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Ab in die Wellen / Bild: Socia Tourismus

Kajak - Voll in der Welle

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Bestimmt sind wir nicht die Einzigen, die in diesem Sommer öfter von einem kühlenden Bad in einem Gebirgsbach geträumt haben. Für alle, die in den vergangenen Wochen schwitzten wie die Palmesel, könnte diese Story ein echter Muntermacher sein: Wir wollen euch nämlich ermuntern, einen echt erfrischenden Sport auszuprobieren – das Kajakfahren, bei dem gerade zu Beginn das gelegentliche Bad im kalten Flusswasser einfach dazugehört.

„Was, Kajak? Schaut ja geil aus, ist aber doch zu schwierig und vor allem zu gefährlich“, werden manche abwinken. Aber wenn man die Sache vernünftig angeht, stimmt das aber ganz und gar nicht, weiß unsere Expertin, die frühere Vierfachweltmeisterin Uschi Profanter: „Unfälle passieren meist erfahrenen Sportlern, die auf der Suche nach dem Kick viel riskieren. Einsteiger, die sich bei einem Kurs die Grundlagen holen, sind dagegen praktisch nicht gefährdet. Sogar für Kinder ist der Kajaksport sehr gut geeignet.“

DER START ERFOLGT IN EINER KAJAKSCHULE
Der Einstieg ins Kajaken muss in jedem Fall über einen professionellen Schulbetrieb erfolgen – wie ihn unsere Expertin auch betreibt. Denn Experimente auf eigene Faust wären sogar im flachen Wasser zu gefährlich – und im Wildwasser würde überhaupt Gefahr für Leib und Leben herrschen. Nicht nur, weil so ein Boot leicht kippen kann und der Insasse auch kopf­über unter Wasser das Aussteigen sicher beherrschen muss, sondern auch, weil es gar nicht so einfach ist, im „wilden Wasser“ wieder an Land zurückzugelangen, wenn man gewisse Tricks nicht kennt.
Diese Kniffe werden Anfängern deshalb auch in den ersten Unterrichtsstunden auf einem See oder einem ruhigen Flussabschnitt beigebracht. Was man an Fertigkeiten mitbringen muss: „Gut schwimmen können, nicht wasserscheu sein und ein bisschen Mut haben. Alles andere ist vorläufig nicht so wichtig“, erklärt Uschi Profanter. Wer sich beim Faktor Mut nicht sicher ist: Der Elchtest ist das „Umfallenlassen“, das schon nach ein, zwei Unterrichtsstunden ausprobiert wird. Wer die Übung meistert, darf bereits ein bisserl stolz sein und zuversichtlich auf seine weitere Karriere als Hobbykajak­sportler vorausschauen.
Bevor es aber so weit ist, geht es einmal mit den Basics los: Einsteigen (ist gar nicht so einfach, wie es klingt); dem Ausprobieren, wie stabil so ein Boot im Wasser liegt; erlernen, wie man eine Spritzdecke korrekt anlegt.
Dann geht es ans Lernen der Grundschläge – die Bewegungen kommen nicht aus den Armen, sondern aus dem Oberkörper. Den Kajakneulingen wird gezeigt, wie sie das Boot steuern und wie sie stehen bleiben können. Klar, Gleichgewicht und Geschicklichkeit sind vom Start weg gefordert, im Fortgeschrittenenstadium müssen Kajaksportler (vor allem im Wildwasser) dann auch über ein gutes Reak­tionsvermögen verfügen. „Kraft und Kondition kommen, wenn man regelmäßig fährt und sich an immer schwierigere Abschnitte heranwagt, eigentlich von selbst.“

ALLE KÖNNEN ES LERNEN
Ein bisschen ist es im Kajaksport wie beim Skifahren: Am leichtesten erlernt man die Technik als Kind. Manche erwachsene Anfänger stellen sich trotzdem sehr geschickt an, andere brauchen länger – aber dass jemand, der die erwähnten Grund­voraussetzun­gen mitbringt, den Sport gar nicht erlernt, das hat Uschi Profanter noch nie erlebt. Im Schnitt kann man mit drei bis vier Unterrichtsstunden im flachen Wasser und acht bis neun Stunden im leichten Wildwasser rechnen, um danach selbstständig weiter an der Technik zu feilen.
Wer so weit gekommen ist, für den ist dann auch eine eigene Ausrüstung (Einsteiger leihen sich das Material bei den Schulen aus) interessant: Ab ca. € 1.400,– bekommt man eine vollständige Ausrüstung, bestehend aus Neoprenanzug, Schwimmweste, Boot, Paddel und Kajakhelm. Beim Boot sollten weniger Geübte auf Stabilität achten und z. B. die beliebten „Rodeoboote“ vorläufig nur Könnern überlassen. Eine Beratung im spezialisierten Fachhandel ist Einsteigern dringend angeraten. Wer auf das Fachwissen durch erfahrene Kajaksportler zurückgreifen kann, der kann auch im Internet auf Schnäppchenjagd gehen. Gebrauchte Boote werden in Foren (z. B. auf www.kajak.at) oft günstig angeboten.
Bleibt noch die Sache mit der „Eskimo­rolle“: „Diese technisch schwierige Form des Rettens nach dem Umkippen ist für Neulinge keineswegs Pflicht“, sagt Uschi Profanter. Wer langfristig beim Kajakfahren bleiben will, der lernt die Rolle sowieso.Nach etwa neun, zehn Unterrichtsstunden kann man mit dem Üben beginnen.

 

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