Einerseits ist sie schlabbrig und oft wenig schmeichelhaft. Auf der anderen Seite ist Supreme  die Skatemarke, die James Jebbia in den neunziger Jahren auf den Markt gebracht hat  jetzt ein Milliarden-Dollar-Gigant.


Er arbeitet mit großen etablierten Marken zusammen, die auf den ersten Blick nichts mit Streetwear zu tun haben. Das bedeutet (was wir schon lange wissen), diese Looks sind ganz und gar in der Gesellschaft angekommen. Doch wie trägt man sie, ohne wie ein verkappter Teenager zu wirken? Wir haben ein paar Tipps gesammelt, doch hej, mach einfach, was du willst!

Die Geschichte der Streetwear (wo kommt das nur her?)
Obwohl Streetwear vor 50 Jahren in der kalifornischen Surfkultur geboren wurde, explodierte sie erst in den Neunzigern, als der erste Skateboom (danke, Tony Hawk) und die Dominanz der Hip-Hop-Charts eine ganze Generation dazu brachte, Baggy-Jeans und grafische T-Shirts zu tragen. Und die meisten von uns fühlen sich in einem Hoodie immer noch wohler als in einem Anzug.

Streetwear für jeden Tag ist so beliebt, weil die Kleiderordnung so viel entspannter geworden ist. Die Kleidung hat sich umgekehrt aber auch angepasst, viele Teile trägst du heute besser nicht mehr beim Skaten. Moderne Streetwear hat den Skatepark verlassen und Designer haben altehrwürdige Teile - Hoodies, Cargohosen, Turnschuhe - zu Kleidungsstücken überarbeitet, die auf dem Beton nicht mehr bestehen können. Für den alltäglichen Träger bedeutet dies heute, dass zweckmäßige Stoffe zu etwas Feinerem aufgewertet werden. Dadurch werden sie auch im Alltag tragbar.

Ob du nun nur eine lässige High End Jogginghose trägst und sie mit feinen Sneakern ergänzt oder von Kopf bis Fuß in Streetwear gekleidet deinen Alltag meisterst, du solltest wissen: Es gibt keine Altersgrenze für diesen Look. Passe es aber an dein Alter und deine Individualität an und kreiere deinen persönlichen Stil, was bedeutet, dass du nicht dieselben Label (die vielleicht noch groß abgebildet sind) wie dein Sohn oder deine Schüler tragen solltest. Du solltest darauf achten, den Look ohne die Logos zu kreieren oder sie zumindest als subtile Details versteckt zu halten.

Kopf und Fuß: ganz individuell
Starten wir mal am Kopf, den du keinesfalls nackt und unbedeckt durch den Tag tragen musst. Coole Caps lassen sich zu allen möglichen Stilen kombinieren und sind praktisch und bequem. Im Sommer schützen sie vor Sonnenbrand und Sonnenstich, im Herbst und Winter vor Niederschlägen und fallenden Kastanien. Du kannst sie extra für dich anfertigen lassen und so genau das Teil bekommen, das deine Tagesstimmung repräsentiert und farblich zu deiner Garderobe passt. Und deine Liebe zu einem Team ausdrückt, yeah!

Bei den Schuhen ist es nicht viel anders. Manche sagen sogar, sie sind der Dreh- und Angelpunkt eines sportlichen Outfits, doch sie sind nicht immer als solche zu erkennen. Die Grenzen zwischen Luxus-Mainstream-Mode und Streetwear verschwimmen seit einigen Jahren bis zur Unkenntlichkeit. Vermeide so zweifelhafte Sachen wie absichtlich hässliche Schuhe oder total klobige Sohlen. Genieße es, qualitativ hochwertige Schuhe zu tragen, die es dir erlauben, nach der Arbeit spontan nach Hause zu joggen.

Füge etwas Technik hinzu
Du willst ja nicht nur sportlich aussehen, sondern sportlich leben und sein. Du wirst so wunderbare Effekte erleben wie ein besseres Selbstbewusstsein, Glücksgefühle, die Definition des Körpers und sogar das Überwinden von Ängsten. Füge ruhig etwas Technik hinzu und scheue dich nicht, die modernen Möglichkeiten auszunutzen. Mit einer Smartwatch kannst du die Signale deines Körpers ganz bewusst wahrnehmen und leichter interpretieren. Manche können sogar ein EKG erstellen und sind dadurch ein Meilenstein auf dem Weg in eine digitalisierte Medizin. Andererseits gibt es zahlreiche Apps, die dich dabei unterstützen, deine persönlichen Ziele zu erreichen und das Leben zu führen, das du dir wünschst. Das ist gerade in Zeiten wichtig, zu denen man aus verschiedensten Gründen nicht ins Fitnessstudio gehen kann.

Too baggy is too much
Wir alle kennen diese Looks, bei denen man kaum erkennen kann, wo sich der Teenager inmitten der voluminösen Bahnen von Stoff eigentlich befindet. Bei manchen hat man hingegen zu viel zu sehen bekommen, denn ihre Schlüpfer waren Teil des Outfits, wobei der verlängerte Rücken zu einer Art Litfaßsäule geworden war. Nun, diese Stile sind nicht gerade geeignet, wenn man erwachsen geworden ist (oder zumindest daran arbeitet).

Dein bester Schachzug ist eine Silhouette, die entspannter ist als die figurbetonte Skinny Jeans, aber dich nicht aussehen lässt, als würdest du dein Zweimannzelt an den Beinen herumtragen.  Marken von High-End bis zur High Street haben sich von schlanken Passformen zu Formen mit geraden Beinen entwickelt, die mehr Bewegung auf einem Skateboard bieten und auch bequemer sind.

Kombiniere mutig
Die Ranken von Streetwear sind in jede Ecke der Herrenmode hineingewachsen, was bedeutet, dass es nur noch wenige Outfits gibt, die nicht an den Look angepasst werden können. Das ist eine gute Nachricht, wenn du das letzte Jahrzehnt damit verbracht hast, einen Kleiderschrank mit italienischer Schneiderei mit weichen Schultern zu füllen, und es ablehnst, alles wegzuwerfen.

Streetwear in deine (Arbeits-) Garderobe zu integrieren, kann ein bisschen einschüchternd sein. Ein Hoodie ist ein einfacher Gegenstand, in den man investieren kann, um traditionellere Kleidung zu verwandeln. Für einen Amateur-Hoodie-Träger ist es empfehlenswert, ihn zum Layering zu verwenden. Man trägt ihn unter einer luxuriösen Bomberjacke oder einem lockeren Blazer.

Ein Paar Turnschuhe mit einem entspannten Anzug oder einer Chinohose sind auch immer eine sichere und einfache Option.