Das Läuferknie ist unter erfahrenen Sportlern ebenso bekannt wie gefürchtet. Wie der Name schon sagt, tritt dieses Syndrom vor allem beim Laufen auf. Aber auch Radfahrer haben ein erhöhtes Risiko.


Starke Schmerzen machen beim Läuferknie oft eine Trainingspause von mehreren Wochen oder gar Monaten notwendig. Immerhin heilt es bei einer angemessenen Schondauer meist weitgehend wieder aus. Deshalb ist es wichtig, die Symptome frühzeitig zu erkennen und darauf zu reagieren. Noch besser ist es natürlich, Vorbeugung zu betreiben, damit es gar nicht erst zu Problemen kommt. Hier erfährst du alles, was Hobby-Sportler über das Läuferknie wissen sollten.

Was ist Läuferknie?
Das Läuferknie ist auch unter dem Namen Ilio-tibiales Bandysndrom bekannt. Es entsteht dadurch, dass das Ende des Oberschenkelknochens Druck oder Reibung auf einen Faszienstreifen am Knie ausübt. Das führt wiederum zu einer Entzündung und Reizungen des Schleimbeutels am Knie. Typische Symptome sind stechende Schmerzen direkt über dem Knie oder an der Außenseite des Knies. Die Schmerzen treten meist beim Auftreten während des Laufens auf, können aber nach einer Belastung auch längere Zeit anhalten. Wenn das Bein nicht geschont wird, können die Symptome mit der Zeit schlimmer werden. Im Extremfall kann es auch zu einer entzündungsbedingten Schwellung im Kniebereich kommen.

Ursachen des Läuferknies
Grundsätzlich ist eine langfristige Überlastung des Knies die Hauptursache für das Läuferknie. Es gibt aber zahlreiche Faktoren, welche die Entstehung des Syndroms begünstigen. Besonders gefährdet sind Läufer mit Fehlstellungen wie O-Beinen oder mit X-Beinen. Auch Fehlstellungen der Füße, eine ungleiche Länge der Beine sowie ungünstige Bewegungsabläufe beim Laufen können das Risiko erhöhen. Schließlich sind auch die Angewohnheiten beim Training ein wichtiger Faktor. Das Laufen auf schiefen Flächen, insbesondere bergabwärts, erhöht die Belastung der Faszien auf dem tieferliegenden Bein deutlich. Zu viele Trainingseinheiten in kurzer Zeit begünstigen ebenfalls die Entstehung eines Läuferknies.

Behandlung des Läuferknies
Bei starken akuten Schmerzen können Eisbeutel und entzündungshemmende Salben genutzt werden. Des Weiteren ist eine Trainingspause erforderlich, damit sich die betroffene Stelle regenerieren kann. Wird das Knie zu früh wieder belastet, ist die Gefahr groß, dass sich die Verletzung wiederholt. Kräftigungsübungen für bestimmte Muskelgruppen können sinnvoll sein, um Fehlstellungen zu korrigieren. In der Regel heilt ein Läuferknie mit diesen Maßnahmen innerhalb von vier bis acht Wochen von selbst aus. Eine operative Behandlung ist nur in Einzelfällen sinnvoll, wenn alle anderen Behandlungsoptionen ausgeschöpft wurden.

Vorbeugung des Läuferknies
Die wichtigste Maßnahme zur Vorbeugung des Läuferknies ist ein moderates Trainingspensum. Das Laufen auf abschüssigen Strecken sollte sich in Grenzen halten. Gute Laufschuhe, gegebenenfalls mit Einlagen, können Abweichungen der Beinachsen und Fehlstellungen der Beine zumindest teilweise korrigieren. Die vorbeugende Einnahme von entzündungshemmenden Medikamenten ist nicht sinnvoll. Allerdings kann möglicherweise ein sanftes Pflanzenmittel wie CBD eingesetzt werden. Der Stoff hat eine leichte antientzündliche Wirkung und gleichzeitig ein gutes Nebenwirkungsprofil. Schließlich ist es wichtig, schon beim ersten Auftreten von Symptomen zu reagieren, sodass es gar nicht erst zu starken Schmerzen kommt.

Wie so viele andere Sportverletzungen auch ist das Läuferknie also gut vermeidbar. Leistungssportler und ehrgeizige Amateure haben aber ein erhöhtes Risiko und sollten daher stets auf die Vorbeugung achten.