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Russia Coast to Coast, Tag 8: Wolfgang Faschings Solofahrt in Richtung Rekordbücher / Bild: Gregor Hartl Fotografie / Russland

Russia Coast to Coast, Tag 8: Wolfgang Faschings Solofahrt in Richtung Rekordbücher

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Bei Kilometer 3528 seiner Extremtour ist Wolfgang Fasching, der Russland zur Gänze von der Ost- zur Westküste durchquert, auf Gegenverkehr aus Österreich gestoßen, auf ein austro-russisches Zweierteam. Das radelt von Moskau bis Wladiwostok im Wechselrhythmus - also von West nach Ost auf etwa 800 Kilometer kürzerer Strecke. Der österreichische Radfahrer Andreas Fuchs war bei diesem Meeting gerade nicht auf dem Rad, sondern im Begleitfahrzeug, doch der Russe Anatoly Nesterov stoppte zum Handshake. Durchquert haben Russland schon viele – doch keiner solo wie Fasching: mit dem Motiv, einen Weltrekord aufzustellen. Und die Grenzen des Menschenmöglichen zu verschieben.


Der achte Tag seiner Transkontinental-Tour zauberte Wolfgang Fasching wieder ein Lachen ins Gesicht. Ein großes Tief hat der 46-Jährige überwunden auf dem Weg zum Baikalsee, dem größten Süßwasserspeicher der Erde. Actionreich ging es zwischen dem städtischen Verkehr in Ulan Ude und Irkutsk zu: Faschings Team begegnete der Mannschaft seines Landsmanns Andreas Fuchs, der mit dem Russen Nesterov die rund 800 Kilometer kürzere Strecke von Moskau bis Wladiwostok im Zweierteam bewältigt. Persönlich getroffen hat er ihn auf der Strecke allerdings nicht – weil sich Fuchs gerade in seinem Regenerationszyklus befunden hat. Ein kurzer Handshake mit Fuchs' russischem Partner Nesterov war Fasching ein großes Anliegen – und so stoppten sie mitten auf der Landstraße. Ein sportliches Servus inmitten Sibiriens – und schon entfernten sie sich wieder in entgegengesetzte Himmelsrichtungen. Als „Konkurrenz" sehe Fasching dieses Projekt keinesfalls. „Das ist wie eine unterschiedliche Disziplin. Ein Zweierteam funktioniert ganz anders, ist wie ein eigener Bewerb", sagt Fasching, der alleine mehr als das Doppelte der beiden bewältigen will.

RUSSIA COAST TO COAST
Auf die Idee, Russland zu durchqueren, kamen beide Teams über Andreas Sachs, der das Austria-Team gründete. Mit einem österreichischen Quartett absolvierte er im Vorjahr das „Race Across Russia" – von Moskau bis Wladiwostok. Nachdem Fasching davon Wind bekommen hatte, kam er auf diese unglaubliche Idee: das könne er doch auch alleine schaffen... Mit den Erfahrungswerten von Sachs & Co. Er wollte aber nicht nur bis Moskau, sondern bis St. Petersburg an die Westküste Russlands – mit dieser Verlängerung an die Ostküste würde dieser Versuch von der UMCA (Ultramarathon Cycling Association) als offizieller Weltrekord für die Kontinentaldurchquerung anerkannt werden. „Russia Coast to Coast" war geboren. Und Fasching durchquert nach Amerika, Australien mit Asien seinen dritten Kontinent.

ÖSTERREICHISCHES SELBSTVERTRAUEN
Andreas Sachs, der im Vorjahr selber 2500 Kilometer durch Russland strampelte, ist für die Organisation von Faschings Reise mitverantwortlich. „Eigentlich ist es ja witzig, wie die Österreicher im Extremsport tonangebend sind und was sie sich zutrauen", sagt Sachs, der mittlerweile weiß, wie unterschiedlich es in Teamstrukturen aussehen kann. „Im Viererteam war jeder für sich selber verantwortlich, das war relativ leicht überschaubar. Im Soloprojekt muss sich alles um den Sportler drehen", sagt Sachs. „Das ist nur durch das ganze Team zu schaffen, das hier zusammenarbeitet. Es ist viel Flexibilität gefordert." Überrascht ist er, wie sich die Lage im Vergleich zum Vorjahr verschärft hat: „Es gibt mehr Baustellen; es weht viel mehr Gegenwind als letztes Jahr."

PERMANENTE ACTION
Der in Moskau lebende gebürtige Kärntner Alexander Schachner zieht in Russland die Fäden für das Projekt. Gestern wurde er erneut zum Troubleshooter, als das Begleitfahrzeug Faschings zu Qualmen begann. „Es herrscht permanente Action. Im letzten Jahr hatten wir überhaupt keine Probleme – abgesehen von fünf Patschen der Räder. Hier jagt eine Challenge die nächste. Ein mehrköpfiges und ein Solo-Team funktionieren so unterschiedlich." An konkrete Zeitpläne und geplante Unterkünfte hält sich Fasching nicht immer – er fährt, solange es Körper und Geist aushalten. Und das schafft er oft länger als die vorab täglich veranschlagten rund 450 Kilometer. So hat er bereits mehr als 3700 Kilometer hinter sich gebracht. 6300 Kilometer und viele Abenteuer liegen noch vor ihm...

Weitere Infos zum 'Russia Coast to Coast' und Wolfgang Fasching findest du unter www.russiac2c.com und www.fasching.co.at


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