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Günstig Skifahren in Österreich: Der Hausberg ist wieder in / Bild: Grebenzen / Murtal / Tom Lamm

Günstig Skifahren in Österreich: Der Hausberg ist wieder in!

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Ein Skiurlaub ist auch eine Kostenfrage – gerade für Familien oder die jüngere Zielgruppe. Um Twens auf die Piste zu locken, bieten manche Skigebiete im Osten Österreichs seit Kurzem günstige Konditionen für junge Erwachsene an. Doch generell gilt: Skifahren am Hausberg hat viele Vorzüge und ist vor allem eines: leistbar!

Von Sonja Burger


Um Österreichs Ski-Asse wie Nicole Schmidhofer live zu erleben, muss man als Ostösterreicher nicht weit fahren – aber früh aufstehen! Denn wenn die ÖSV-Damen auf der Grebenzen im steirischen St. Lambrecht trainieren, stehen sie schon um 7 Uhr auf der Skipiste, noch bevor alle anderen starten. Mit ein bisschen Glück trifft man die Steirerin im Anschluss beim Frühstückskaffee. Beim Training im Skigebiet Grebenzen dürfte sich die 27-Jährige mit dem frechen Kurzhaarschnitt sehr daheim fühlen – ist sie doch in Schönberg im Lachtal, in unmittelbarer Nachbarschaft, aufgewachsen.

Grebenzen und Lachtal zählen zu den „8 Murtaler Skibergen", allesamt eher kleine Skigebiete. Eine große Skischaukel sucht man hier zwar vergeblich, kommt mit dem „Murtal Skipass" aber trotzdem auf seine Kosten. Ab vier Tagen kann man mit einer Mehrtageskarte alle acht Skigebiete nutzen. Heute das Lachtal erkunden, morgen auf die Grebenzen und dann noch auf den Präbichl: Schon ist ein verlängertes Wochenende bis zur letzten Abfahrt optimal genutzt.

ZEIT, ABER WENIG GELD
Der klassische „Hausberg" steht nach einem Dornröschenschlaf vor einem Imagewandel. Die Gründe dafür sind vielfältig. Zeit und Geld sind wichtige Faktoren. Statt eines langen Skiurlaubs in einem eher weit entfernten Skigebiet ist ein Trend hin zu kürzeren Wochenendtrips in nahe Skigebiete spürbar. Gerade für die Jungen ist ein langes Skiwochenende eine willkommene Abwechslung und kommt günstiger. Zeitlich und örtlich sind sie flexibler als Familien und können leichter spontan wegfahren.

In der Lebenswelt der Twens stehen Ausbildung, Studium und Berufseinstieg an erster Stelle. Geld ist nicht unbedingt im Überfluss vorhanden, was einen sparsameren Lebensstil verlangt. Hinzu kommt, dass sie dem Alter der Vergünstigungen für Jugendliche bereits entwachsen sind, aber auch (noch) keine Familienrabatte mangels eigener Kinder beanspruchen können. Lange Skiurlaube in großen Skigebieten werden mit einem Blick auf die Kosten häufig nicht in Betracht gezogen.

Die Ski müssen dennoch nicht am Dachboden oder im Keller verstauben. Denn etliche kleine Skigebiete im Osten Österreichs haben das Problem erkannt – und reagiert. Neuerdings gibt es etwa in der steirischen Skiregion Murtal oder der Skiregion Ostalpen in Niederösterreich einen neuen Tarif, der die Vergünstigungen von Jugendlichen bis deutlich über 20 verlängert.

FOKUS AUF DIE JUNGEN
In der Skiregion Ostalpen wurde der Tarif „U25", und im Murtal der „U28" für Skipässe jeder Kategorie eingeführt. Wie begeistert das Angebot angenommen wird, hat Karl Schmidhofer, Geschäftsführer des Skigebiets Grebenzen und Tourismusobmann der Region Murtal, beeindruckt und in seiner Entscheidung bestärkt. Erst im Vorjahr hatte der Tourismus-Profi das vor dem „Aus" stehende Skigebiet übernommen. Noch in der ersten Saison führte er – probeweise – den neuen Tarif ein und setzte damit ganz bewusst auf die Gruppe der Jungen.

„Schon letztes Jahr haben wir in dem Segment unter 28 Jahre eine Verdopplung der Gästezahlen verbucht. Unser Alleinstellungsmerkmal lautet ja auch: gut und günstig Ski fahren!", betont Schmidhofer. Der erfolgreiche Probelauf von „U28" hat ihn motiviert, den Kurs beizubehalten.

Was zieht aber nun nicht nur Familien, sondern neuerdings auch Junge ins nahe, kleine Skigebiet statt in die touristischen Hotspots in West­österreich? So mancher denkt ja bei Lachtal oder Mönichkirchen eher an Familien-Skiurlaub – aus gutem Grund. Kleine Skigebiete sind oft nicht nur wesentlich günstiger, sondern auch überschaubar und eher ruhig. Der Punkt ist: Wem der Sinn nach Après-Ski, schicken Hotels und trendigen Almhütten steht, den zieht es ohnehin in die großen Skigebiete. Für diese Art Skiurlauber sind kleine Skigebiete keine Alternative.

Sportlich ambitionierte Skifahrer kommen aber auch in der Steiermark oder in Niederösterreich – oder anderswo im Land in einem kleinen Skigebiet – auf ihre Kosten. Entweder weil für einen Kurztrip das vorhandene Angebot an Pistenkilometern völlig ausreicht oder man bei einem längeren Aufenthalt mitunter von der Kooperation zwischen mehreren Skigebieten, wie im Murtal, profitiert.

Günstige Skipässe allein sind aber noch nicht Anreiz genug. Skiurlauber mit kleinem Budget wünschen sich auch abseits der touristischen Hotspots gut präparierte Pisten, moderate Preise bei Verpflegung und Quartieren sowie Dienstleister vor Ort wie Skischulen und Skiverleih. Skifahren muss eben nicht teuer sein, um Spaß zu machen. Für die jungen Urlauber, die ins Murtal kommen, bietet das Gebiet zudem ausreichend Abwechslung. Nach dem Skitag ins Kino, oder essen gehen – ist der Skipass entsprechend günstig, bleibt dafür noch etwas übrig. Gerade dann, wenn es „nur" für ein verlängertes Wochenende ist.

Winterurlaub in St. Lambrecht / Bild: Naturpark Zirbitzkogel Grebenzen

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SCHNELL MAL AUF DIE PISTE
Nähe und Erreichbarkeit spielen somit eine immer größere Rolle. Dass man etwa von der Bundeshauptstadt Wien aus in ein bis zwei Stunden gleich mehrere Skigebiete per Auto und Bahn erreicht, verbuchen kleine Skigebiete wie Mönichkirchen oder St. Corona am Wechsel in Niederösterreich zunehmend als Plus. Passt die Schneelage, steht dem spontanen Skivergnügen nichts mehr im Wege.

Auch in Niederösterreich erkannte man nun das Potenzial bei den Twens. Seit heuer bietet die „Ostalpen-Card", womit man mit einer Saisonkarte mehr als 20 Skigebiete in Niederösterreich und der Steiermark nutzen kann, einen „U25-Tarif". Junge Menschen bis 25 zahlen damit weiterhin nur den Jugendtarif und können so mehr als 200 Pistenkilometer auskosten. Für Besitzer der „NÖ-Card" gibt es heuer auch eine Neuerung, da sie damit zu einer um 44 Prozent vergünstigten Saisonkarte kommen, mit der sie vier Skigebiete (Annaberger Lifte, Gemeindealpe Mitterbach, Mariazeller Bürgeralpe und Schneeberg- Sesselbahn) befahren können. Stimmt der Preis, bleiben nicht nur Junge immer öfter in der Nähe, sondern traditionsgemäß auch Familien.

DIE VIELFAHRER
Für Markus Redl, seit 2011 Geschäftsführer der Niederösterreichischen Bergbahnen-Beteiligungsgesellschaft, sind aus Sicht der Skigebiete auch jene Gäste besonders interessant, die man als „Viel-Skifahrer" bezeichnen könnte. Ihnen ist ein langer Skiurlaub pro Saison nicht genug. Sie wollen möglichst oft auf den Berg. „Die Ostalpen-Card wird zu rund 50 Prozent von Personen genutzt, die Mitglied eines Landesskiverbandes sind. Von der anderen Hälfte haben sehr viele in einem der Skigebiete einen Zweitwohnsitz und können mit dieser Karte viele andere Skigebiete der Umgebung nutzen", erklärt Redl. Nicht ohne Grund zählen Viel-Skifahrer jeden Alters dort zur wichtigsten Zielgruppe.

Eine breite Palette an verschiedenen Familientarifen bietet für jedes Budget das Passende. Damit trägt man nicht nur der Tatsache Rechnung, dass ein Skiurlaub für Mehrkindfamilien eine besondere finanzielle Belastung ist, sondern auch der geänderten Familiensituation im Allgemeinen. Spezielle Konditionen erhalten bei der Ostalpen-Card übrigens auch Sportler mit Behinderung und ihre Begleitperson.

KLEINER ANFANG, HOCH HINAUS?
Wer zwar aufs Geld schauen muss, sich selbst oder der Familie aber trotzdem den Skispaß ermöglichen will, tut somit gut daran, zu vergleichen: Neben erschwinglichen Preisen für den Skipass findet man in Skigebieten fernab des Mainstreams preiswerte Quartiere und leistbare Berghütten. Kleine wie Große, Anfänger, Wiedereinsteiger und selbst Profis kommen somit auf so manchem „Hausberg", wie etwa der Grebenzen, auf ihre Kosten. Und wer weiß: Vielleicht sind die Kleinen von heute, die sich von Nici Schmidhofer & Co. ein Autogramm holen, ja die Skistars von morgen. Skiurlaube in Kitzbühel oder St. Anton sind dafür nicht nötig. Grebenzen oder Annaberg tun es auch – und bieten für jede Geldbörse ein erschwingliches Pistenvergnügen.


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