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dran Metabolic Balance

Was ist dran an „Metabolic Balance“?

Artikel vom:

Wolf Funfack ist der Erfinder des Shootingstars unter den Diätangeboten. Obwohl – laut Funfack ist Metabolic Balance keine neue Diät, sondern „ein ganzheitliches, individuell zugeschnittenes Stoffwechselprogramm“. Es habe einen harmonischen Ablauf aller Körperfunktionen zur Folge, wirke sich günstig auf Migräne und verschiedenste Allergien aus und bringe den ganzen Hormonhaushalt in Ordnung. Dass Übergewichtige damit auch abnehmen würden, bezeichnet der Erfinder schlichtweg als „Nebeneffekt“.


Unbestritten ist: Wirtschaftlich hat Funfack damit einen vollen Erfolg gelandet! Pro Monat kommen etwa 10.000 neue Kunden auf den Geschmack, die immerhin zwischen 300 und 439 Euro hinblättern. Weltweit wurden nach eigenen Angaben Lizenzen in mehr als 30 Ländern verkauft und mit bald neun ­Diät- und Kochbuchbestsellern ist man auch auf dem Buchmarkt präsent.
Mit Schauspielerin Katerina Jacob, allen bekannt aus dem „Bullen von Tölz“, hat Metabolic Balance auch eine sympathische Werbeträgerin, die in acht Wochen 14 Kilogramm abgenommen hat. Und weil wir gerade auf der Promischiene sind: In Österreich ist Dancing Star Tini Kainrath mit Metabolic in 4 Monaten um 22 Kilo leichter geworden ...


Klar sorgen derart plakative Ergebnisse für Aufsehen und machen neugierig, warum und wie Metabolic Balance funktioniert. In kurzen Zügen: Die Eckpfeiler der Wunderdiät, von der zurzeit so viele schwärmen, sind
a) ein geheimnisvoller Bluttest und
b) ein vom Computer erstellter Ernährungsplan. Die dazugehörige Erkenntnis des „Erfinders“ Funfack lautet: „Mit einem individuellen Bluttest wird ermittelt, welche Vitamine, Mineralien und Elektrolyte dem Körper für einen optimalen Stoffwechsel fehlen. Und nach dieser Erkenntnis gilt es, bestimmte Nahrungsmittel zu meiden oder zu bevorzugen.“

 

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DIE VIER PHASEN

Grundsätzlich durchläuft man bei Metabolic Balance vier Phasen:
• Die erste Phase dauert zwei Tage und dient ausschließlich der Entschlackung.
• Danach beginnt die sogenannte strenge Phase: Anhand der 36 ermittelten Blutwerte erstellt ein Computer individuell für jeden Metabolic-Anwender ­einen ausgewogenen Ernährungs­plan. Wobei die Nahrungsmittel nicht nach Kaloriengehalt oder Anteil von Fett, ­Eiweiß und Kohlenhydraten ausgesucht werden – es geht einzig um die Auswirkung des Nahrungsmittels auf den ­persönlichen Hormonhaushalt. Dadurch wird der gesunde Stoffwechsel angeregt und eine natürliche Insulinausschüttung gefördert.
Mindestens zwei Wochen lang sollten sich die Kunden an diesen Diätplan halten – der zum Beispiel so ausschauen kann: morgens 200 g Naturjoghurt und einen Apfel, mittags 125 Gramm Geflügel mit 130 Gramm Spinat, abends exakt 135 Gramm Pangasiusfilet und 140 Gramm Fenchel.
• In der folgenden gelockerten Umstellungsphase bleiben die Portionen genauso klein, aber einmal pro Woche sind „Schummelmahlzeiten“ (eine Sachertorte zum Beispiel) erlaubt.
• In der vierten und letzten Phase, der sogenannten Erhaltungsphase, ist wieder fast alles erlaubt. „Denn durch die vorangegangenen Phasen“, so erklärt es Funfack, „ist das Essen im Einklang mit dem Körper wieder erlernt worden.“


Der Metabolicberater

Einer, der einen genauen Blick hinter die Kulissen geworfen hat, ist Ernährungswissenschafter Martin Wirth, Co-Geschäftsführer von Injoy Graz-Süd. Er hat sich vor drei Jahren zum Metabolic-Balance-Berater ausbilden lassen und bietet das Programm nun in seinem Fitnesscenter in Graz an. Zwar hätte er sich bei der dreitägigen Schulung mehr Hintergrundwissen erwartet, von der Grundidee ist er aber durchaus überzeugt. Schließlich konnte er am eigenen Körper erfahren, dass die Methode wirkt: Martin Wirth litt an allergischem Asthma – „durch das Metabolic-Stoffwechselprogramm wurde ich innerhalb von sechs Wochen beschwerdefrei! Und meine Schwester auch: Sie hatte eine Pollenallergie. Dank Metabolic Balance kann sie nun wieder unbeschwert über eine blühende Wiese gehen.“


In den letzten drei Jahren haben bei Injoy Süd in Graz 350 Kunden mit Metabolic Balance abgenommen. „Die ­Interessenten sind im Durchschnitt gar nicht stark übergewichtig“, weiß Wirth, der als positiv vermerkt, dass sich die Kandidaten durchwegs gut fühlen, keinen Heißhunger entwickeln und demnach auch nicht schlecht gelaunt sind.


„Ich hab auch einen 190-kg-Mann im Programm gehabt, der in 6 Wochen sage und schreibe 60 kg abgespeckt hat.“ Wie das geht? Martin Wirth erklärt es relativ einfach: „Die dauerhafte Umstellung des Körpers auf die passende gesunde und ausgewogene Ernährung beugt, vor allem in Kombination mit angemessener Bewegung, langfristig den bekannten Zivilisationskrankheiten vor. Die Wiederherstellung des natürlichen Ernährungsgleichgewichts bewirkt auch die Wiederherstellung des natürlichen Körper(gleich)gewichts.“

 

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