Jeder Mensch trainiert auf eine andere Weise. Sowohl die Sportarten als auch das Trainingsumfeld können sich deutlich unterscheiden. Von alleine Joggen im Wald über regelmäßige Bewegung mit festen Trainingspartnern bis hin zum Mannschaftssport ist vieles möglich. Aber welche dieser Trainingsmethoden passt am besten zu dir? Wir geben einige Anhaltspunkte.


Alleine Trainieren
Zunächst besteht die Möglichkeit, den Sport alleine anzugehen. Dies kann einige Vorteile mit sich bringen, wie beispielsweise:

  • zeitliche Flexibilität und Spontanität
  • besser Möglichkeiten zur Abwechslung bei der Sportart


Gerade wenn dein Alltag keinen immer klar gestrickten Rhythmus hat und du aufgrund deines Berufes oder anderer Faktoren ohnehin Strategien zur Planung benötigst, um ein funktionierendes Zeitmanagement hinzubekommen, ist die Flexibilität eines Solo-Trainings eine große Hilfe. So kann die spontane Möglichkeit, Sport auszuüben, im Vergleich zu festgelegten Zeiten mit einem Partner viel Stress sparen. Zudem kannst du mehr Abwechslung in deine sportlichen Aktivitäten integrieren. Du allein entscheidest, ob du am jeweiligen Tag lieber laufen, ins Fitnessstudio gehen oder dich daheim austoben möchtest. Mit einem Trainingspartner gestaltet sich dies ungleich komplizierter, da dein Gegenüber möglicherweise nicht immer in der gleichen "Sportlaune" ist wie du.

Zu den Nachteilen dieser Trainingsmethodewiederum zählen:

  • keine gute Einordnung der Leistung, schwerere Zielsetzung
  • keine Motivation durch weitere Personen
  • weniger Struktur


Vor allem die Zielsetzung kann ohne Orientierung von außen schwerer fallen. Wirklich einzuordnen, wie dein Fortschritt ist, gestaltet sich ebenfalls komplizierter. Allerdings gibt es in Form von technischen Möglichkeiten wie Apps eine Vielzahl von Lösungen für dieses Problem, die gerade bei einem Work-out in den eigenen vier Wänden hilfreich sein können. Entsprechende Programme geben dir teilweise nicht nur einen Trainingsplan vor, sondern setzen auch neue Impulse und bieten zusätzlich begleitende Ratschläge zu Themen wie gesunder Ernährung. Zudem kannst du deine Leistungen und Fortschritte anhand einiger dieser Apps gut nachverfolgen und einordnen.

Ein weiteres Problem ist die fehlende direkte Motivation durch eine weitere Person. Das Anfeuern, wie auch die Hilfe bei einigen Übungen fällt weg. Allerdings bieten auch dafür verschiedene Apps, aber auch Formate in den sozialen Medien oder auf Youtube entsprechenden Ausgleich. Was im Rahmen zeitlicher Flexibilität noch ein Vorteil war, kann bezüglich der Eigenmotivation schnell zum Nachteil werden. Durch meist feste Trainingszeiten mit einem Partner bekommen deine sportlichen Aktivitäten eine Struktur. Diese musst du dir ohne ein Gegenüber in den meisten Fällen selbst geben.

Sport mit Trainingspartnern
Eine viel praktizierte Variante, gerade für das Joggen oder das Training im Fitnessstudio, ist die Ausübung des Sports mit einem Trainingspartner. Zudem gibt es Sportarten wie beispielsweise Tennis, die ein Gegenüber in den allermeisten Fällen unabdingbar machen.

Das regelmäßige Trainieren mit einer weiteren Person hat ganz individuelle Vor- und Nachteile. Zu den Vorteilen gehören:

  • Struktur durch festgelegte Zeiten
  • Motivation zu höheren Leistungen durch eine zweite Person
  • besseres Einordnen des aktuellen Trainingsstands
  • Erweiterung des Know-hows


Ein Trainingspartner bringt vor allem Struktur in den Trainingsplan. Dies liegt daran, dass es den meisten Menschen schwerer fällt, anderen Personen eine Absage zu erteilen, als einen Teil des Tagesprogrammes nur für sich selbst ausfallen zu lassen. Zudem müssen die Zeiten auf den Alltag beider Partner angepasst werden. Es ist also davon auszugehen, dass das gemeinsame Training zu regelmäßigen Zeiten stattfinden wird.

Weiterhin besteht die Möglichkeit, durch den richtigen Partner bessere Leistungen zu erbringen. Einerseits angestachelt durch dessen Ergebnisse, aber auch durch motivierende Zurufe und andere Hilfestellungen können schneller Erfolge erzielt werden, als durch eine ausschließlich intrinsische Motivation. Außerdem hast du mit einem Trainingspartner auch immer einen Vergleichswert, um deinen eigenen Fortschritt besser einordnen zu können. Dies kann neben anderen Strategien dabei helfen, erreichbare Ziele wie beispielsweise die Egalisierung der Leistung des Partners festzulegen.

Schlussendlich kann dich dein Trainingspartner auch durch sein Wissen weiterbringen. Möglicherweise lernst du so Übungen oder für den Fortschritt relevante Aspekte, die dir vorher noch nicht bewusst waren.

Jedoch bringen Trainingspartner auch Nachteile mit sich. Hierzu zählen unter anderem Faktoren wie:

  • Abhängigkeit von einer anderen Person
  • geringe Spontanität, wenig zeitliche Flexibilität


Zunächst bist du immer davon abhängig, ob dein Kompagnon motiviert ist und dich "mitreißen" kann. Hat dein Gegenüber einen schlechten Tag oder sagt das Training sogar ab, besteht die Gefahr, dass sich die Stimmung auf dich überträgt oder du den Sport ebenfalls ausfallen lässt. Hinzu kommt, dass gemeinsames Training oft in einem Fitnessstudio stattfindet. Hier ist die Wahl des richtigen Anbieters relevant, um keine Nachteile in Kauf nehmen zu müssen. Auch in diesem Punkt musst du dir mit deinem Trainingspartner einig werden. Was zunächst wie ein unwichtiges Detail erscheinen mag, kann bei unterschiedlichen Ansichten schnell zu Problemen führen.

Zudem bist du möglicherweise ein Mensch, der die Dinge lieber spontan angeht. In diesem Fall ist die geringe zeitliche Flexibilität, die das gemeinsame Planen mit einem Trainingspartner mit sich bringt, eher hinderlich.

Sport mit einem Personal Trainer
Alternativ zum privaten Trainingspartner könntest du auch einen Personal Trainer engagieren. Dieser gibt dir Tipps und begleitet dich auf dem Weg zu besseren Leistungen. Es ist also wenig verwunderlich, dass ein nicht unbeträchtlicher Teil von Hobbysportlern das Hinzuziehen eines solchen Coaches zumindest in Betracht zieht. Die Vorteile sind unter anderem:

  • Professionelle Anleitung bei Übungen
  • individuell abgestimmtes Training
  • Motivation und Regelmäßigkeit


Ein Personal Trainer ist Profi in seinem Gebiet. Er kann dir eine genaue Anleitung geben, wie und in welchem Umfang Übungen auszuführen sind. Einerseits kann so der Trainingserfolg gesteigert werden. Andererseits sinkt das Risiko von Verletzungen durch eine falsche Ausführung. Zudem können Personal Trainer das Programm in einigen Fällen individuell auf deine körperlichen Voraussetzungen abstimmen. Dies sorgt für ein zielgerichteteres, effizienteres und erfolgreicheres Training. In diesem Rahmen fungiert ein Profi-Coach auch als Motivator. Dies gilt einerseits für das Training selbst, als auch für die Strukturierung.

Allerdings bringen Personal Trainer auch einige Nachteile mit sich. Hierzu zählen:

  • höhere Kosten
  • möglicherweise stimmt die "Chemie" nicht


Ein Coach kostet in den meisten Fällen zusätzliches Geld. Du solltest dir also überlegen, was du bereit bist auszugeben. Zudem macht es Sinn, wenn du dich vorher darüber informierst, was angemessene Preise sind. Weiterhin sollte die Chemie zwischen Coach und Kunden stimmen. Ist dies nicht der Fall, besteht die Gefahr einer wachsenden Demotivation und Frustration. Wähle deinen Personal Trainer daher bis zu einem gewissen Grad auch nach dem sprichwörtlichen Bauchgefühl aus.

Ausübung von Mannschaftssport
Schlussendlich besteht die Möglichkeit des Mannschaftssports. Hierbei sind sowohl die Sportart, als auch die Persönlichkeiten im jeweiligen Team für den Erfolg und den Spaßfaktor relevant. Vorteile des Teamsports können sein:

  • Struktur und Regelmäßigkeit
  • hohes Maß an Motivation
  • zusätzliches Trainieren von Softskills wie Teamfähigkeit


Mannschaften trainieren sehr regelmäßig, oft einmal, manchmal sogar zweimal wöchentlich. Oft finden die Trainingseinheiten abends statt, da gerade im Erwachsenenalter viele Teammitglieder berufliche Verpflichtungen haben. Dies bringt ein besonders hohes Maß an Struktur in dein Training. Außerdem ist Teamsport hochgradig motivierend. Einerseits möchtest du durch gute Leistungen Anerkennung von der Gruppe bekommen und deinen Platz in der Mannschaft finden. Zudem kann die Vorbereitung auf kleinere Wettkämpfe zusätzlich den Antrieb steigern.

Nicht zuletzt hast du die Möglichkeit, auch Soft Skills wie Teamfähigkeit zu trainieren, die du in anderen Bereichen des Lebens ebenfalls benötigst. Nicht nur der Sport selbst, auch das Einfinden in ein Team spielen also eine entscheidende Rolle Mannschaftssport hat wenige Nachteile. Hierzu zählen:

  • Kosten durch den monatlichen Beitrag
  • wenig Flexibilität


Natürlich musst du in vielen Sportvereinen einen kleinen monatlichen Beitrag zahlen. Bedenkst du aber die vielen Vorteile, ist diese Aufwendung oft sehr lohnenswert. Auch die geringe zeitliche Flexibilität des Trainings kann ein Nachteil sein. Dieser wird jedoch ebenfalls durch die positiven Effekte wie das Gemeinschaftsgefühl sowie einer hohen Motivation egalisiert. Schlussendlich ist es, ähnlich wie bei einem Personal Trainer, jedoch unabdingbar, dass die Chemie zwischen dir und dem Team stimmt. Dafür solltest du bei der Auswahl des Vereins zumindest in Teilen auf dein Bauchgefühl hören.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass individuell am besten entschieden werden kann, ob das Training allein, mit Partner oder in der Mannschaft am besten funktioniert. Überlege genau, welche Kriterien die am wichtigsten sind und was am besten zu deiner Persönlichkeit passt. So wirst du ideal trainieren können.