Es heißt, dass der menschliche Körper mit Mitte 20 optimal ausgeprägt ist und seine physische Hochleistung bringen kann. Dies entspricht in etwa auch der „Peak“ eines Sportlers. Je nach Disziplin liegen die „goldenen Jahre“ eines Athleten in seinen 20ern und frühen 30ern.


Wenn die 30 erst einmal überschritten ist, lässt bei den meisten Sportlern früher oder später jedoch die körperliche Leistungsfähigkeit nach – das ist ein ganz normaler Prozess. Und dennoch gibt es Ausnahmeathleten, denen der Zahn der Zeit nichts anzuhaben scheint. Ob LeBron James, Cristiano Ronaldo oder Roger Federer – diese Legenden ihres Sports gehören auch mit weit über 30 Jahren noch zur absoluten Elite. Wir beschäftigen uns mit dem Geheimnis der Leistungsfähigkeit im fortgeschrittenen Alter.

LeBron James – Die Mensch-Maschine
Seit über 15 Jahren spielt LeBron James nun auf dem allerhöchsten Niveau in der NBA. Für die meisten Experten ist klar, dass LeBron der beste Spieler des Planeten und möglicherweise der beste Basketballer aller Zeiten ist. Egal bei welchem Team LeBron bisher gespielt hat – ob bei den Cavaliers, den Heat oder den Lakers – stets geht der Routinier als Führungsspieler voran und macht seine Teamkollegen besser. Dass James auch im „hohen Alter“ von 35 Jahren noch problemlos mit seinen jüngeren Kollegen mithalten kann, kommt nicht von ungefähr. In Fachkreisen gilt James als einer der diszipliniertesten und professionellsten Athleten in der Liga. Dies betrifft Ernährung, Training und vor allem auch die Regeneration. Dabei beginnt sein Training nicht erst in der Halle, sondern bereits am Abend zuvor beim Essen mit ausgewogener und nährstoffreicher Nahrung. Beim ausgiebigen Warm-Up bringt er Muskeln und Sehnen auf Betriebstemperatur. Dabei besteht sein Standard-Workout aus sechs Übungen, die ihn perfekt auf das Spiel vorbereiten.
 

Roger Federer – der „alte“ Maestro
Roger Federer gehört ebenfalls zu den biologischen Wundern in der Sportwelt. Der „Maestro“ wird dieses Jahr 39 Jahre alt und gehört immer noch zur absoluten Elite des Tennissports. Zusammen mit Novak Djokovic und Rafael Nadal bildet der Schweizer die „Big Three“, welche die Tenniswelt seit Jahren dominiert. Federers „Langlebigkeit“ ist natürlich auch auf seine professionelle Einstellung im Training zurückzuführen. Mit den Jahren wird es immer wichtiger, das Fitnessprogramm genau auf die Bedürfnisse des Körpers abzustimmen. Dabei arbeitet der Schweizer mit dem Fitness-Guru Pierre Paganini zusammen, welcher Federer nahezu seine gesamte Karriere begleitet hat. Nicht zuletzt aus diesem Grunde ist Federer in seiner Karriere, bis auf den Meniskusriss aus dem Jahr 2016, von größeren Verletzungen verschont geblieben. Wir sind gespannt, wie lange der Schweizer noch auf höchstem Level spielen kann. Für die kommenden Australian Open gilt er bei den Sportwetten mit einer Quote von 7,00 wieder einmal zu den Favoriten. Und das mit fast 40 Jahren! Jüngere Spieler wie Andrey Rublev oder Denis Shapovalov scheinen dagegen chancenlos zu sein.

Cristiano Ronaldo – Der Musterprofi
Kaum ein Spieler polarisiert so stark wie Cristiano Ronaldo. Auch wenn man es nicht so sehr mit der selbstdarstellerischen Art des Superstars hält, muss man ihm zugestehen, dass er einer der professionellsten Athleten im Weltfußball ist. Tatsächlich ist jede Sehne und jeder Muskel seines Körpers perfekt auf die Anforderungen im Profifußball ausgerichtet. Auch im Alter von 35 Jahren gilt er immer noch als Vorbild in Sachen Trainingsmoral. Selbst für Nicht-Fußballer ist Ronaldo in dieser Hinsicht ein Vorbild. Kein Wunder, dass sein Fitness-Programm von vielen Hobby-Sportlern übernommen wurde. Dabei setzt sich das Workout von Ronaldo aus Kardio- und Kraftübungen zusammen. Boxjumps und Lateral Bounds für die Beine, Liegestütze und Bankdrücken für den Oberkörper und Sprints bzw. Intervallläufe für die Explosivität – dies sind die Grundkomponenten für Ronaldos Fitnessprogramm. Es ist interessant zu beobachten, ob Ronaldo sein schnelles Spiel in Zukunft an seine körperliche Verfassung anpassen muss.
 

Das richtige Workout für die passende Sportart
Jeder der drei genannten Athleten arbeitet natürlich nach seinem eigenen Workout, das speziell den individuellen Bedürfnissen angepasst wurde. Basketball, Tennis und Fußball unterscheiden sich in den Anforderungen an den Körper enorm. Dennoch gibt es einige Elemente, die sich bei allen Sportlern überschneiden. Vor allem Warm-Up- und Stretchingübungen werden mit fortgeschrittenem Alter immer wichtiger. Gleiches gilt natürlich auch für die Ernährung, die je nach Wettkampf- bzw. Trainingsphase angepasst werden kann, um körperliche Höchstleistungen abrufen zu können. Ernährungstipps und Rezepte gibt es auch bei uns auf der Seite.

Auf jeden Fall machen Ronaldo, Federer und Co. vor, dass man auch im fortgeschrittenen Alter starke Leistungen erzielen kann, wenn die Fitness stimmt.