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/// News

Getestet: Das Trek Powerfly+ FS

Artikel vom:

"Du wirst den Winter zuhause vergessen" hieß es in der Einladung zum Trek Media Camp in die Sierra Nevada. Sonne tanken während man das neue E-Mountainbike Powerfly+ FS auf Herz und Nieren testet.


Die Höhensonne in der Bergwelt rund um Granada hätte meinem blassen Winterteint bestimmt gut getan, jedoch begrüßte uns am Morgen vor der Ausfahrt ein dichtes Wolkenmeer und strömender Regen. Die Stimmung konnte dies allerdings nicht dämpfen - rauf auf's Bike und elektronisch unterstützt ab ins Gelände. Immerhin hatte ich nun die einmalige Gelegenheit, den Fragen nach der Dichtheit des Motorgehäuses und des Grips eines 21kg schweren E-Bikes nachzugehen. Das Rad ist nicht auf sportliche Höchstleistungen oder für extrem technische Fahrer ausgelegt, ganz im Gegenteil. Trek geht es vor allem um die/den durchschnittliche/n MountainbikerIn. Der Spaß am Tun steht hier klar im Vordergrund.

Video: Das Trek Powerfly+ FS 9 in Action


TECHNISCHE DETAILS

Das Bike, genau genommen das Modell Powerfly+ FS 9, ist mit einem Bosch P400 Motor der Performance Linie ausgestattet, welcher für kraftvolles und sportliches Fahren ausgelegt ist. Lediglich im günstigsten Modell FS5 wird die Variante A400 der Active Linie verbaut. Weiters ist das Rad mit einer SRAM X1, 120mm Rock Shox Revelation und Monarch DB, sowie einer Shimano XT Trail Bremse ausgerüstet. Eine ausfahrbare Sattelstütze rundet den Trailspaß ab. Die Geometrie ist sehr aufrecht, sorgt für eine entspannte Sitzposition und gibt bergab ein gutes Maß an Sicherheit.

Die 3 Modelle Trek Powerfly+ FS 5, FS 7 und FS 9:

Trek Powerfly FS 5 / Bild: Hersteller Trek Powerfly FS 7 / Bild: Hersteller Trek Powerfly FS 9 / Bild: Hersteller

IM ÜBERBLICK
Der Motor an sich ist Standardware von Bosch. Mit 400 Watt wird auch bei diesem Pedelec bis zu 25km/h unterstützt wenn man selbst in die Pedale tritt. Über die Intuiva Anzeige am Lenker und einem Daumenschalter kann die gwünschte Unterstützungsstufe gewählt und die Reichweite überwacht werden. Trek hat für den Motor allerdings eine eigene Abdeckung entwickelt. Diese erlaubt es, den Dreh- und Angelpunkt des Hinterbaus zu optimieren und vermeidet eine unnötige zusätzliche Umlenkung der Kette. Drehpunkt und Kettenstrebenlänge sollen so perfekt auf das Bike abgestimmt sein. Der Unterbodenschutz des Motors hat neben den gut positionierten Kabelverläufen ein kleines Widget für den Ausklang eines gelungenen Biketages - ein Bieröffner. Er funktioniert, so viel sei an dieser Stelle gleich verraten.

Dreh- und Angelpunkt des Hinterbaus / Bild: Trek   Kleines Widget für den Ausklang eines gelungenen Biketages: Der Bieröffner / Bild: Trek


FREUDE AM DETAIL
Trek hat bei der Entwicklung an viele Kleinigkeiten gedacht. So ist bereits ab Werk ein Anschluss für Lichter verbaut, welche mit dem Akkupack betrieben werden können. Das Anbringen von Gepäckträgern, Ständern, Schutzblechen, Kindersitzen und Anhängern ist ebenfalls möglich. Damit wird es zum Allrounder und eröffnet zahlreiche neue Möglichkeiten.
Speziell für Frauen wurden die Modell WSD5 und WSD7 als Hardtail ausgeführt. Das Angebot am Markt ist hier noch recht überschaubar, allerhöchste Zeit also, ein der weiblichen Geometrie angepasstes E-Bike zu entwickeln. Auch hier ist die Überstandshöhe sehr niedrig und bietet maximale Bewegungsfreiheit um auf Hindernisse am Trail optimal reagieren zu können.

IM EINSATZ
Das Bike ist, wie jedes andere E-Bike auch, kein Leichtgewicht. Aus diesem Grund ist ein vernünftiger Umgang mit der gewählten Unterstützung des Motors notwendig. Ist der Akku einmal leer, wird's schwierig den Drahtesel den Berg hoch zu bringen. Dem Terrain angepasste Gangwahl und die richtige Unterstützungsstufe des Antriebs müssen erst gelernt sein. Ein langsames Herantasten an die Länge der Tour ist empfehlenswert. Die Hersteller geben bei günstigen Verhältnissen zwar Reichweiten von bis zu 70km mit höchster Unterstützungsstufe an, jedoch sollten diese mit Vorsicht genossen werden. Die Einsatzdauer ist abhängig von der Gangwahl, dem Reifendruck, dem Gewicht des Fahrers sowie der Außentemperatur.

Das Powerfly+ FS 9 im Einsatz / Bild: Victor Lucas   Das Powerfly+ FS 9 im Einsatz / Bild: Rene Sendlhofer

AM TRAIL ZUHAUSE
Das Bike mit seinen 120mm Federweg und aufrechter Sitzposition ist am Trail zuhause. Eine perfekt ausbalancierte Geometrie "Balanced Geometry" sorgt dafür, dass selbst bei steilen Anstiegen die Front nicht hochkommt. Und "steil" bekommt mit einem Bosch Motor ein neues Gesicht. Wege die man früher runterfuhr, sind nun auch bergauf ein riesen Spaß.

Im Vergleich zu anderen Hersteller weist das Powerfly+ FS die niedrigste Überstandshöhe auf. Dies soll für Sicherheit und Bewegungsfreiheit sorgen. / Bild: Trek

KEINE KOMPROMISSE
Aufgrund des Gewichts wird das Bike quasi in den Boden gepresst und bietet außerordentlich guten Grip. Sobald man an den veränderten Schwerpunkt gewohnt ist, lässt es sich agil durch kurviges Gelände bewegen. Die 27.5" Reifen bügeln tadellos über Hindernisse hinweg und man glaubt kaum, dass hier nur 120mm Federweg unter dem Allerwertesten verbaut sind. Bei der Fahrdynamik ist Trek keine Kompromisse eingegangen. Der Dämpfer wurde gemeinsam mit Rock Shox speziell für den Einsatz am E-Bike abgestimmt. Durch das höhere Gewicht und der Unterstützungsleistung des Motors ist die auf den Antrieb wirkende Kraft der Tretbewegung homogener und damit das Wippen des Hinterbaus geringer. Auf die Full Floater Technologie, die man sonst bei Trek Bikes findet, ist zu Gunsten einer niedrigen Überstandshöhe und wegen Platzmangels verzichtet worden.

SPORTaktiv-Bikeexperte Rene Sendlhofer teste in Sierra Nevada das Powerfly+ FS 0 von Trek. / Bild: Erwin Haiden

FAZIT
Der mutige Schritt, weg vom hochgezüchteten Federwegsboliden zum gemäßigten Bike mit dementsprechender Zielgruppe, wurde belohnt. Das Bike ist trotz steilem Lenkwinkel sehr ruhig und fängt auch bei höheren Geschwindigkeiten nicht zum Zappeln an. Eine ausgewogene Geometrie schafft effizienten Vortrieb bergauf und ermöglicht ein agiles Handling am Trail bergab. Man fühlt sich von Anfang an darauf wohl. Der Antrieb arbeitet solide und konstant. Die Wahl der richtigen Unterstützungsstufe muss gelernt sein um einerseits den Akku zu schonen aber auch um nicht plötzlich von einem abrupten Vortrieb überrascht zu werden. Ein grundauf gelungenes Bike mit Spaßgarantie im Gelände.

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