Auch im Sport und im Bereich der Sportwetten ist das Coronavirus allgegenwärtig. Das zeigt, dass es deutlich wichtigere Themen im Leben gibt.


Auch wird klar, wie stark die schönste Nebensache der Welt vom Geld abhängig ist. Vielen kleinen Vereinen droht das finanzielle Aus und damit eventuell auch der Absturz in tiefere Ligen. Dabei haben sie selber gar nicht falsch gewirtschaftet.

Wie wirkt sich der Coronavirus finanziell auf die Fußball Bundesliga aus und was wurde bereits getan?
Das Kicker-Sportmagazin gab an, dass ganze 13 der 36 Profimannschaften aus den drei höchsten deutschen Spielklassen im Fußball durch die Coronakrise von der Insolvenz bedroht sind. Zwölf von ihnen haben sogar schon die nächste Fernsehrate bezahlt, damit sie auch in der schweren Zeit den Zahlungsverpflichtungen nachkommen können. Auch sehr dramatisch sieht es in der Zweiten Bundesliga aus. Dort standen mindestens sieben Vereine bereits Ende Mai sehr fast vor der Insolvenz. Auch in der österreichischen Bundesliga wurde der Spielbetrieb zeitweise eingestellt. Kult-Stürmer Stefan Maierhofer gab über diese Ausnahmesituation ein ausführliches Interview.

Einige Profis in der 1. Bundesliga verzichteten aufgrund der Coronakrise teilweise auf ihr Gehalt verzichten. Derzeit sorgt Bayern-Star Thomas Müller für Aufruhr aufgrund des Gehaltsverzichtet und der bevorstehenden Transferphase des Klubs.

Punktabzug wird reduziert
Wenn eine Mannschaft im regulären Spielbetrieb Insolvenz anmelden muss, werden ihr laut § 11 Nr.5 der sogenannten Lizenzierungsordnung zur Strafe neun Punkte abgezogen. In der Coronakrise wird dies etwas entspannter gehandhabt, da die Vereine kaum ein Selbstverschulden haben, wenn sie nicht mehr liquide sind. Daher werden ihnen erst in der kommenden Spielzeit nur drei Punkte abgezogen. Darüber hinaus wird die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit in der nächsten Saison von Oktober auf September vorgezogen. So ist es schneller möglich, die finanzielle Situation der Vereine zu beurteilen.

Sportwetten in Zeiten der Coronakrise
Die Coronakrise zeigte sich auch mehr und mehr im Bereich der Sportwetten. Denn wenn keine Sportveranstaltungen stattgefunden haben, konnten auch keine Wetten platziert werden. Doch aus der Not heraus wurden einige Anbieter erfinderisch. So konnten die Spieler nicht nur auf die weißrussische Fußball-Liga setzen (die einzige noch aktive Profiliga in Europa), sondern auch auf bestimmte Amateurligen, wie beispielsweise in Schweden, wo die Krise ohnehin etwas leichter genommen wurde, als in diversen anderen europäischen Ländern. Über das aktuelle Sportwetten-Angebot informiert zum Beispiel dieses Vergleichsportal.

So gaben verschiedene Tageszeitungen in Dänemark und Norwegen an, dass zahlreiche dieser Spiele bereits unter Manipulationsverdacht stehen und einige aus diesem Grund sogar abgesagt wurden. Somit wird also klar, wie sich der Virus und die daraus entstehenden Folgen auf die Welt der Sportwetten auswirkt.

70 Prozent Umsatzeinbruch
Da kaum Sportveranstaltungen stattfanden, machten die unterschiedlichen Anbieter auch immer weniger Umsätze. So sollen Letztere durch die Coronakrise um circa 70 Prozent gesunken sein, gibt Dominik Beier an, der als Vorstandssprecher bei dem Wettanbieter Interwetten tätig ist. Wenn überhaupt noch gewettet wurde, dann zumeist auf Randsportarten, die unter den vorgeschriebenen Sicherheitsvorschriften ohne Bedenken stattfinden konnten.