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Inlineskates Rollschuhe SChnelllauf ÖRSV

Inlineskates, Rollschuhe und Co.: Rollen im Verein

Artikel vom:

Auf Inlineskates und Rollschuhen kann man nicht nur dahinrollen. Die Vereine des Österreichischen Rollsportverbandes bieten Sportarten an, die viele gar nicht kennen – aber das Zeug zum „Renner“ haben.

Abfahrt, Slalom, Hockey, Schnelllauf, Kunstlauf: Viele Rollensportarten erinnern nicht nur auf den ersten Blick an den Wintersport. Und nicht nur unsere alpinen Abfahrtsstars, sondern auch die Inlineskater rasen weltweit zu Erfolgen. Der derzeit erfolgreichste heißt Daniel Ladurner, ist siebenfacher Weltmeister sowie Weltcup-Gesamtsieger 2013 im Inline-Downhill.
Bei der Zahl der Vereinssportler aber hören sich die Analogien auf: 142.000 Mitgliedern allein im Österreichischen Skiverband stehen 3.539 Aktive im Österreichischen Rollsportund Inlineskateverband (ÖRSV) gegenüber. Gut, Österreich ist eine Wintersportnation. Andererseits gibt es natürlich Zehntausende nicht-organisierte Freizeitskater. Was den Verdacht nährt, dass der organisierte Rollsport einfach noch zu wenig bekannt ist. An der Attraktivität kann es kaum liegen: „Im Downhill werden Geschwindigkeiten um die 100 km/h erzielt, über die Sprintdistanzen im Speedskaten 50 bis 60 km/h“, weiß der geschäftsführende ÖRSV-Präsident, Michael Eisl. „Und in Langstreckenbewerben schaffen die Topathleten rund 40 km/h Schnitt. Der Belgier Bart Swings skatete den Berlin-Marathon in 59:28 min!“ Auch die Vielseitigkeit des Rollsports kann sich sehen lassen: Vom flotten Einzel- bis zum rasanten Mannschaftssport, von der Ausdauer über die Schnellkraft bis zur Geschicklichkeit – für jede(n) ist das Passende dabei, je nach Sparte in unterschiedlicher Ausprägung.

BESSERE TECHNIK – MEHR SPASS
Reine Freizeitskater können den organisierten Rollsport aber auch als „Lehrstelle“ nutzen. Für viele ist ja zum Beispiel die Bremstechnik gerade zum Einstieg ein kleines Mirakel. „In den Vereinen gibt es geschultes Personal, das Sportler von Anfang an dabei begleitet, Bewegungsabläufe richtig zu lernen. Das richtige Bremsen ist wichtig, aber eben nur eine Komponente von vielen“, erklärt Michael Eisl. Die Lauftechnik richtig zu erlernen zahle sich in jedem Fall aus: „Eine gute Technik ermöglicht höhere Geschwindigkeiten, wendigere Manöver und damit viel mehr Spaß und Motivation“. 
Auch in Ausrüstungsfragen bekommt man in den Vereinen wertvolle Hilfestellungen. Je nach Sportart unterscheiden sich ja die Skates erheblich – nicht nur in der Anordnung und Zahl der Rollen: Im Speedskating sind möglichst große Rollen mit bis 110 mm Durchmesser gefragt, im Spitzensport kommen Hightech-Carbonskates zum Einsatz. Beim Downhillskaten kommt es auf die Stabilität an, weshalb hier Hardboots verwendet werden. Für den Breitensport und ambitionierte Freizeitsportler sind dagegen komfortable Softboots eine ausgezeichnete Wahl. Und sogar die „guten alten“ Rollschuhe leben im Rollkunstlauf und Rollhockey fort. „In allen Bereichen sollte man Wert auf hohe Qualität und gute Beratung legen – und auch dabei sind unsere Vereine gerne behilflich.“
Ebenfalls ein gutes Argument „pro Verein“: Clubs bieten die benötigte Infrastruktur, die zur Sportausübung benötigt wird! Denn nach wie vor fristen Inlineskater und andere Rollsportler auf öffentlichen Straßen ein rechtliches Nischendasein. Michael Eisl: „Inlineskates sind gesetzlich als Spielgerät klassifiziert. Auch wenn es hier auf europäischer Ebene schon einige Verbesserungen gab – im Vergleich zum Fahrrad als Sportgerät gibt es erhebliche Nachteile. Hier würden wir uns eine Annäherung wünschen.“
Die mit Abstand meisten Vereinsrollsportler gibt es im Inline- Skaterhockey: 30 Vereine haben dort 2.700 Mitglieder. Und seit dem Start 1995 hat sich die Szene Schritt für Schritt vergrößert. „Es gibt Herren und Damenbundesliga, National-, Landes- und Regionalligen. Auch die Nachwuchs arbeit von U10 bis U19 ist gut aufgestellt. Seit 2006 nehmen heimische Teams an Titelkämpfen des Weltverbandes IISHF teil.“
Die zweite, viel kleinere Mannschaftssportart heißt Rollhockey, hat drei Vorarlberger plus einen Kärntner Verein, mit gesamt 250 Aktiven. Umso erstaunlicher: Österreichs Rollhockey- Nationalteam hatte sich 2013 erstmals für die A-WM qualifiziert.
Eine gewisse innerösterreichische Westlastigkeit lässt sich auch in anderen Rollsportarten feststellen, weiß Michael Eisl: „Inline Alpin wird hauptsächlich in den westlichen Bundesländern Vorarlberg, Tirol und Salzburg ausgeübt.“ Also wieder eine Parallele zum Wintersport. Beim Inline Slalom wird auch ganz skimäßig durch die Kippstangen gecarvt. Einzig Rollkunstlauf hat seine Hochburg im Osten, in Wien und im Burgenland.
Wer sich nun für eine der Vereinsspielarten des Rollsports interessiert, sich aber in der „falschen“ Region zu Hause wähnt, soll sich trotzdem nicht abhalten lassen. Denn erstens bestätigen Ausnahmen die Regel, und zweitens ist es eines der Verbandsziele, „die weißen Flecken auf der Landkarte bald zu schließen“. Die organisierte Rollsportszene freut sich immer über Nachwuchs – und Vereine kann man ja auch gründen. An Spaßargumenten mangelt es angesichts der vielen Rollsportarten sicher nicht.

RECHTLICH BETRACHTET: SKATEN AUF ÖFFENTLICHER STRASSE

  • Inlineskates gelten rechtlich als Spielgerät. Das heißt: Auf der Fahrbahn ist Skaten verboten (außer in Wohnstraßen); auf Gehsteigen, Gehwegen und Zebrastreifen ausdrücklich erlaubt.
  • Zusätzlich erlaubt ist das Befahren von Radfahranlagen, ausgenommen Radfahrstreifen außerhalb des Ortsgebiets. Skater müssen sich hier an die vorgeschriebene Fahrtrichtung halten und die für Radfahrer geltenden Verhaltensmaßregeln beachten.
  • Generell gilt: Andere Verkehrsteilnehmer nicht gefährden oder behindern, Tempo der Verkehrsdichte anpassen, immer bremsbereit und dem eigenen Können angepasst unterwegs sein.
  • Kinder unter zwölf Jahren dürfen sich nur in Begleitung rollend fortbewegen. Ausnahme: ab zehn Jahren mit einem Fahrradausweis.



DER ÖSTERREICHISCHE ROLLSPORT- UND INLINESKATEVERBAND (ÖRSV)
Gründungsjahr: 1937
Vereine: 85; Mitglieder: 3.539
Präsident: Hannes Gschwentner
Geschäftsführender Präsident: Mag. Michael Eisl
Verbandsadresse: 6300 Wörgl, P. Mitterhofer Weg 23
Tel. 0676/53 20 215
oersv@oersv.or.at
www.oersv.or.at


DIE SPARTEN

Inline-Speedskating:

  • Bahnrennen werden auf 125 bis 250 m langen Ovalen auf einheitlichem Untergrund (Beton, Asphalt oder Kunststoff) ausgetragen.
  • Straßenrennen finden auf abgesperrten Straßenkursen statt und können zwischen 250 und 10.000 m lang sein.
  • Langstreckenrennen führen oft über die (21-km-)Halbmarathon- und (42-km-)Marathonstrecke und sind auch für Fitness sportler besonders interessant.
  • Vereine in Österreich: 36.

Inline Alpin:

  • Ähnlich wie beim Skifahren werden Rennen im Downhill, Riesenslalom und Slalom durchgeführt. Im Slalom beträgt das Gefälle 5 bis 12 Prozent.
  • Vereine in Österreich: 10.

Rollkunstlauf:

  • Wird auf Rollschuhen in Hallen oder auf Außenbahnen durchgeführt und ähnelt dem Eiskunstlauf. Rollkunstlauf wird in Einzel-, Paar- oder großen Formationen als Wettkampf oder Showsport ausgeführt.
  • Vereine in Österreich: 5

Inline Skaterhockey:

  • Eishockeyähnlicher Mannschaftssport auf einem 20 x 40 m großen Spielfeld mit Banden. Spielgerät ist ein Hartplastikball. Auch die Schutzausrüstung ist dem Eishockey entlehnt, Checks sind aber nicht erlaubt. Auch die Abseitsregel gilt nicht.
  • Vereine in Österreich: 30.

Rollhockey:

  • Hockeysportvariante auf Rollschuhen, ohne Körperkontakt, die deshalb auch ohne Schutzausrüstung (Ausnahme: der Tormann) gespielt wird. Der Ball ist mit Kork gefüllt.
  • Vereine in Österreich: 4

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