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Triout Girls bei der ersten Olympischen Distanz / Bild: trioutgirls

TRIOUT Girls: Die erste gemeinsame Olympische Distanz

Artikel vom:

So fühlt es sich an, wenn die erste Olympische Distanz im Triathlon bevorsteht. In diesem Gastblog verraten Julia, Donata, Eva Maria und Melanie von den Triout Girls, wie es ihnen dabei ergangen ist – inklusive Tiefen, Höhen und Learnings. 

TRIOUT girls

trioutgirls.com ist der Blog für Mädels, die bereits Erfahrungen im Triathlonsport gesammelt haben, aber auch für jene, die diesen Sport ganz neu für sich entdecken wollen.

  
Ganz ehrlich? Wir waren schon lange nicht mehr soooo aufgeregt. Eine Mischung aus Vorfreude, Versagensangst und Panik machte sich breit. Das Gute, wir konnten alle noch ordentlich frühstücken und haben uns dann vor Ort beim Start auch wieder einigermaßen eingekriegt. Alles war einfach nur aufregend. Der Bike Check-in, die vielen Zuschauer, die sich langsam ihr Plätzchen um den See suchten, die laute Musik aus den Lautsprechern und der noch ruhende See, der auf den Ansturm der Athleten wartete.

Es ist 9:20, noch 10 Minuten bis zum Start. Das Racebriefing war bereits vorbei – wir wurden über alle Facts informiert - haben uns aber nix gemerkt. Doni, Eva, Julia und Meli stehen am Ufer des Neufelder-Sees und liegen sich in den Armen und es kullern pauschal die Tränen. Man blickt zurück auf einen unglaublichen Weg, der uns alle vier prägte und gleichzeitig schaut man nach vorne auf den Start ins tiefe Wasser. Auf das erste gemeinsame Rennen. Dankbarkeit und ein wenig Ehrfurcht liegen in der Luft. Aber eins war uns allen klar. Wir waren bereits zu diesem Zeitpunkt furchtbar stolz auf uns. Nach dieser Zeit voller Ungewissheit und Trainingsstress fiel uns auch sofort wieder ein, warum wir dort Hand in Hand stehen!

HERAUSFORDERUNG – SCHWIMMEN
Die größte Herausforderung beim Schwimmen war definitiv der Faktor der großen Ungewissheit. Was passiert nun? Werden wir die berühmt-berüchtigte Waschmaschine zum Start überleben? Finden wir unseren Rhythmus? Zwei von uns hatten zuvor auch entschieden, ohne Neo zu starten. Auch da blieb der Zweifel beim Anblick ALLER Anderen im Neo, ob diese Entscheidung wohl die richtige war? Aber wie es so oft der Fall ist, waren alle diese Dinge dann gar kein Problem. Wir alle kamen wirklich sehr gut ins Rennen und es fiel uns leicht, ruhig und stressfrei in unseren Rhythmus zu finden. Trotzdem stellte sich heraus, dass vor allem das Sichten der einzelnen Bojen und die Orientierung im Wasser eine der größten Challenges war. Vor allem Julia hatte vor lauter Konzentration auf das Schwimmen vergessen, öfter mal einen Blick nach vorne zu werfen und musste nach einigen Minuten feststellen, dass sie sich plötzlich mitten im See und weit abgeschlagen vom Rest befand. Nichtsdestotrotz schwamm sie Zug für Zug weiter, kam mit dem geradlinigen Schwimmen und dem Sichten aber überhaupt nicht klar. Im letzten Drittel des Schwimmens bemerkte sie dann, dass selbst die Brustschwimmer weit vor ihr lagen und der nette Herr von der Wasserrettung meinte, sie wär die Letzte. Das ist Balsam für die Seele – NICHT!
  

HIGHLIGHT:
Definitiv das Gefühl, in der Masse an Schwimmern nicht in Panik zu verfallen und schnell in den Rhythmus gefunden zu haben. Entspannung heißt dabei das Zauberwort.
LEARNING:
Sichten muss gelernt sein. Auch die Fähigkeit, geradeaus Schwimmen zu können, macht einen Wettkampf effizienter und lustiger. Viel mehr OWS-Einheiten einbauen und sich auf keinen Fall hetzen lassen – auch wenn mal jemand über dich drüberschwimmt.


HERAUSFORDERUNG – BIKEN
Grundsätzlich ist das Schlimmste für uns vorbei, wenn wir aus dem Wasser in die Wechselzone laufen. Da wir beim Schwimmen immer im hinteren Drittel verweilen, heißt Radeln auch immer: Alles aufholen, was geht. Die Wechselzone passiert, schwangen wir uns auf die Bikes und freuten uns alle auf die Strecke, die wir am Vortag noch zusammen besichtigt haben. Doch was war mit unseren Beinen los? Durch die fehlende Entspannung haben wir unsere Oberschenkel im Wasser nicht völlig geschont. Dazu kommt bei Julia die völlige Verwirrung über ihre verpatzte Schwimmleistung dazu, bei Eva die Übelkeit, die sie nach heftigem OWS manchmal verspürt.

Die ersten Kilometer am Bike waren für alle anstrengend. Der Neufelder Gegenwind machte zusätzlich noch jede Bergab-Strecke zu einer gefühlten Steigung. Trotzdem fingen wir an, einen nach dem anderen zu überholen (was uns extrem stolz gemacht hat) und kämpften uns somit stetig ins gute Mittelfeld.
  

HIGHLIGHT:
Kurz vor Ende der ersten Runde machte es Klick und der Körper schien auf einmal alles geben zu wollen. Zwei von uns fanden sich zudem auf der Radstrecke wieder und konnten die Laufstrecke zusammen bewältigen. Obwohl Meli vor Einfahrt in die Wechselzone anscheinend noch gerne eine dritte Runde gefahren wäre :).
LEARNING:
„Never, ever give up!" Selbst wenn es zu unvorhersehbaren Dingen, wie ein „Versagen" im Schwimmen kommt: DNF is not an option! Lass dir Zeit in der Wechselzone, jedes Fältchen der Socke im Radschuh wird sich rächen. Nutze die Zeit am Rad für Energiezufuhr – für Trinken und Essen – damit genug Schub fürs Laufen bleibt.


HERAUSFORDERUNG – LAUFEN
Für Eva, die noch immer mit ihrer Übelkeit aus dem Schwimmen kämpfte, war der Lauf sicherlich die größte Herausforderung. Mit mulmigem Magen fühlten sich 10 km wie ein Marathon an. Leider war sie auch gezwungen, öfter dazwischen zu Gehen – trotzdem hat sie es durchgezogen, was sie zur Oberkampfsau der TRI OUT girls macht :). Für Julia, die im Training das Koppeln öfter mal ausgeklammert hat, war das Gefühl in den Beinen nach der anstrengenden Radeinheit sehr ungewohnt. Dazu kam auch noch sengende Hitze und kein bisschen Schatten auf der ganzen Strecke.
 

HIGHLIGHT:
Zwei von uns konnten gemeinsam Hand in Hand ins Ziel laufen und wurden von der Menge getragen. Auch Julia wurde fulminant im Ziel empfangen und als Draufgabe aufgrund ihrer Erstteilnahme noch interviewt.
LEARNING:
Koppeltraining muss in unserer Vorbereitungsphase ein Fixpunkt werden, um die Beine an den Wechsel zu gewöhnen und von dieser Schwere nicht überrascht zu werden. Am Renntag ist alles anders – oft ist es beruhigender, nach seinem Gefühl zu laufen und sich nicht vom hohen Puls stressen zu lassen.

  
FAZIT
All in all verstehen wir nach unserem ersten gemeinsamen Rennen noch mehr, dass viele Athleten von diesem Sport nicht mehr loskommen. Es sind Stunden mit Höhen und Tiefen, Herausforderungen und Glücksmomenten. Es hat einfach unheimlich viel Spaß gemacht und wir können die Olympische Distanz nur jedem empfehlen, der in diesen großartigen Sport mal reinschnuppern möchte, ohne sein Trainingspensum massiv zu erhöhen. Wir sagen: Just Do It! und bereiten uns bereits auf unsere erste MITTELDISTANZ vor!


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