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Schlagkräftig: Frischzellenkur für Österreichs Tennis / Bild: Asics

Schlagkräftig: Frischzellenkur für Österreichs Tennis

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Dank sei Dominic Thiem: Der Tennissport ist wieder im Kommen. Das spürt der Verband, das zeigt sich auf den Plätzen des Landes. Aber nicht nur, weil wir endlich wieder ein „Zugpferd“ haben, sondern weil sich dieser komplexe Sport selbst eine Frischzellenkur verpasst hat – und Einsteigern schnellere Erfolgserlebnisse ermöglicht.

Von Klaus Molidor


Ein Lokalaugenschein an einem Dienstagvormittag in einer Tennishalle zeichnet ein falsches Bild: Vornehmlich ältere Herren schwingen da auf den Tennisplätzen die Rackets. Dabei ist der Sport alles andere als in die Jahre gekommen oder gar verstaubt.

Okay, Tennis wird im Großen und Ganzen seit 1877 unverändert gespielt. Mit einer für Unbedarfte durchaus seltsamen Zählweise, auf einem Platz, der überall auf der Welt dieselben Maße hat, auf den immer gleichen Belägen Sand, Rasen, Hartplatz oder Teppich – und trotzdem gelingt es immer noch Spielern, die anderen völlig zu überraschen. Erst kürzlich hat das der Schweizer Roger Federer wieder geschafft: Mit seiner „Sneaky attack by Roger“ klingt das Ganze auch noch jugendlich modern. Zur Erklärung: Hinter dieser „gemeinen Attacke von Roger“ ist Federers extrem frühe Ballannahme beim Aufschlag des Gegners gemeint, mit der er die Szene wieder einmal völlig überrumpelt hat.

STEIGENDE MITGLIEDERZAHLEN
Der Tennissport ist aber auch in Österreich wieder im Kommen. „Gefühlsmäßig auf alle Fälle“, sagt Marion Maruska, die im Österreichischen Tennisverband für die Nachwuchsadministration zuständig ist. Maruska war von 1988 bis 2001 selbst als Profi auf der WTA-Tour unterwegs und im Dezember 1997 die Nummer 50 der Welt.

Die gebürtige Mödlingerin kann ihr gutes Gefühl „pro Tennis“ durchaus mit Fakten untermauern. In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der gemeldeten Tennisspieler in Österreich nämlich wieder um 10.000 auf knapp 180.000 gestiegen. Dazu kommt die mindestens ebenso große „Dunkelziffer“ derer, die ebenfalls mehr oder weniger regelmäßig zum Schläger greifen, aber in keinem Verein gemeldet sind. Er gibt rund 360.000 bis 400.000 Tennisspieler in Österreich – umgerechnet heißt das, dass jeder 20. Österreicher (und Österreicherin) wieder ein Tennisracket schwingt.

„Und das ist echt gut, denn vor etwa 15 Jahren“, sagt Maruska, „sind die Mitgliederzahlen drastisch eingebrochen.“ Das war in der Zeit, als die heimische Gallionsfigur Thomas Muster die Bühne bereits verlassen hatte. Ein „Zugpferd“ braucht es aber, damit der Sport im Gespräch bleibt. „Das ist wirklich unerlässlich. Überhaupt in Zeiten des gesellschaftlichen Wandels und den vielen technischen Spielereien wie Smartphone, iPad und Co.“ Die Bestätigung dieser These liefert aktuell Jungspund Dominic Thiem, der mit seinem Vormarsch in der Weltrangliste auch dafür sorgt, dass der Tennissport wieder ins Bewusstsein der Österreicher rückt.

Das spürt nicht nur der Verband – das spürt auch Thomas Pokorny, Sohn des ehemaligen Daviscuppers und vielfachen Seniorenweltmeisters Peter Pokorny, der in Graz eine Tennishalle betreibt. „Es fangen wieder deutlich mehr Junge mit dem Tennis an als noch vor ein paar Jahren, und sogar erwachsene Anfänger probieren es vermehrt wieder mit dem Tennisracket.“

SPIELEN UND BLEIBEN
Dieser Aufwärtstrend ist aber auch eine Folge der internationalen „play and stay“-Kampagne. Dabei wird der Tennissport Kindern wie auch Erwachsenen auf vereinfachte Weise näher gebracht – heißt: auf kleineren Feldern, mit kleineren Netzen sowie weicheren und dadurch langsameren Bällen. „So haben Anfänger schneller ein Erfolgserlebnis, was den Spaß am Sport natürlich steigert“, sagt Marion Maruska. Sie sollen spielen und beim Tennis bleiben – „play and stay“ eben. Frischen Wind bringen aber auch weitere Initiativen des ÖTV und der Landesverbände, wie zum Beispiel die österreichweiten Schulmeisterschaften oder die Aktion „Ganz Österreich spielt Tennis“, bei der sich die Klubs öffnen und Anfängern wie Fortgeschrittenen den Sport schmackhaft machen. All das hat den Absturz der Mitgliederzahlen nicht nur gebremst, sondern mittlerweile sogar wieder umgedreht.

HANDICAP-WERTUNG
Doch nicht nur beim Umwerben von Neueinsteigern hat sich etwas getan. Durch die Einführung der ITN (der „International Tennis Number“) ist der ITF, dem internationalen Tennisverband, ein großer Wurf gelungen. Diese ITN zeigt, ähnlich dem Handicap im Golf, die jeweilige Spielstärke eines Spielers an. Spieler, die in der Weltrangliste aufscheinen, also Profis sind, haben die ITN Nummer 1. Aber auch jeder Hobbyspieler kann sich eine ITN erkämpfen und dann bei Turnieren und Meisterschaftsspielen, die beim ÖTV registriert sind, ständig verbessern. „Der große Vorteil: Durch die ITN kann jeder vor einem Match schon einschätzen, wie stark der Gegner im Verhältnis zur eigenen Stärke ist“, erklärt Maruska.

Die ITN-Turniere des ÖTV erfreuen sich größter Beliebtheit. „Viele dieser Turniere sind sofort nach Nennstart ausgebucht, es gibt sogar Wartelisten.“ Auch ein großes Plus dieser „Handicap“-Regelung: Durch die Einteilung in verschiedene Kategorien wird verhindert, dass ein starker Meisterschaftsspieler auf einen nur leicht fortgeschrittenen Spieler treffen kann – was für beide Seiten sinnlos wäre. Zahlreiche Vereine teilen auch ihre Clubmeisterschaften bereits in zwei Kategorien ein – etwas bis ITN 6 und über ITN 6.

ALL INKLUSIVE-SPORT
Dass es eine solide Basis an sportlichen engagierten Hobbytennisspielern in Österreich gibt, zeigt auch die Zahl von derzeit exakt 11.369 Mannschaften, die an Meisterschaften (von der Staatsliga bis zur 3. Klasse) teilnehmen. Für Marion Maruska und Thomas Pokorny in Zeiten der Bekenntnis zu mehr Fitness keine Überraschung. Denn Tennis ist ein wunderbarer Sport, bei dem Athletik, aber auch Technik und Taktik, Körper und Geist gefordert sind“, sagen beide unisono. Man kann es auch so sagen: Tennis ist fordernd, ästhetisch, zeitlos – und alles andere als verstaubt ...

Tennis in Österreich als Breitensport

Rund 400.000 Menschen spielen in Österreich zumindest gelegentlich Tennis. Die Förderung des Breitensports ist daher eine der wichtigsten Aufgaben des ÖTV, um damit den Tennissport für Kinder, Jugendliche und Erwachsene attraktiv zu machen und Österreichs Vereinen zu helfen, neue Mitglieder zu bekommen. Dazu dienen u. a. GÖST (Ganz Österreich spielt Tennis), Die Aktion „Österreichischer Clubmeister“, Schultennis-Aktionen, Club-Coachings, Spielangebote für Hobby Spieler (ITN-Turniere) etc.

Das ÖTV-Breitensportreferat dient als Koordinationsstelle, um gemeinsam mit den Landesverbänden österreichweite Projekte abzuwickeln - mit dem Ziel, Tennis als gesunde Bewegungssportart allen Bevölkerungsschichten nahe zu bringen und die Vereine bei ihren Aufgaben zu unterstützen.

Der schnellste Weg zum Tennissport

Das ist der Österreichische Tennisverband (ÖTV)Österreichischer Tennisverband (ÖTV)
Gründungsjahr:1902
Vereine:mehr als 1.600
Mitglieder:
  • ca. 170.000, davon fast 69.000 Meisterschaftsspieler/-innen in mehr als 11.300 Mannschaften.
  • Allg. Klasse (19-34 Jahre): 14.966
  • Senioren (über 35): 38.435
  • Jugend (18 und jünger) 15.478.
Turniere:

450 ÖTV-Turniere (allg. Klasse 86, Senioren 49, Jugend 204, Kids 111.

Trainer:

mehr als 3.000 geprüfte Tennis-Lehrer/Trainer/Instruktoren

Präsident:Kons. Robert Groß
Geschäftsführer:Mag. Thomas Hammerl
Verbandsadresse:

2334 Vösendorf-Süd, Eisgrubengasse 2–6/2;

Bürozeiten: Mo.–Do. 9:00 bis 16:00 Uhr, Fr. 9:00 bis 13:00 Uhr

Kontakt:

Telefon: 01 865 45 06
E-Mail: info@oetv.at

www.oetv.at



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