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Die 20 größten Laufmythen im Faktencheck - Teil 2

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Weiter geht's mit Teil 2 unseres großen Faktenchecks mit Ex-Marathon-Profi und Laufcoach Günther Weidlinger - zurück zu Teil 1

Aufgezeichnet von Christof Domenig

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Die 20 größten Laufmythen im Faktencheck - Teil 2 / Bild: iStock / Wavebreakmedia

11. INTERVALLTRAINING IST NUR FÜR LEISTUNGSLÄUFER INTERESSANT.
STIMMT NICHT. Auch Läufer ohne sportliche Ziele sollten ihren Körper hin und wieder an seine Grenzen bringen. Denn nur so funktioniert die vorne schon angesprochene Superkompensation.

Reine Hobbyläufer müssen auch gar nicht auf eine Laufbahn gehen und dort Tempoläufe durchführen; es reicht, ab und zu auf Steigungen Gas zu geben, ein Fahrtspieltraining durchzuführen.

Die 20 größten Laufmythen im Faktencheck - Teil 2 / Bild: iStock / mattjeacock

12. WER REGELMÄSSIG LÄUFT, NIMMT AB.
STIMMT OFT, ABER NICHT AUTOMATISCH. Wer mit Laufen beginnt, um abzunehmen, muss in erster Linie auf eine negative Energiebilanz achten. Auf den ungewohnten Energieverbrauch durch das Lauftraining wird der Körper auch mit vermehrtem Hunger reagieren. Wenn
man dann die zusätzlich verbrauchte Energie mit zusätzlicher Nahrung wieder zuführt, auch an falschen Ernährungsgewohnheiten nichts ändert – dann tut sich auch auf der Waage nichts.

Zum Weiterlesen: Ernährungsmedizin: "Sport wird in seiner Wirkung auf den Abnehmprozess eigentlich überschätzt."

Die 20 größten Laufmythen im Faktencheck - Teil 2 / Bild: iStock / Milenko Bokan

13. „NÜCHTERN“ LAUFEN ERHÖHT DEN TRAININGSEFFEKT.
TRIFFT ZU, HAT JEDOCH EIN „ABER“ ... Bei diesem „Mythos“ kann ich meine Erfahrung weitergeben – möglich, dass andere anders reagieren: Völlig nüchtern, also mit leerem Magen zu laufen, hat mir nie gut getan. Hat der Magen nichts zu verarbeiten, dann schlagen die Magenwände aufeinander, was unangenehmes „Blubbern“ verursacht. Dazu hatte ich ständig mit saurem Aufstoßen zu kämpfen.

Eine Kleinigkeit, etwa einen Riegel oder eine Banane zu essen, war für mich immer die bessere Lösung. Insgesamt habe ich aber schon regelmäßig versucht, meinem Körper nicht nur volle Speicher im Training zur Verfügung zu stellen.

Die 20 größten Laufmythen im Faktencheck - Teil 2 / Bild: iStock / spwidoff

14. DEHNEN KOSTET MEHR TRAININGSZEIT ALS ES BRINGT.
STIMMT FÜR MICH NICHT. Beim Dehnen scheiden sich die Geister, auch die Wissenschaft ist hier uneins. Ich bin jedenfalls der Meinung, dass Dehnen und Mobilisieren die Beweglichkeit, das Körpergefühl und damit auch die Leistungsfähigkeit deutlich verbessern.

Man muss bedenken, dass manche Kraftübungen wie tiefe Kniebeugen nur mit entsprechender Mobilität korrekt ausgeführt werden können. Ich selbst habe diese Einheiten im Trainingsalltag immer richtig genossen.

Laufurlaub in den SPORTaktiv Hotels / Bild: iStock / Jacob Ammentorp Lund

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Die 20 größten Laufmythen im Faktencheck - Teil 2 / Bild: iStock / ViktorCap

15. 180 IST DIE IDEALE SCHRITTFREQUENZ BEIM LAUFEN.
KANN ICH NICHT NACHVOLLZIEHEN. Wer beim Laufen Zeit hat, um die Schritte zu zählen, ist offenbar nicht ausgelastet.

Im Ernst: Über die Schrittfrequenz habe ich mir echt nie Gedanken gemacht und ich bin auch hier der Meinung: Menschen sind viel zu individuell, als dass solche Faustregeln generell passen.

Die 20 größten Laufmythen im Faktencheck - Teil 2 / Bild: iStock / lzf

16. 35-KM-LÄUFE IN DER MARATHONVORBEREITUNG SIND UNNÖTIG – 25 KM REICHEN AUCH.
NEIN. Wer seinen Körper vorm Marathon nicht zuvor an die Wettkampfbelastung heranführt, wird vielleicht ans Ziel kommen, aber ein schmerzhaftes „blaues Wunder“ erleben.

Dem Körper muss gezeigt werden: „Pass auf, du musst so lange aushalten“. Er muss in langsamerem Tempo über die Wettkampfzeit hinaus belastet werden.

Die 20 größten Laufmythen im Faktencheck - Teil 2 / Bild: iStock / m-gucci

17. DIE VORBEREITUNG AUF DEN MARATHON IST ZWAR GESUND, DER MARATHON SELBST ABER IST UNGESUND.
STIMMT AUCH NICHT. Hier kann ich unmittelbar an das im Punkt 16 Gesagte anschließen: Wer seinen Körper an die Belastungszeit und an das gelaufene Tempo heranführt, für den ist auch das Marathonrennen selbst bestimmt nicht ungesund. Ungesund ist nur alles, worauf man mangelhaft vorbereitet ist.

Die 20 größten Laufmythen im Faktencheck - Teil 2 / Bild: iStock / littlehenrabi

18. ZWEI WOCHEN VORM RENNEN NUR MEHR LOCKERES TRAINING.
EINE KLASSISCHE „HALBWAHRHEIT“. Es stimmt natürlich, dass man erholt in den Wettkampf gehen soll und dass Umfänge und Belastung 14 Tage vor einem Marathon oder einem anderen langen Wettkampf deutlich heruntergeschraubt werden sollen. Allerdings darf sich der Körper auch nicht vollständig ausrasten – es muss ihm schon gezeigt werden, wie schnell er am Wettkampftag unterwegs sein muss.

Mein Tipp: vier Tage vorm Wettkampf ein kurzer Lauf im Wettkampftempo (beim Marathon etwa 3 km lang), dazu Steigerungsläufe bis einen Tag vorm Rennen.

Die 20 größten Laufmythen im Faktencheck - Teil 2 / Bild: iStock / manukaphoto

19. „CARBOLOADING“ PASSIERT BEI DER PASTAPARTY VORM WETTKAMPF.
NOCH EIN „NEIN“. Die Kohlenhydratspeicher vor dem Wettkampf werden nicht an einem Abend, sondern über den Zeitraum von mehreren Tagen aufgefüllt. An einem einzelnen Abend ist der Effekt einer kohlenhydratreichen Mahlzeit vernachlässigbar.

Warum Pasta- oder Kaiserschmarrn-Partys dennoch nicht falsch sind: Diese Mahlzeiten sind recht leicht verdaulich und helfen daher, in der Nacht vorm Wettkampf gut zu schlafen. Vorausgesetzt, es wird nicht über das Maß „geschlemmt“.

Die 20 größten Laufmythen im Faktencheck - Teil 2 / Bild: iStock / bytepark

20. IM RENNEN DIE ERSTE HÄLFTE LANGSAMER LAUFEN, UM IN DER ZWEITEN HÄLFTE GAS GEBEN ZU KÖNNEN.
GUT GEDACHT – STIMMT ABER NICHT. Wie die Praxis zeigt, ist ein möglichst gleichmäßiges Tempo, das übers gesamte Rennen beibehalten werden kann, am ökonomischsten. Im Grunde ist es das Gleiche wie beim Auto: Wer möglichst gleichmäßig fährt, spart am meisten Sprit.

Ein „Negativsplit“, also, dass man die erste Hälfte eines Rennens langsamer als die zweite läuft, wird auch von Profis niemals geplant, sondern entsteht allenfalls aus der Tagesverfassung sowie dem Rennverlauf.

Die 20 größten Laufmythen im Faktencheck - Teil 2 / Bild: Thomas Polzer

GÜNTHER WEIDLINGER, 37 Jahre, ist Österreichs erfolgreichster Langstreckenläufer. Vier Olympiateilnahmen (2000-2012), fünf Finalteilnahmen bei Olympia oder Weltmeisterschaften, acht aktuelle ÖLV-Rekorde stehen neben vielen anderen Erfolgen zu Buche. Darunter der Marathonrekord (2:10:47) 2009 in Frankfurt.

Im Jahr 2014 beendete der Oberösterreicher seine Karriere. Seither unterstützt er in vielen unterschiedlichen Projekten und Seminaren Freizeitsportler/-innen jeden Alters. Z. B. in seinem Heimatverein Sportunion Neuhofen/ Krems, in Projekten der betrieblichen Gesundheitsföderung, in Lauftreffs, Personal Coachings oder Veranstaltungen (z. B. im Vorfeld des Linz Marathons). Ein Schwerpunkt ist, Kinder ans Laufen heranzuführen: 1.800 Sechs- bis Zehnjährige bewegte Weidlinger im Rahmen des Projekts „Brainrunning – Bewegung macht schlau“ im abgelaufenen Schuljahr. 

Der 37-Jährige lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Weißkirchen an der Traun (OÖ).

Weitere Infos findest du auf www.guenther-weidlinger.at.

Check ein: Laufurlaub in den SPORTaktiv Hotels / Bild: iStock / warrengoldswain

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