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Projekt "Schwedische Wolle": Fjällräven für mehr Transparenz bei der Wollproduktion

Artikel vom:

Der schwedische Outdoorspezialist Fjällräven will die Produktion schwedischer Wolle wiederbeleben. In Zusammenarbeit mit Brattlandsgården, einem Bauernhof in Zentralschweden, arbeitet Fjällräven an einer vollständig transparenten und rückverfolgbaren Produktionskette für Wolle im eigenen Heimatland. Der erste Schritt zu hochqualitativer Wolle von schwedischen Schafen ist bereits gemacht.


Fjällräven ist eine Marke, die alle Aspekte ganzheitlicher Nachhaltigkeitsarbeit betrachtet und ernst nimmt. Im Jahr 2013 stellten die Schweden mit The Fjällräven Way ihre Nachhaltigkeitsmission vor. Das Ziel dieser Maßnahme: gesündere Outdoor-Aktivitäten - für uns heute und für kommende Generationen. Die Mission ist dabei sehr facettenreich und umfasst Natur und Umwelt, wirtschaftliche Leistung, Wohlbefinden und soziale sowie gesellschaftliche Verantwortung. Diese Initiative hat Richtlinien zur Nachhaltigkeitsarbeit formuliert, die unter anderem dazu geführt haben, dass Fjällräven PFCs aus der eigenen Produktion verbannt, den Einsatz von Bio-Baumwolle und recycelten Materialien ausgebaut hat und mit dem Daunenversprechen laut Tierschutzorganisation Vier Pfoten den besten und transparentesten Daunenproduktionsprozess der Branche aufweisen kann.

Jetzt geht Fjällräven den nächsten großen Schritt auf dem Weg zu noch mehr Transparenz und Nachhaltigkeit. Ins Leben gerufen durch CEO Martin Axelhed und Nachhaltigkeits-Managerin Christiane Dolva arbeitet Fjällräven daran, ähnlich wie beim Daunenversprechen, eine vollständig rückverfolgbare und transparente Produktionskette für Wolle zu schaffen. Gleichzeitig möchte man die schwedische Wollindustrie wieder aufleben lassen.

RÜCKVERFOLGBARKEIT
Rückverfolgbarkeit ist kein einfaches Thema, insbesondere dann nicht, wenn die Hauptlieferanten dieser Rohstoffe weit entfernte Länder wie Australien, Neuseeland oder Südafrika sind. Dabei stellt es eine große Herausforderung dar, die Rohstoffe bis zur jeweiligen Farm zurückverfolgen zu können, um so sicherzustellen, dass auch dort detaillierte Anforderungen entsprechend eingehalten werden.

"Wenn man heute als Unternehmen Wolle kauft, dann geschieht dies meist über einen Garnhersteller oder gar eine Weberei, die dann im Kontakt mit einem Garnhersteller steht, der wiederum von einer Spinnerei beliefert wird und so weiter. Für uns ist es entsprechend eine große Herausforderung, in diesem Konstrukt Wolle direkt vom produzierenden Bauernhof zu beziehen und bis ins Detail rückzuverfolgen. Wir wollten außerdem herausfinden, ob es möglich ist, eine eigene Produktions- und Lieferkette aufzubauen, die vollständig in Schweden ist. Das ist gar nicht so einfach, wenn ein gesamter Industriezweig schon seit langer Zeit in andere Länder ausgelagert wurde," sagt Christiane.

Schwedische Schafe werden heute hauptsächlich zur Fleichproduktion aufgezogen. Der Großteil der dabei anfallenden Wolle wird als ungenutztes Nebenprodukt weggeworfen. Das liegt daran, dass diese Wolle sehr grob und fest ist. Sie eignet sich höchstens für die Teppichproduktion. Fjällräven wollte auf diese Verschwendung aufmerksam machen und gleichzeitig die Produktionskette vollständig beleuchten, um eine noch bessere Rückverfolgbarkeit zu ermöglichen.

PILOT-PROJEKT
Und so wurde das Best Practice Projekt "Schwedische Wolle" ins Leben gerufen. In Zusammenarbeit mit einem ganzheitlich geführten Landwirtschaftsbetrieb in Zentralschweden, dem Brattlandsgården und der Landwirtin Natasha Skott hat Fjällräven seine ersten eigenen Schafe gekauft. Sie sind eine neue schwedische Rasse, genannt Jämtlandsfår, die sehr feine und hochqualitative Wolle mit Werten von 19 und 21 Mikron liefert. Zum Vergleich: Merinowolle liegt zwischen 17 und 24 Mikron – und je niedriger die Mikron-Zahl, desto feiner ist die Wolle.

Bis zum heutigen Tag wurden die Schafe im Brattlandsgården zweimal geschoren und auch die im Juni neugeborenen Lämmer haben ihre erste Schur erhalten. Im nächsten Schritt wird nun die Wolle gewaschen, gesponnen und anschließend in eine limitierte Anzahl von Sweatern gewebt, die ab Herbst/Winter 2017 erhältlich sein werden.

Obwohl das ganze Projekt noch in den Kinderschuhen steckt, konnte Fjällräven schon einige wichtige Erkenntnisse gewinnen. "Wir haben gelernt, welche exakten Anforderungen wir an unsere Lieferanten stellen müssen, um die beste Qualität an Wolle zu erhalten. Denn um diese Qualtität zu bekommen, reicht es nicht aus, nach einen sehr weichen Griff oder nach Lammwolle zu fragen, sondern vielmehr bis auf Mikrometerebene zu definieren, was man genau möchte," erklärt Christiane. "Auch über den Waschprozess selbst und die weitere Behandlung der Wolle mit Methoden wie 'superwash', bei der die Wolle mit einem feinen Plastikfilm überzogen wird, um sie auch in der Waschmaschine waschen zu können, haben wir viel gelernt. Mit diesem detaillierten Wissen haben wir für uns entschieden, eine solche chemische Nachbehandlung nicht einzusetzen. Unsere schwedische Wolle wird auch ungefärbt sein. Sie kommt also in ihrer natürlichen Form und Farbe. Für den Endverbraucher heißt das wiederum, dass er sich die Zeit nehmen muss, um zu lernen, das Kleidungsstück richtig zu pflegen und per Hand zu waschen."

Das Unternehmen Fjällräven plant, die gewonnenen Einblicken und Erfahrungen aus diesem Pilotprojekt in seine internationalen Produktions- und Lieferkette für Wolle einfließen zu lassen um Qualität und Transparenz noch weiter zu optimieren. Man arbeitet zudem an Partnerschaften mit schwedischen Woll-Wäschereien, Spinnereien und Webereien um 100 % in Schweden hergestellte Produkte anbieten zu können. Das Ziel für die Zukunft ist es, das Projekt in seinem Maßstab zu vergrößern, die Produktion auszuweiten und dabei weiterhin eine vollständige Rückverfolgbarkeit der Wolle zu garantieren.

Mehr Infos: www.fjallraven.de


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