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Gedanken vom Sportpsychologen: Schutzfaktor Optimismus / Bild: iStock / kasahasa

Gedanken vom Sportpsychologen: Schutzfaktor Optimismus

Artikel vom:

Welche Erwartungshaltung habe ich? ­Hoffe ich auf einen Erfolg oder treibt mich die Furcht vor Misserfolg an?

Von MMag. Dr. Peter Gurmann


Sportler mit einem hohen ­„Hoffen auf Erfolg"-Wert sehen Drucksituatio­nen als Herausforderung. Sie sind überzeugt, realistische Ziele erreichen zu können. Athleten mit einem hohen „Furcht vor Misserfolg"-Wert werden hauptsächlich von ihrer Angst zu versagen motiviert. Im Grunde glauben sie nicht an ihren Erfolg und fühlen sich nicht genügend vorbereitet.

Für außerordentliche Leistungen braucht es beides, wobei die Erfolgszuversichtlichkeit stärker ausgeprägt sein sollte als die Misserfolgsängstlichkeit.

Als Sportler sollten wir immer an eine Chance glauben, gerade das macht ja einen Sportler aus. Und wenn wir verlieren? Dann haben wir gelernt. Diese optimistische Grundhaltung erfordert den Mut zu scheitern und einen großzügigen Umgang mit Fehlern.

Dazu eine kleine Geschichte: Stephan Eberharter stieg auf wie ein Komet. Ohne im Ski-Weltcup je einen Sieg eingefahren zu haben, kürte er sich mit 21 Jahren zum Doppelweltmeister. In den folgenden Jahren verlief die Karrierekurve steil nach unten, er flog sogar aus dem Weltcupkader. In der Saison 2001/02, zehn Jahre nach dem Doppelweltmeistertitel, holte er sich mit zehn Rennsiegen überlegen den Gesamtweltcup, den Abfahrts- und Super-G-Weltcup ...

Durststrecken kennen wir alle, die Kunst dabei ist es, trotz aller Widrigkeiten motiviert zu bleiben und das Beste zu erwarten. Positive innere Zwiegespräche unterstützen uns am Weg: „Am Ende setze ich mich durch ..."


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