Torlinientechnik, Video-Assistent und viele andere: Der Sport wird immer mehr durch modernste Technologien unterstützt, um Fehlentscheidungen zu vermeiden oder den Wettkampf anderweitig zu verbessern. Im heutigen Artikel wollen wir Ihnen drei spannende Technologien vorstellen.


Der Video-Assistent in der Bundesliga
Der Video-Assistent im Fußball ist nicht 100 % autonom. Mit „Video-Assistent“ ist nämlich tatsächlich noch ein menschlicher Assistent gemeint, der verschiedene Videos betrachtet, um das Schiedsrichterteam vor Fehlentscheidungen zu bewahren. Der Video-Assistent darf in vier Fällen eingreifen:

  1. wenn eine rote Karte gegeben werden müsste oder falsch vergeben wurde.
  2. wenn ein Tor erzielt wurde, vor dem aber ein Foul, ein Handspiel, Abseits oder ähnliches begangen wurde.
  3. wenn ein Spieler verwechselt wurde (falscher Spieler bekommt gelbe/rote Karte).
  4. wenn fälschlicherweise ein Freistoß oder Elfmeter gegeben bzw. nicht gegeben wurde.

Der Video-Assistent steht über Funk in Kontakt mit dem Schiedsrichter, für eine Entscheidung werden laut DfB im Schnitt 61 Sekunden gebraucht. In der Saison 2018/19 zog der DfB eine positive Bilanz: 82 Fehlentscheidungen konnten durch den Video-Assistenten korrigiert werden. Damit hilft der Video-Assistent dem Profi-Fußball, fairere Entscheidungen zu treffen und die beliebte Ausrede, der Schiedsrichter habe unfair gepfiffen, rückt immer mehr in den Hintergrund.

Smart Rackets im Tennis
Tennis ist eine der beliebtesten Sportarten in Europa, sowohl als professioneller Sport als auch als reines Hobby erfreut sich Tennis größter Beliebtheit. Mit sogenannten Smart Rackets, also vernetzten, smarten Tennisschlägern, können inzwischen interessante Daten über die Schläge der Profis gesammelt werden.

Wie Betway Sportwetten in einem Blog-Artikel berichtet, können die Smart Rackets viele Details eines Schlages erkennen, z. B. ob der Spieler den Ball mit der Rückhand oder Vorhand schlägt oder ob er dem Ball einen Top-Spin verpasst. Das ist sowohl für Trainer interessant als auch für Fans. Die Trainer können die Daten nutzen, um eventuelle wiederkehrende Fehler ihrer Spieler zu erkennen und auszubessern. Schlägt der Spieler z. B. bestimmte Bälle immer mit der Rückhand, obwohl die Vorhand besser wäre, dann kann dieser Fehler mithilfe der Daten des Smart Rackets erkannt und dann verbessert werden.

Auch für Fans oder Hobbyspieler kann die Technologie interessant sein: Falls die Daten der Smart Rackets veröffentlicht werden, erhält man viele interessante Informationen über den Spielstil der Profis. Das kann man dann versuchen, ins eigene Spiel einzubauen und sich so verbessern.

Über 200 Sensoren in Formel-1-Rennwagen
In der Formel 1 ist Technologie zentraler Bestandteil. Sowohl in den Autos, als auch in den Boxen bei den Teams. Viele Technologien wurden ursprünglich für die Formel 1 entwickelt und fanden dann ihren Weg in Serienfahrzeuge.

Jetzt wird die Formel 1 noch digitaler: In Kooperation mit AWS, dem Cloud-Dienst von Amazon, sollen die Daten von über 200 Sensoren, die sich in jedem Rennwagen befinden, gesammelt und in Echtzeit verarbeitet und analysiert werden. Die Daten sollen sowohl dem Zuschauer als auch den Teams zur Verfügung gestellt werden. So können Fans sehen, wie gut ihr Favorit im Vergleich zu vorherigen Rennen oder im Vergleich zu seinen Rivalen gerade fährt. Die Teams bekommen genaue Daten über Boxenstopps und Reifenwechsel, sodass die Zeitfenster für diese optimiert werden können.

Datenanalyse wie diese gehört seit Beginn des Profisports dazu, durch die Möglichkeiten der Digitalisierung wird diese Datenanalyse einfacher, schneller und genauer und neue Höchstleistungen werden ermöglicht.