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So findest ein Mountainbike, das wirklich zu dir passt - am Foto: ein robustes Downhillbike für Abfahrer / Bild: Bergamont

So findest du das Mountainbike, das wirklich zu dir passt

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Bike ist nicht gleich Bike. Das ist einem spätestens dann klar, wenn man mit großen Augen im Mountainbike-Shop steht und versucht, sich zwischen Gefährten mit Carbon-Rahmen, vollgefedertem Heck und 27,5-Zoll-Reifen zu entscheiden. Wie du dich für das richtige MTB-Modell für dein Training entscheidest? SPORTaktiv klärt auf.


Welches Bike darf's denn sein? Eines zum Touren- oder Rennfahren, ein robuster Allrounder oder gleich was für's Grobe? Der angehende Mountainbiker wird beim Fachhändler vor eine schwierige Frage gestellt – und die vielen Kategorisierungen und Segmentierung in Bike-Bereich machen die Entscheidung nicht gerade einfacher. Aber um im Gelände Spaß zu haben und optimal trainieren zu können, braucht der Biker das für sich passende Modell. Wir helfen dir bei der Entscheidung und stellen dir hier die wichtigsten Kategorien in kompakter Form vor: Cross Country, All Mountain und Enduro.

CROSS COUNTRY ODER MARATHON
Racer aufgepasst! Die Cross Country-Bikes sind leichte, steife Hardteils für anspruchsvolle Sportler, meist im Renneinsatz. In den vergangenen Jahren wurden diese Bikes immer leichter – acht bis zehn Kilogramm, mit Carbon-Rahmen um 1.000 Gramm sind keine Seltenheit mehr. XC-Racer bevorzugen normalerweise eine sportlichgestreckte Haltung, weshalb der Rahmen dann auch ein längeres Oberrohr hat. Die Kettenstreben werden aktuell kürzer, um so die Manövrierfähigkeit zu verbessern. Der Wermutstropfen bei den Cross Country-Bikes: Die schnellen Leichtgewichte machen auch gleich mal die Geldbörse leichter – je nach Modell muss man schon mal 5.000 Euro oder mehr hinblättern.

Cross Country-Racebike / Bild: Orbea BikesHinsichtlich der Räder sind 29 Zoll Standard. Optimal für dein nächsten Rennen oder Renntraining wären Carbon-Laufräder, die vor allem in Kombination mit leichten Tubeless-Reifen die Beschleunigung deutlich verbessern – aber: diese Laufräder sind nicht ganz billig! Seit Jahren halten sowohl die Race-Fullys als auch die -Hardtails an einem straffen 100 mm Federweg fest – bei Langstreckenrennen zeichnet sich aber ein Trend zu leichten 120-mm-Carbonis ab.

Gut trainierte Rennfahrer sind mit 1x11-Antrieben unterwegs. Reine Hobbyfahrer tun sich in steilerem Geländer damit aber eher schwer, auch wenn der größte Zahnkranz bis zu 43 Zähnen haben kann. Zweifach-Kettenblätter sind für Hobbybiker die bessere Wahl, oft auch mit 11fach-Ritzel-Paketen.
  

ALL MOUNTAIN ODER TOURER
Das ausgewogene All Mountain-Bike ist für viele Freizeitbiker, die auf Alpen- oder Tagestouren abfahren, die perfekte Wahl. Diese Fullys haben nach wie vor den breitesten Einsatzbereich aller Mountainbikes – sie gehen Downhill in die Vollen, ohne dabei den Funfaktor bergauf auf der Strecke zu lassen. Die Geometrie ist also downhillgeprägter als bei Marathonfullys, aber noch nicht so extrem wie bei den Enduros – das macht sich vor allem im Gewicht positiv bemerkbar.

Die All Mountain-Rahmen sind im Vergleich zur Marathonklasse stabiler, der Lenkwinkel ist flacher, die Sitzposition ein wenig niedriger. Das sorgt für mehr Kontrolle, wenn du mit deinem Bike im Wald abfährst. Rahmen vollständig aus Carbon sind kaum in Bikes unter 4.000 bis 5.000 Euro zu finden – diese wiegen dann aber auch nur mehr rund elf Kilogramm.

Zum Fahrwerk: Vollgefederte Bikes mit Fahrwerken von 140 mm bis 160 mm definieren den Standard. Ebenfalls Standard bei allen höherwertigen All Mountain-Geräten sind Vario-Sattelstützen, die sich vom Cockpit aus absenken lassen. Wenn nicht, kann man sich diese für ein paar All Mountain-Bike / Bild: Haibikehundert Euro nachrüsten – in dieser Bikeklasse eine sinnvolle Investition, da sie das Bergabfahren um einiges sicherer machen. Auch der breite und hohe (meist gekröpfte) Lenker trägt zu mehr Sicherheit bei der Abfahrt bei. Ein Tipp für dein Training mit dem All Mountain-Bike: Wenn ein 2016er-All Mountain bergauf früh zum Steigen neigt, dann hat der Hersteller den Rahmen nicht optimal konstruiert.

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ENDUROS
Du willst nicht auf den Lift angewiesen sein, aber auch nicht auf Downhill-Fun verzichten? Dann greif am besten zum „abfahrtsorientierten" Enduro-Bike! Die Enduro-Geometrien haben sich aus den All Mountain-Bikes entwickelt, sind aber noch stärker auf Downhill ausgerichtet: Sie zeichnen sich durch eine noch aufrechtere Sitzposition und flacherem Lenkwinkel für ein sicheres Bergab-Gefühl aus. Der kompakte Hinterbau sorgt für mehr Wendigkeit.

Den Enduro-Bikes werden gerne gute Bergauf-Eigenschaften nachgesagt, unbestritten steht aber Downhill-Spaß bei dieser Bike-Kategorie im Vordergrund. Zum guten Teil ausschlaggebend dafür ist der Lenkwinkel, der bei manchen Enduro-Modellen sogar bei 65 Grad liegt – man kann sich denken, dass so ein Bike bergab Fun bringt. Bei einem Winkel an die 70 Grad kommt mehr Druck auf Front und Pedale, Uphill geht's dann schon leichter. 

Enduro-Bike / Bild: Trek BikesIn Bezug auf die Reifen sind 27,5 Zoll die übliche Größe – da aber der Grip wichtiger ist, sind die Reifen mindestens 2,4 Zoll breit. Jetzt zu den Bremsen: An Enduros sind 180 Millimeter vorn und hinten die Regel. Schwereren Bikern, die Trails gerne mit Speed nehmen, ist ein Kombi aus flachem Lenkwinkel und 200 mm/180 mm Bremsen zu empfehlen. Für unter 3.500 Euro sind kaum Enduro-Bikes zu bekommen. Und günstigere Modelle sind mit meist über 14 Kilo Lebendgewicht schon ziemlich schwer. Bemerkung am Rande: Wer pure Downhill-Action im gröbsten Gelände erleben will, greift am besten zum Freeride- bzw. Downhill-Bike. Dabei handelt es sich um ein stabiles, schweres Fully für steile Abfahrten, bergauffahren gelingt aber nur mit Mühe. Gewicht: 15 bis 18 Kilo. Federweg: ab 170 mm.

EINE KLASSE FÜR SICH: E-MOUNTAINBIKES
Früher belächelt, heute begehrt: Immer mehr Biker fahren auf E-Mountainbikes ab. Zu Recht, wie wir finden. Die komfortorientierten Bikes kommen zwar weniger in „echtem" Geländer denn vielmehr als Allroundbikes zum Einsatz, lohnen sich aber dennoch als Trainingsgeräte.

Bei den E-Fullys ist die Bandbreite bereits sehr groß: Bei längeren Alpenüberquerungen greift man am besten zum elektrischen All Mountain-Bike – anstatt seiner obligatorischen 40-km-Strecke legt der Biker mit dem E-Antrieb nämlichE-Mountainbike / Bild: Flyer Bikes (relativ) mühelos auch mal 60 Kilometer zurück. Bei den elektrobetriebenen Downhill-Raketen hingegen hilft der E-Motor beim Aufstieg – wer braucht da noch einen Lift?

Im E-Bike-Sektor hat sich in den letzten Jahren der Mittelmotor durchgesetzt – dabei wird der Rahmen immer um den Motor herum gebaut. Aber nicht nur der Motor, sondern auch der Akku wird bei neuen Modellen gern in den Rahmen „verpackt", was die Bodenfreiheit und somit die Sicherheit beim Fahren erhöht.


Welcher Bike-Kategorie du dich auch immer zugehörig fühlst, Trainings- und Fahrspaß garantiert jedes Modell auf seine eigene Weise. Am besten lässt du dich vom Bike-Fachhändler ausgiebig beraten – und dann geht's auch schon ab ins Gelände!


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