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Russia Coast to Coast, Tag 18: Wolfgang Fasching über Teamgeist / Bild: Gregor Hartl

Russia Coast to Coast, Tag 18: Wolfgang Fasching über Teamgeist

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„Ich bin nur der, der mit dem Rad fährt", spricht Wolfgang Fasching von seinen abenteuerlichen Extremsituationen beim „Russia Coast to Coast", dann tut er das nur redlich selten in der „Ich-Form". „Mir geht's darum, zu sagen: WIR haben das geschafft. Nicht ich. Weil es anders nicht geht. Jeder trägt seine Leistung dazu bei", sagt Wolfgang Fasching, während er unermüdlich in die Pedale tritt (was zweifelsfrei der härteste Job ist in der rasenden Karawane zwischen Asien und Europa). Jede Nacht, in der der Motivationskünstler nach Mörderetappen von bis zu 500 Kilometern für ein kurzes Schläfchen vom Rad steigt, spricht er allen Teammitgliedern mit einem Lächeln ein herzliches Danke aus. Seinen Sturz vom Freitag, als ihm ein Autofahrer den Vorrang genommen hatte, steckte der bald 47-Jährige gut weg. Mehr als 8200 Kilometer in 18 Tagen haben Fasching und seine 15 Wegbegleiter in fünf Autos mittlerweile hinter sich gebracht. Ein kunterbunter Haufen, den Fasching Großteils erst kurz vor dem Start kennengelernt hatte, schloss sich zu einem Team zusammen – und gibt Vollgas. Heute galt es für die Mannschaft zu meistern: die Nacht schlafend im Auto zu verbringen, eine improvisierte Radreparatur ohne den abwesenden Mechaniker, drei kurze Umwege nach falscher Navigation, ein offizieller Empfang in der Region Tartastan, Kommunikation und Motivation für Wolfgang Fasching auf den erneut schlechten und sehr hügeligen Wegen.


Ein Drittel Körper, ein Drittel Kopf, ein Drittel Team – das macht den Erfolg für Fasching auf der Ultralangstrecke aus. „Die Leistung vollbringe ich nicht alleine, das geht nur im Team. Jeder ist ein Teil davon. Ich bin nur der, der mit dem Rad fährt", sagt Fasching. Ärzte, Physiotherapeut, Organisatoren, Koch, Mechaniker, Chauffeure, Troubleshooter, Medienleute ziehen an einem Strang. Erfahrung in der Betreuung eines solchen Projekts brachte keine Hand voll Teammitglieder mit.

NEUE DIMENSIONEN
Fasching ist sportlich gesehen in unvorstellbaren Dimensionen unterwegs, doch menschlich ist er nahbar wie die Mama auf dem Mittagstisch, der beste Freund beim Fortgehen und der Arbeitskollege im Büro. „Viele sagen: So ein Projekt muss man alleine durchziehen. Das geht aber nicht. Du vereinsamst und verarmst da vorne auf dem Rad ohne Kommunikation." Fasching hört x-mal die sich ständig wiederholenden Lieder von Bruce Springsteen, um nicht vor Langeweile in ein Motivationsloch zu fallen. Er will gute Gespräche, lauscht positiven Grußworten – und mag Spaß haben, wie auf dem Youtube-Video von Helene Fischers „Atemlos durch die Nacht". Physiotherapeut Dimitri Wojakow verbringt den halben Tag im Begleitfahrzeug. Die Kommunikation stellt den 25-Jährigen vor eine Herausforderung. „Das ist das Wichtigste für Wolfgang. Körperlich leidet er sehr viel, aber das ist nicht der limitierende Faktor. Wenn es scheitert, dann an motivierenden Worten und Gesprächen. Das ist schwierig zu erlernen für mich", erzählt Dimitri offen.

RAAM-SIEGER STRASSER ALS MOTIVATOR
Auch für den aktuellen Race-Across-America-Sieger Christoph Strasser wirken aufmunternde Kommunikation und mentale Unterstützung als größter Treibstoff. Der Steirer ließ Fasching über seine Medienbetreuer aufbauende und unterhaltende E-Mails zukommen. Strasser zieht vor seinem Vorbild den Hut: „Mich fasziniert, dass es Wolfgang schafft, mit einem Team, das zum Teil aus Russland stammt, das er zu einem Großteil nicht kannte und das so gut wie keine Erfahrung mitbringt, seine Fahrt so durchzuziehen. Ich hätte ohne mein eingespieltes Stammteam eine Unsicherheit beim Fahren", sagt Strasser. Fasching freuen Strassers Worte. Und er gibt Einblick: „Wenn es leicht geht und dahinrollt, brauchst du eh keine mentale Hilfe. Doch wenn es schwierig wird, brauche ich Unterstützung. Das ist das Um und Auf. Das braucht Gefühl. Da muss auch die Chemie passen." Mehr als vier Fünftel hat das Team hinter sich –unter Hochspannung und mit Spaß fährt der Tross dem gemeinsamen Ziel entgegen. Die einen im Auto – der eine am Rad. Noch 1800 Kilometer fehlen.

Weitere Infos zum 'Russia Coast to Coast' und Wolfgang Fasching findest du auf www.fasching.co.at


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