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Action Cam Sport Filmen GoPro Helmkamera Befestigung

Action Cam beim Sport: Kamera läuft!

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Früher war es der Diaabend im Freundeskreis. Heute ist es Youtube, wo die eigenen sportlichen Erlebnisse mit der ganzen Welt geteilt werden. Gelobt seien die kleinen „Actionkameras“! Aber um mit einem hausgemachten Film Eindruck zu schinden, muss man schon ein paar Grundregeln beachten, weiß Profifilmer Bastian Meier – und lässt hier sportliche Kameramänner in seine Trickkiste schauen.


Oben am Singletrail die Kamera einschalten, unten den Ausknopf drücken, Lieblingsmusik über die Aufnahme legen und fertig. So oder ähnlich machen es viele Besitzer einer der immer beliebter werdenden „Actionkameras“. Nachhaltig beeindrucken wird man so allerdings niemanden – und die Möglichkeiten der Kamera, die fast alle Hersteller in fetzigen Werbefilmchen eindrucksvoll demonstrieren, nutzt man damit auch bei Weitem nicht aus.
Abgesehen davon, dass in den professionellen Demonstrationsvideos meistens auch Profisportler am Werk sind – einen großen Unterschied macht schon auch der Umgang mit der Kamera und der „Materie Film“ aus. Wir wollten daher wissen, wie man auch als Kamera-Neuling möglichst einfach einen wenige Minuten kurzen Sportspot produziert, der sich an die actiongeladenen Machwerke der Profis zumindest annähert. Einer, der darüber bestens Bescheid weiß, ist Bastian Meier. Schließlich ist die „GoPro“ doch für ihn sein berufliches Handwerkszeug. Wir haben den Grazer um seine zehn wichtigsten Tipps gefragt, die er auch gern unseren Lesern verrät.
Und nur damit das gleich klar ist: Alle Tipps und Tricks im Umgang mit der Actionkamera passen natürlich nicht nur fürs Mountainbiken, sondern für viele andere Sportarten auch!

1. DENK DIR EINE STORY AUS
„Grundsätzlich sollte jeder Film eine klar abgegrenzte Einleitung, einen Hauptteil mit einem Höhepunkt und einen Schluss haben“, rät Bastian Meier. Vor allem eine witzige Einleitung, ein „Gag“ zu Beginn macht es aus, ob die Youtube-Gemeinde bei der Stange bleibt. Lass deiner Kreativität also freien Lauf. Es gilt dabei: „Die einzelnen Teile sollen in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen.“
Also: Die Einleitung kurz und knackig halten, und auch das ganze Youtube-Filmchen sollte insgesamt nicht mehr als zwei, drei Minuten dauern, damit er auch bis zum Schluss angesehen wird. Oft macht es nämlich allein schon die angegebene Laufzeit aus, ob in einen Film reingeklickt wird oder nicht.

2. KEINE WACKELBILDER
Klingt zwar nach Selbstverständlichkeit. Aber wer wenig Erfahrung mit Actioncams hat, der kann oft gar nicht abschätzen, welchen Unterschied es macht, ob die Halterung der Kamera am Bike, am Helm oder sonst wo richtig gut befestigt ist oder eben nicht. Bastian Meiers Tipp dazu: „Unbedingt immer einen Schraubenzieher verwenden und nicht nur mit der Hand die Befestigungsschraube zudrehen. Den Nachteil, dass man dann auch wieder den Schraubenzieher braucht, um die Halterung zu lösen und so das Ummontieren in eine andere Kameraposition etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt, den sollte man schon in Kauf nehmen.“

3. PERSEPEKTIVENWECHSEL
Damit ist auch schon angesprochen: Unterschiedliche Perspektiven sind ein unbedingtes Muss! Dem Zuschauer endlos lang immer die gleiche Perspektive (z.B. die typische Helmkamera-Perspektive) anzubieten, ist bald fad. Sind in einer Gruppe zwei oder gar mehrere mit einer Kamera ausgerüstet, dann kann das beim Filmschneiden schon für spannende Perspektivenwechsel sorgen. Übrigens: Ein paar Vorschläge, wo die Kamera am Bike oder am Körper gute Bilder liefert, stehen im Kasten hinten.
Noch ein Tipp dazu: Dreh die Kamera auch einmal um und filme nach hinten. Auch zurückschieben und manche Passagen zweimal fahren sollte dir nicht zu mühsam sein, wenn der Film am Ende gut ausschauen soll.

4. AUSSENPERSEPERKTIVE
Gleichzeitig sollte man nicht nur im Fahren, sondern auch aus der Außenperspektive Bilder schießen: Zum Beispiel das Durchfahren einer geilen Kurve aufnehmen (die Kamera dazu zum Beispiel auf den Boden legen); oder einen Sprung von einem Kollegen filmen lassen. Aufpassen: Szenen, die man später in Zeitlupe zeigen will, müssen mit dem entsprechenden (speicherplatzraubenden) Kameramodus aufgenommen werden. Auch ein paar Landschaftsaufnahmen sollte man nebenbei anfertigen – wobei es sowieso zu empfehlen ist, am Ende schnelle und ruhige Aufnahmen zur Verfügung zu haben, um diese dann perfekt miteinander kombinieren zu können. In Zeiten, in denen schon jedes Handy eine brauchbare Videofunktion hat, sollte es kein Problem sein, unterschiedliches Material zu sammeln. Da passt noch als Tipp dazu: Nicht vergessen – das Handy beim Filmen immer quer halten ...

5. SELEKTIV FILMEN
Je mehr Materialan einem Sporttag zusammenkommt, desto besser also? Nein, das auch wieder nicht. „Wer die Kamera immer laufen lässt, stößt bald auf drei Probleme: Erstens die begrenzte Akkuhaltbarkeit, zweitens der Speicherplatz – und drittens: Es ist echt mühsam, aus Bergen von Material am Ende das Brauchbare herauszufiltern“, sagt Bastian Meier. Also: Die Kamera selektiv einsetzen. Da bewährt sich auch wieder der allererste Ratschlag: Wer ein „Drehbuch“ im Kopf hat und schon ungefähr weiß, welche Aufnahmen er braucht, tut sich dabei viel leichter. 


6. MATERIAL SICHERN, DANN SICHTEN
Profis sichern das Material zum einen auf der Festplatte des Computers und sicherheitshalber auch noch einmal extern. Für Hobbyfilmer reicht auch einmal sichern aus. Dann schaut man sich das gesammelte Material durch, schreibt sich die brauchbaren Passagen heraus und aktualisiert bzw. ergänzt mit dem vorhandenen Material sein Drehbuch.

7. MUSIKAUSWAHL
Logisch: die Musik muss zur Story passen. Was man vermitteln will, lässt sich mit der Musikauswahl stark akzentuieren. Wer es nicht glaubt, versucht mal, zu einer Mountainbikeabfahrt einen schnellen Rockkracher und danach eine Ballade zu legen ...
Soll der (Youtube-)Film am Ende einen guten Eindruck machen, dann nimmt man zuerst die Musik und schneidet dann den Film rhythmisch dazu. „Die Schnitte sollten entweder exakt im Takt, oder bewusst klar außerhalb des Takts gesetzt werden. Den Takt knapp zu verfehlen, wirkt etwas unbeholfen“,weiß Bastian Meier.

8. EINFACHES SCHNITTPROGRAMM
Professionelle Schnittprogramme kosten einen ordentlichen Batzen Geld und überfordern die meisten Hobbyfilmer bloß. Für den Beginn ist man mit einem Gratis- oder wenige Euro günstigen Schnittprogramm bestens bedient. Zum Beispiel „iMovie“ für Apple- und „Live Moviemaker“ für Windows-User. Noch ein Tipp: Spezielle Schnitteffekte so sparsam wie möglich einsetzen!

9. ERST GROB, DANN FEIN
Nach dem ersten Schnittdurchgang steht eine „Grobversion“, die man dann kritisch durchschaut und gegebenenfalls überarbeitet. Passen die Schnitte oder die Musik wirklich zu den Bildern? Eine wichtige Regel lautet auch: Nach einem Schnitt soll möglichst ein „Kontrast“ folgen und nicht wieder eine ähnliche Perspektive. Auch solche Details fallen einem oft erst in der fertigen Grobversion auf.

10. FEEDBACK EINHOLEN 
Fertig ist dein Werk! Jetzt geht es ans Teilen mit Freunden, über Youtube, Facebook und Co. Einen letzten Ratschlag hat Bastian Meier noch: „Feedback zum Film aktiv einfordern und nicht einfach auf den ‚gefällt‘-Button vertrauen. Der erste Film ist immer ein Experiment – und mit entsprechend konstruktivem Feedback wird‘s von Mal zu Mal besser!“

DIE PREISFRAGE
Wie viel darf oder soll eine Actioncam kosten? Die Markenbezeichnung „GoPro“ hat sich mittlerweile schon fast als Gattungsbezeichnung der „Actionkameras“ durchgesetzt. Zu Recht, denn das Original gehört nach Erfahrung von Bastian Meier auch zum besten, was es gibt. Allerdings sind andere Produkte in der gleichen Preisklasse rund um 300 Euro genauso empfehlenswert. „Vor- und Nachteile halten sich die Waage und in der Bedienbarkeit ist es letztlich eine Geschmackssache, welches Gerät man bevorzugt.“
Wer bei den mittlerweile ebenfalls erhältlichen wesentlich günstigeren „Actioncams“ zuschlägt, muss schon deutliche Abstriche in der Bildqualität in Kauf nehmen. Wer diesbezüglich aber keine großen Ansprüche hat, kann auch schon ab rund 150 Euro mit dem Filmen loslegen.

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