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Up to date für das Bikejahr 2015: Da rollt was auf uns zu

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Größer, bunter, innovativer, spektakulärer. Die Eurobike 2014, größte Fahrradmesse der Welt, war plakatives Sinnbild dessen, worauf sich die immer größer werdende Zweirad-Community im neuen Jahr freuen darf. Ob schnittige Rennmaschinen, robuste E-Mountainbikes oder urbane Hingucker – mit unserem Streifzug durch die Eurobike-Hallen seid ihr jetzt schon up to date für 2015!


Wenn sich an vier Tagen 70.000 hochinteressierte Besucher aus 111 Ländern durch 14 Messehallen schieben, sich 1.850 Journalisten aus 46 Nationen die Neuheiten von 1.320 Herstellern aus allen Kontinenten notieren – dann beweist diese kleine Zahlenspielerei zum einen, welcher gigantische Hype weiterhin rund ums Fahrrad herrscht. Zum zweiten erklärt diese geballte Präsenz auch von selbst, warum jeder Report von der Eurobike nur ein kurzer Streifzug sein kann – aber informativ genug, um der vielschichtigen Bikecommunity zumindest mitzuteilen, wohin die (Rad-)Reise im neuen Jahr geht.

MOUNTAINBIKES: ECHT FETT IM GESCHÄFT
Dicke Reifen und robuste Rahmen für brachialen Fahrspaß! So präsentierte sich die neue Armada von Fatbikes. Dicker geht’s nimmer, hatte man an so manchen Messeständen den Eindruck. „Inzwischen werden Fatbikes nicht nur mehr steif gefahren, auch vollgefederte Fatbikes werden 2015 gehäuft zu sehen sein“, weiß Experte Rösner – und der Selbstversuch beweist: Mit diesen Monstern rollt man besser als gedacht. Aber vor allem jüngere Downhill-Freaks werden bestimmt ihre Freude an dieser Entwicklung haben. „Im Winter machen Fatbikes bestimmt noch mehr Spaß“, sagt Rösner, „das Kurven im Schnee gibt dir ein Gefühl wie beim Surfen.“
Was auf der Eurobike fast ein wenig untergegangen ist, aber bei den Händlern sehr gut verkauft wird, sind Enduro-Maschinen: Diese Bikes fahren sich mit ihren 150 bis 160 mm Federweg schon sehr gut bergauf – und bei der Abfahrt machen sie dann richtig Spaß. In diesem Segment wird auch sehr stark in die Komponenten und Bekleidung investiert.
Auch ein deutlicher Trend: Im Cross Country- und Endurobereich setzt man vermehrt auf Einfach-Kurbeln. Als Vorteile ergeben sich durch Wegfall von Umwerfer und Schalthebel ein geringeres Gewicht, eine einfache Schaltlogik sowie mehr Unempfindlichkeit bei Erschütterungen. Bei den Komponenten bringt Shimano mit der XTR Di2 eine elektronische Schaltung für Mountainbikes auf den Markt. Nicht aber zuletzt wegen des stolzen Preises wird sie vorerst wohl ein Nischenprodukt bleiben.
In Sachen Reifendimension steht fest: 26-Zoll-Laufräder existieren praktisch nicht mehr – je nach Einsatzbereich und Federweg rollen die neuen Mountainbikes auf 29-Zolloder 27,5-Zoll-Laufrädern.

E-BIKES: DER SCHUB WIRD NOCH STÄRKER
Kein Zweifel, Räder mit Akku-Schub haben defi nitiv ihr Schattendasein abgelegt. Vom Fatbike bis zum Klapprad finden sich inzwischen bei vielen Herstellern elektrisch verstärkte Modelle. Besonders bei den E-Mountainbikes hat sich viel in Sachen Ausstattung, Rahmenform, Sensorik, Geometrie und Federweg getan. Auch bei den Motoren kommen neue Namen dazu: Haibike etwa verbaut bei seinen neuen SDuro-Modellen für die jüngere Zielgruppe den neuen Yamaha-Motor und auch der Komponentenriese Shimano bringt einen eigenen Motor. Waren die ersten E-Mountainbikes eher plump in der Ausstattung und Optik, sind die neuen Bikes optische Highlights mit besseren Motoren, Steuerungen und Geometrien. Ob man’s mag, ist Geschmacksache. Nur so viel: Die aktuelle Generation ist auf jeden Fall viel feinfühliger, was die Probefahrt mit der neuen Uproc-Serie von Flyer bestätigt.

In Deutschland liegt der Marktanteil von Elektrorädern derzeit bei rund 10 Prozent, in den Niederlanden bereits bei 25 Prozent. Martin Rösner, Inhaber von Mountainbiker.at, verfolgt diese Entwicklung von Anfang an und weiß: „Einen Mega-Elektro-Boom spürt man als Händler nicht wirklich“, auch wenn die Verkaufszahlen kontinuierlich steigen. Was man merkt: Dass sich vor allem die Auswahl an vollgefederten E-Bikes vergrößert.

RENNRÄDER: KOMFORT AUF HOHEM NIVEAU
Bei Rennrädern geht der Trend allgemein in Richtung mehr Komfort. Zahlreiche Hersteller sind auf diesen Zug aufgesprungen und bauen Rahmen, die zum Beispiel durch ein längeres Steuerrohr eine bequemere, weil aufrechtere Sitzposition, ermöglichen. Auch Gabel und Hinterbau werden so gebaut, um künftig Bodenunebenheiten besser zu schlucken. Die neuen Rahmen erlauben auch die Montage von breiteren Reifen. Damit steigt nicht nur der Komfort des Rennrades, auch sein Einsatzbereich wird vielseitiger.
Viele bekannte Hersteller wie Trek, Specialized, Bergamont, Focus, Cannondale oder die traditionelle Marke Bianchi schaffen es, durch innovative Verfahren in der Rahmenherstellung zu punkten. Der Clou: Einige Produzenten füllen sogar die Nische zwischen Rennmaschine und Trekkingrad und bauen Rennräder, mit denen man – dank breiterer Reifen und der Montage von Gepäcksträgern – sogar auf mehrtägige Touren gehen kann.
Weniger um den Komfort als um die Sicherheit geht es bei einem anderen Rennrad-Trend, meint Rösner: 2015 werden noch mehr Rennräder mit Scheibenbremsen angeboten! Nach einer Begründung muss man nicht lange suchen: Bei langen Abfahrten und Nässe spielt die Scheibenbremse ihre ganzen Vorteile im Vergleich zur Felgenbremsen aus. Dazu kommen eine hohe Zuverlässigkeit und ein sehr gutes Ansprechverhalten, das man aus dem Mountainbike- Bereich kennt. Keine Sorge: Für echte Traditionalisten gibt’s noch genug Modelle mit der guten alten Felgenbremse ...

CITYBIKES: EDEL STATT ROTZFRECH
Eines wurde auf der Eurobike wieder eindrucksvoll bewiesen: Radfahren liegt auch in der City weiterhin voll im Trend! Deutlich wurde das an der Vielzahl der „Urban Bikes“ auf Europas größter Fahrradmesse. Edle Fahrräder in eleganten Farben wie Kastanienbraun oder Marineblau verdrängen allerdings immer mehr die knallig bunten Fixies der vergangenen Jahre. Singlespeeds sind zwar noch immer vorhanden, machen aber einen Imagewandel durch: Aus dem rotzfrechen Outlaw-Straßenrad wurde in den letzten Jahren ein edles Modeaccessoire, um die urbanen Radfahrer/-innen, die viel Wert auf Stil und Optik legen, optimal zu bedienen.
Dass letztlich immer mehr Citybikes mit E-Antrieb ausgestattet werden, ist der immer interessanter werdenden Klientel der „Business-Radler“ geschuldet.

TREKKINGBIKES: SORGENFREI AUF TOUR
Und wer auf zwei Rädern auf (kurze oder auch längere) Reisen gehen will: Die Trekkingräder der 2015er-Generation punkten mit ihrem „Sorglos-Image“: Das Gewicht ist hier eher nebensächlich, dafür stehen die neuen Reiseräder für hohe Verlässlichkeit, individuelle Rahmen und überlegte Anbaukonzepte. Damit stehen die Trekkingbikes gegenüber ihren sportlichen Kollegen entsprechend lang lebiger und braver in der Auslage.

KOMPONENTEN UND MODE: UNAUFFÄLLIG WAR GESTERN
Modisch gesehen wird 2015 ein buntes Jahr für Radfahrer. Bei der Eurobike Fashion-Show präsentierten Bekleidungshersteller wie Gonso, Endura oder VAUDE ihre farbenfrohen Kollektionen für die nächste Radsaison. Es dominieren satte Farben – ein unübersehbarer Trend auf der Eurobike und, gut so, auch im neuen Jahr draußen auf der Straße. Auffälligkeit hat bei der Bekleidung aber nicht nur eine modische Funktion. Zum Gustomachen nur zwei von vielen tollen Innovationen auch bei Accessoires: Chiba präsentierte einen vollreflektierenden Fahrradhandschuh, dessen „Hingucker-Faktor“ erheblich zur Sichtbarkeit bei Nachtfahrten beitragen soll. Und so manchen Radhelm macht künftig ein Graffiti-Kunstwerk zum Unikat.

Martin Rösner, Mountainbiker.atDER EXPERTE
Martin Rösner ist Inhaber des Wiener Bikefachhändlers mountainbiker.at.
Stadtbahnbögen 145-150
1090 Wien
martin@mountainbiker.at




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