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WienMarathon JedermannLauf

Wien-Marathon: Der "Jedermann"-Lauf

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Der menschliche Körper ist nicht für einen 42,195-km-Lauf geschaffen. Dennoch werden sich beim Vienna City Marathon 2011 wieder Tausende in das Abenteuer Marathon stürzen. Was diese Belastung für den Organismus bedeutet, weiß Andrea Mayr.

Die Ärztin lief 2009 mit Stressfraktur im Schienbein zum Sieg. Heuer ist die Oberösterreicherin nicht am Start. Im Herbst will sie das Olympialimit für London (2:35) erbringen. Derzeit büffelt sie für ihre Notarztprüfung. Die perfekte Gelegenheit, der SportWoche zu erklären, was aus medizinischer Sicht in einem Marathonläufer vorgeht.

Adrenalin spornt die Läufer an

Am Start auf der Praterbrücke ist die Aufregung groß: "Nicht schlecht, weil Stresshormone für eine schnelle Flucht sorgen, die Herzdurchblutung steigern." Die Gefahr dabei: "90 Prozent der Hobbyläufer gehen die ersten Kilometer zu schnell an. Man sollte bewusst die Zeit im Blick haben, sich am Anfang zurückhalten."

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Diese Frau kennt keine Schmerzen: Dr. Andrea Mayr

Egal, ob man mit oder ohne Pulsuhr unterwegs ist: "Man sollte sich nicht verrückt machen lassen. Gegen Ende des Rennens ist man oft so erschöpft, dass der Puls gar nicht mehr in die Höhe geht."

Endorphine sorgen für spätes Glück

Ein echtes Glücksgefühl stellt sich meist erst im Ziel ein. "Das kann bis zu zwei Wochen anhalten", weiß Mayr. Während des Rennens helfen die endogenen Morphine, den Schmerz zu unterdrücken. "Einmal bin ich vor dem Silvesterlauf umgeknickt, erst nach dem Rennen schwoll der Fuß fürchterlich an."

Mit ihrer Schmerzunempfindlichkeit bringt Mayr ihre Osteopathin zur Verzweiflung: "Ich kann ihr kaum Feedback geben. Andererseits sagt sie, wenn ich nicht so wäre, könnte ich wegen der vielen Verletzungen, die ich schon hatte, gar nicht mehr laufen."

Laktat, Krämpfe und Hitze

Der Laktat-Wert sollte bei so großen Strecken keine große Rolle spielen, weil die anaerobe Schwelle normalerweise nicht überschritten wird. Für einen Langstreckenläufer sind Krämpfe dagegen schon eher ein Problem: "Elektrolytgetränke helfen, dagegen vorzusorgen." Wenn einen bereits Krämpfe plagen, kann man nur hoffen, dass sie abklingen.

Bei einem Marathon kann der Körper Kerntemperaturen von über 41 Grad erreichen. "Deshalb sind fünf bis zehn Grad Lufttemperatur für einen Marathon ideal", weiß Mayr. Bei großer Hitze hilft eine Wasserdusche. Trinken ist zwar wichtig, sorgt aber kaum für Kühlung.

Alarmsignale müssen beachtet werden

Jeder reagiert anders auf ein zu hohes Tempo. "Mir verschlagt es immer die Ohren, wenn ich zu schnell unterwegs bin", lacht Mayr. Bei Schwindel oder wenn man nur noch verschwommen sieht, sollte man aufhören: "Ein Zeichen von Unterzuckerung. Wenn Trinken nicht hilft, sofort abbrechen." Die Symptome können nämlich auch auf Probleme im Herz-Kreislaufsystem hindeuten.

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Die Angst der Läufer: Der Hammer

Jeder Läufer kennt und fürchtet ihn. Den Punkt, an dem nichts mehr geht, die Leistung deutlich nachlässt. "Bei mir kam er einmal bei zehn und einmal bei vierzig Kilometern", erklärt Mayr, die mittlerweile so viel Härte zu sich hat, dass sie den Hammer kaum mehr mitbekommt: "Meistens spüre ich gar nichts. Nur die Zeiten werden schlechter."

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