren. Erfolg im Sport ist auch eine Frage des Mutes, des Zutrauens und von wohlüberlegten Experimenten.


3. TERMINISIERUNG UND PERIODISIERUNG
Nehmt einen Jahreskalender zur Hand und tragt eure angestrebten Saisonhöhepunkte am besten in roter, fetter Schrift darauf ein. Von diesen Höhepunkten aus markiert ihr die Wettkampfperioden, in denen ihr unbedingt ausreichend regenerieren müsst; weiters die Vorbereitungsperioden usw. Macht euch also einen übersichtlichen Zeitraster, damit habt ihr einen Überblick über euer Jahr – als Orientierung und Motivation.

DIE GUTEN VORSÄTZEN
Hobbysportler nehmen sich oft viel fürs neue Jahr vor – und scheitern dann an der Umsetzung. In vielen Fällen bereits deshalb, weil sie ein Ziel, aber keine richtige Planung haben, also auch keinen Jahresplan erstellen! Dabei ist das keine Hexerei, wie ihr gerade gelesen habt. Wenn ihr Ist-Analyse, Soll-Analyse und Terminisierung/Periodisierung abgeschlossen habt, dann geht ihr im Idealfall damit zu einem Trainer oder Sportwissenschafter, der eure Jahresplanung überprüft, euch hilft, inhaltliche Schwerpunkte zu setzen und der konkrete Perioden und Wochenpläne erstellt. Dann ist der Grundstein für ein erfolgreiches Sportjahr 2016 endgültig gelegt!


Werner Schwarz SPORTaktiv Sport aktivDER EXPERTE
Mag. Dr. Werner Schwarz (54) ist promovierter Sportwissenschafter und seit vielen Jahren in führenden Positionen im Leistungs- und Breitensport tätig. U. a. Vorstand im Expertenbeirat von „Peeroton“. Im „Brotberuf“ Direktor des Sportgymnasiums Zehnergasse in Wr. Neustadt.



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