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Die italienische Outdoor-Marke fordert eine neue Generation von Konsumenten dazu auf, Absicht über Konsum zu stellen: mittels eines Manifest-Film, wöchentlicher Geschichten von Athleten, durch einen UGC-Wettbewerb, bei dem die Inhalte von den Teilnehmern selbst erstellt werden, und mit 80 Einzelhandelspartner.
FONZASO, 15. OKTOBER 2026 //
Heute startet die italienische Outdoor-Marke Karpos mit dem Slogan „Diese Jacke ist nutzlos.“ ihre bisher provokanteste Kampagne für die neue Herbst/Winter 2026-Kollektion. Basierend auf der irritierenden Aussage „Diese Jacke ist nutzlos. Bis du dich entscheidest hinauszugehen.“, fordert die Kampagne eine Generation von Konsumenten heraus, die - so schätzt Karpos zumindest deren aktuelle Lebenssituation ein - im Ausrüstungswahn ertrinkt und gleichzeitig begierig nach Bewegung ist.
Diese Erkenntnis ist offensichtlich: Für eine neue Generation von Outdoor-Konsumenten bedeutet Freiheit nicht mehr, verschiedene Optionen zu haben. Es gibt davon bereits viel zu viele. Ein stetig zunehmendes Angebot an Optionen führt zu Angst, die falsche Auswahl zu treffen, und zusätzlich verleitet das immense digitale Angebot zu Passivität. Karpos möchte der Auslöser sein, der diesen Kreislauf durchbricht – nicht nur eine weitere Marke, die den Menschen sagt, was sie kaufen sollen, sondern eine Marke, die sie dazu auffordert, tatsächlich hinaus in die Natur zu gehen.
Für Karpos bedeutet dies keinen Kurswechsel. Die Marke wurde mit der Überzeugung gegründet, dass Freiheit durch Bewegung verwirklicht wird, und seither ist „Free to keep going“ ihr Leitspruch. Die Saison Herbst/Winter 2026 verdeutlicht dieses Mantra und verwandelt es in eine provokante Einladung.
„Wir wollten eine Kampagne, die die Menschen daran erinnert, warum sie überhaupt bei uns einkaufen: Nicht, um eine Jacke zu besitzen, sondern um sie zu nutzen. Freiheit ist keine Kaufhandlung. Es ist eine persönliche Entscheidung.“
In der Kampagne geht es nicht um ein bestimmtes Jacken-Modell. Es geht um die bewusste Entscheidung, überhaupt eine Jacke zu benutzen. Irgendeine Jacke. Irgendein Paar Bergstiefel. Irgendeinen Rucksack.
Es ist eine ungewöhnliche Botschaft für eine Outdoor-Marke, da sie gegen genau das argumentiert, was ihre eigene Branche verkauft. Karpos' Kommunikation ist ganz bewusst gewählt. Freiheit ist nichts, was mit einer Jacke geliefert wird. Es kommt auf die innere Haltung an: Auf das drängende Bedürfnis und die persönliche Entscheidung, nach draußen in die Natur zu gehen.
„Wir bringen keine Jacke auf den Markt. Wir stellen eine Frage – an uns selbst, an die Branche, an die Menschen, die unsere Produkte kaufen. Freiheit kann man nicht kaufen und keine Jacke hat die Entscheidung dafür jemals für irgendjemanden getroffen. Wir wollten das laut aussprechen – auch wenn wir unseren Lebensunterhalt mit der Entwicklung und Fertigung von Jacken verdienen.“
Warum jetzt?
Die Kampagne startet in einer Zeit, in der viele Verbraucher mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen haben, und daher möchte Karpos zu bewussten anstatt impulsiven Käufen anregen. Karpos reagiert darauf, indem es den entgegengesetzten Weg einschlägt und eine Kampagne entwickelt, die die Entscheidung für die Nutzung von Ausrüstung feiert, nicht aber den simplen Drang, sie zu erwerben.
Das Manifest endet mit einer einzigen Frage, die der Berg an jeden stellt: „Kommst du mit?“
Diese Jacke ist nutzlos!
Mehr Informationen gibt es unter: www.karpos-outdoor.com/useless





