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Österreicher haben bessere Figur als Amerikaner – essen aber mehr! / Bild: iStock / Cory Thoman / Czgur / Elena Nayashkova/ Collage

Österreicher sind Kalorien-Weltmeister, aber schlanker als Amerikaner

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Wer hätte das gedacht? Die US-Amerikaner nehmen laut Statistik schon um die 3639 Kalorien pro Tag zu sich. Die Österreicher toppen diesen Wert aber noch! Trotz höherer Kalorienzufuhr schaffen sie es, schlanker als die „Amis" zu bleiben.


Zugegeben, die Österreicher haben sich nicht unbedingt einen Orden verdient, wenn es um gesunden Konsum geht: Sie rauchen mehr als der OECD-Durchschnitt und sind beim Alkoholkonsum europäische Spitze – gleich hinter den Litauern. So konsumierte ein Österreicher über 15 Jahren zwischen 2000 und 2013 im Durchschnitt 12,2 Liter reinen Alkohol pro Jahr. Exzessiver Alkoholkonsum und Tabakgenuss gehen mit einer höheren Sterblichkeitsrate Hand in Hand, das wissen die meisten Österreicher. Dass Überernährung und Fettleibigkeit ebenfalls miteinander in Zusammenhang stehen, ist aber noch nicht zu allen durchgedrungen.

DiePresse.com berichtete unlängst von einem Artikel des US-amerikanischen Politmagazins Foreign Policy. In dem Artikel heißt es, dass Österreich zwar mehr isst als Amerika, die Amerikaner aber trotzdem dicker sind. Überhaupt sei die Kalorienzufuhr weltweit gestiegen, doch sind in manchen Ländern grundsätzlich schlankere Einwohner zu finden als in anderen. Das Politmagazin bezieht sich dabei auf eine Veröffentlichung der Suchthilfeorganisation „Recovery Brands", die zwischen 2004 und 2013 Konsumtrends dokumentierte.
  

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SCHWERE KOST
Lange Zeit galten die Amerikaner mit ihrer Kalorienzufuhr von 3693 Kalorien pro Tag als die Könige der Gefräßigkeit – kein Wunder, bei dem Angebot an Burger und Fried Chicken im Land. Österreich hat die USA jetzt aber als Schwergewicht abgelöst. Denn die Österreicher konsumieren am Tag durchschnittlich stolze 3784 Kalorien, allerdings ohne die gleichen schädlichen Konsequenzen. Knapp ein Drittel der US-Amerikaner ist fettleibig, in Österreich sind hingegen „nur" zwölf Prozent der Männer und Frauen von Übergewicht betroffen. Den Grund für dieses Ungleichgewicht führt der Bericht der Suchthilfeorganisation jedoch nicht an.

Interessant sind auch die Erkenntnisse einer Studie, die im März in der medizinischen Fachzeitschrift BMJ veröffentlicht wurde: Forscher fanden nämlich heraus, dass 58 % der durchschnittlich 2079 Kalorien, die ein Mensch jeden Tag isst, aus hochverarbeiteten Lebensmitteln kommen. Gemeint sind verpackte Lebensmittel wie Brot, Müsli, salzige Knabbereien und Soda. Viele dieser Sattmacher enthalten ungesunde Zusatzstoffe wie künstliche Aromen, Süßstoffe und Emulgatoren, die in frischen Lebensmitteln in der Regel nicht zu finden sind. Die anderen 30 % der Kalorien stammen aus nicht verarbeiteten oder nur minimal verarbeiteten Lebensmitteln wie Gemüse und Milch. Dieses teilweise blinde Vertrauen in hoch verarbeiteten Lebensmitteln führe zu Überfütterung und Mangelernährung, so die Forscher, da sie oftmals reich an Zuckerzusätzen und trotzdem nährstoffarm seien. Deshalb sind sie auch unter dem Namen „leere Kalorien" bekannt.

ÜBERGEWICHTS-KRISE?
Österreich steht mit seiner widersinnig erscheinenden Situation aber nicht alleine da – die Belgier etwa nehmen pro Kopf genauso viele Kalorien zu sich wie die Amerikaner, dürfen sich aber über eine beneidenswert niedrige Fettleibigkeitsrate von zehn Prozent freuen, so der Report von Recovery Brand weiter. Demgegenüber stehen beispielsweise Chile und Mexiko: Die Menschen dort hätten zwar Zugang zu weniger Kalorien als in anderen Ländern, trotzdem sind sie in der Liste der Länder mit den meisten übergewichtigen Bürgern ganz weit oben. Europa dürfe sich laut Weltgesundheitsorganisation aber nicht auf seinen „Lorbeeren" ausruhen, denn schon im Jahr 2030 soll der europäische Kontinent einer Übergewichts-Krise nahe sein. Insgesamt raucht und trinkt die Welt immer weniger, gleichzeitig isst sie mehr und mehr, lautet passend dazu das Urteil von Foreign Policy.


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