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Lawinencamps - Safety first!

Artikel vom:

Das Sicherheitsdenken veranlasst immer mehr vernünftige ­Skitourensportler, ein „Lawinencamp“ zu besuchen. Was man da Nützliches lernt? Wir haben es uns am Beispiel der ­„Mammut Alpine School“ genauer angeschaut.

 

Einerseits gibt es wohl noch immer Einsteiger in den Skitourensport (oder in andere sportliche Spielarten, die sich im winterlichen freien Gelände abspielen), die das Thema Lawinengefahr nach dem Motto: „Wird schon nichts passieren“ angehen. Die schaffen sich sogar eine teure Sicherheitsausrüstung an, aber erachten dann das Überfliegen der Bedienungsanleitung als ausreichende Vorbereitung.Und für manch andere wiederum ist das Gefahrenpotenzial durch Lawinen eine zu große Hemmschwelle, über die sie sich, obwohl sie der Outdoor-Skisport eigentlich reizen würde, gar nicht drübertrauen.

 

Tatsächlich muss man allen, die sich erstmals (oder bislang mutig-unkundig) ins Gelände trauen, nur dringend die Empfehlung geben: Besucht einen Lawinenkurs! Zwar ist man nach so einem Kurs klarerweise noch kein Meister, denn schließlich lernen auch echte Lawinenprofis wie Berg- und Skiführer niemals aus. Aber was man dort an nur einem Tag mit den Lawinenprofis mitbekommt, ist ein klarer, realistischer Blick für die Materie.

 

Wie das „SAFETY CAMP“ abläuft

Um speziell den Einsteigern einen Eindruck zu vermitteln, was sie bei einem Lawinenkurs erwartet, haben wir uns an die „Mammut Alpine School“ gewandt – und wollten wissen: Wie laufen solche „Safety Camps“ ab – und was lernt man dort konkret als Neuling?

Reiner Taglinger, Leiter der Mammut Alpine School: „Für Einsteiger gibt’s bei uns zwei Möglichkeiten. Eine Tagesveranstaltung oder ein zweieinhalb Tage dauerndes Camp. Der Unterschied: Beim Eintageskurs dreht sich alles um das Thema Kameradenbergung. Aber einen Lawinenlagebericht zu interpretieren, Hänge und Schneearten zu analysieren – dafür muss man einfach mehr als einen Tag einplanen.“

ÜBEN IST DAS UM UND AUF

Eines haben beide Campvarianten gemeinsam: Es werden nicht mehr als sieben, höchstens acht Personen pro Gruppe aufgenommen, um eine individuelle Betreuung zu gewährleisten. Jeder soll bei praktischen Übungs­einheiten so oft wie möglich an die Reihe kommen. „Selber Verantwortung zu übernehmen, ist etwas völlig anderes, als dem Profi zuzuschauen – aber gerade darauf kommt es im freien Gelände an.“ Das persönliche LVS-Gerät, sofern man schon eines besitzt (egal, welcher Marke), nimmt man zum Kurs mit.

Der Eintageskurs startet mit einer­ kurzen theoretischen Einführung, „dann geht’s eigentlich gleich raus ins Gelände. Anhand von verschiedenen Übungsszenarien zeigen die Bergführer, wie man mit einem LVS-Gerät umgeht“, erklärt Reiner Taglinger. Beginnend mit kleinem und großem LVS-Check, geht es relativ rasch zum simulierten Ernstfall – zunächst mit einer angenommenen „Einfachverschüttung“.

Die relevanten Fragen: Wie schaut eine erfolgsversprechende Suchstrategie aus? Wie funktioniert systematisches Sondieren? Welche Fehler werden oft dabei begangen? Wie kann man den Ablauf in einer Gruppe optimieren, sich Aufgaben teilen? „Das alles wird durchgespielt. So komisch das klingt – aber sogar das Graben mit der Lawinenschaufel muss man vor dem Ernstfall geübt haben“, weiß der Experte. Am Ende des Tages sollte man ­Szenarien so oft geübt haben, dass man das Gelernte im Notfall sicher anwenden kann.

 

GEFAHR ABSCHÄTZEN LERNEN

Vorwissen benötigt man auch für die Zweieinhalb-Tage-Variante des Mammut Safety Camps nicht: Nach einem Einführungsabend geht es auch hier bald ins Gelände zum Üben. Nur dass hier neben Suche und Bergung auch erste Basics vermittelt werden, die einem erlauben, Lawinengefahren selbst einzuschätzen. Und auch einen Lawinenlagebericht richtig zu interpretieren – denn das ist keine Selbstverständlichkeit.

Das Wissen wird draußen im Gelände und ergänzend in abendlichen Vorträgen vermittelt. Aber klar ist: Zusammenhänge zwischen Hangneigung, Schneebeschaffenheit, Temperaturen usw. lernt man nicht an einem Wochenende – aber der Einstieg ist getan.

Wie schon erwähnt – was man bei der ersten „Schulung“ durch Profis vor allem mitbekommt: „Lawinengefahr darf zu keiner Zeit unterschätzt werden. Aber bei vernünftigem Umgang ist das kein Grund, gleich auf eine Sportart zu verzichten.“

Wer oft genug übt und Szenarien praktisch kennenlernt, wird im Ernstfall dann auch einen kühlen Kopf bewahren und das bestmögliche aus einer Situation herausholen – auch wenn dieser Ernstfall hoffentlich nie eintritt.

 

 

 

Anbieter von Lawinencamps

Alpinvereine, Hersteller von Sicherheitsequipment, aber auch praktisch jede Bergsport- und Alpinschule bieten Kurse und Camps zum Thema Lawinensicherheit und Umgang mit LVS-
Gerät und Co. an. Hier nur einige Beispiele von Anbietern:

Mammut Alpine School
Laufend Ein- und Zweieinhalbtageskurse für Skitouren-Einsteiger im ­Tiroler Ötztal.

INFO: www.mammut.ch

Naturfreunde
„LVS-Intensivtraining“ der ­Naturfreunde z. B. am 12. Jänner 2012 in Hallein (S) oder in Bad Kleinkirchheim (K).

INFO: www.naturfreunde.at

Alpenverein
„Risk’n’Fun“, die Ausbildung für junge Freerider der Alpenvereins-Akademie, in allen Bundesländern.

INFO: www.alpenverein.at/risk-fun

ortovox Safety Academy
Vier Kursstufen von Basic bis ­Advanced, angeboten vom Hersteller von Lawinensicherheitsequipment ­Ortovox, mit zahlreichen ­Terminen in ganz Österreich.

INFO: www.ortovox.com

 

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