In den Bergen gibt es für Hobbyfotografen eine Vielzahl an aussichtsreichen Motiven zu entdecken – und mit kleinen Tricks von Profifotograf Heinz Zak werden deine Landschaftsaufnahmen sogar noch spektakulärer. Diese sind dann fast zu schade, um auf der Speicherkarte in Vergessenheit zu geraten. CEWE bietet einige Ideen, wie du deine schönsten Fotos am besten in Szene setzt.


1. Möglichst nahe ran und rund herum
Traue dich ganz nahe an dein Motiv heran. Durch Nahaufnahmen erzeugst du Bilder mit einer beeindruckenden Tiefenschärfe. Tritt einen großen Schritt näher und gehe einmal um das Motiv herum. Bei einer Umrundung eröffnen sich neue Perspektiven.

2. Linien machen Bilder
Markante Linien wie Berghänge, Wege, Spuren und Muster in Schnee und Fels bringen Spannung und Dynamik ins Bild. Auch Diagonalen beleben die Aufnahme. Wichtig ist, dass die Linien und Proportionen im Bild in einem ästhetischen Verhältnis zueinander stehen. Das ist natürlich auch Geschmacksache. In der Kunst und der Fotografie kennen wir den Ausdruck „Goldener Schnitt“.

3. Vordergrund bringt Tiefe
Am Berg suche ich mir oft Steine, Bäume oder Blumen als Vordergrund für mein Motiv. Ein Vordergrund kann alles sein, was vor dem Hauptmotiv liegt – wenn es sich fotografisch so umsetzen lässt, dass die Distanz dazwischen fühlbar wird. Die zusätzliche Ebene vorne bringt mehr Räumlichkeit ins Bild.

4. Nicht in die Mitte
Wenn wir unser Hauptmotiv in die Mitte setzen, entsteht fast immer ein Bild ohne Spannung und Dynamik. Die einfachste Grundregel, die wir für die meisten Bilder anwenden können: Nichts in die Mitte setzen! Rücke den Menschen oder den Gipfel bewusst aus der Mitte, ebenso den Horizont, die Wasserfläche oder die Bergkette.

5. Ins Bild schauen
Wenn du Personen oder Tiere fotografierst, sollten diese immer in das Bild schauen. Wenn eine Person aus dem Bild hinausschaut, entsteht das unangenehme Gefühl, dass sich der Mensch abwendet. Das Gleiche gilt für das Hineingehen, -fahren oder -springen.

Zusatz-Tipps von Profifotograf Zak

  • Tote Flächen: Flächige, nichtssagende Bildteile sind „tote Fläche“, müssen aber nicht schlecht für das Bild sein. Dadurch können wir uns gerade auf das Wesentliche im Bild konzentrieren. Schlecht sind solche Flächen, wenn das Auge eigentlich von vorne nach hinten wandern will und von so einer Fläche daran gehindert wird.
  • Weniger ist mehr: Wichtig ist, das Bild auf wenige markante Blickpunkte zu reduzieren. In einem ungeordneten Wirrwarr findet sich das Auge nicht zurecht.
  • Angenehme Schärfe: Dinge (Steine, Blumen) im Vordergrund sollen scharf sein. Das Auge akzeptiert die dahinter liegende Unschärfe lieber als umgekehrt. Es muss gewiss nicht alles scharf im Bild sein. Das kreative Spiel mit Schärfe und Unschärfe ist ein beliebtes Gestaltungsmittel fortgeschrittener Fotografen. Die wichtigsten Bildteile sollten aber abgebildet scharf sein. Empfindlich ist unser Auge auch hier mit hellen Bildelementen: Helles sollte eher scharf abgebildet werden als Dunkles.
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Heinz Zak
Heinz Zak
geboren 1958 in Wörgl/Tirol, machte in den 1970er Jahren das Sportklettern in Österreich populär. Der Bergsteiger und Kletterfotograf publizierte zahlreiche Bildbände, seine Fotografien erscheinen in Magazinen weltweit.