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Gedanken vom Sportpsychologen: Konkurrenz und Neidgefühle / Bild: iStock

Gedanken vom Sportpsychologen: Konkurrenz und Neidgefühle

Artikel vom:

So viel wie im vergangenen Sommer war ich noch nie am Mountainbike. Meine Hausberge fuhr ich locker hoch, die Fitness passt. Ich könnte jetzt, zum Ende der Radsaison, zufrieden sein – bin es aber nicht ganz ...

Von Peter Gurmann


Ein guter Freund, gleichzeitig mein größter Konkurrent, blieb wieder außerhalb meiner radsportlichen Reichweite, an ihm gab es mit dem Bike kein Vorbeikommen. Mit Aussagen wie: „Du kannst halt dich einfach nicht überwinden!" streute er gelegentlich noch Salz in meine offene Wunde.

Mein Freund ist ein Ausdauertalent, ich müsste jährlich wahrscheinlich die doppelte Anzahl von seinen Trainingskilometern zurücklegen, um mit ihm mithalten zu können. „Leistungsdiagnostik, Trainingspläne, systematisches Trainieren am Bike ...", nur kurz tauchten solche Gedanken auf. „Aufwachen, bleib bei dir – es geht um ein gutes Körpergefühl, einen Ausgleich zum Beruf und Spaß an der Bewegung, nicht um unsinnige Konkurrenz, die langfristig nur frustet!", tadelte ich mich selbst. 

STATUS UND NEID
In der Regel vergleichen wir uns mit Menschen, die uns im Alter, Beruf und Lebensstil ähnlich sind. Aber Vergleiche helfen nicht weiter, im Gegenteil – Neidgefühle und Statusstress sind mögliche unangenehme Folgen. Der Wirtschaftsautor Dobelli empfiehlt in diesem Zusammenhang, „seinen eigenen „Kompetenzkreis zu finden, auch wenn man nur in einer winzigen Nische Spitze ist".

Da fällt mir ein: Unlängst habe ich meinen Freund in einer ungewöhnlichen Disziplin geschlagen, beim Riesenslalom auf einem Ski. Mit zwei Ski angeschnallt war ich wieder langsamer. Die „Schlag den Raab"-Spiele basieren auf einer ähnlichen Strategie: Publikumswirksam fordert der Showmaster Kandidaten in von ihm ausgewählten Spielen.

Im Grunde gibt es nur einen einzigen Menschen, auf den ich neidisch sein darf, der Philosoph Kierkegaard brachte es mit folgendem Zitat auf den Punkt: „Wehmütig grüßt der, der ich bin, den, der ich sein möchte."

MMag. Dr. Peter GurmannMMag. Dr. Peter Gurmann ist Sport- und Gesundheitspsychologe sowie Beratungslehrer in Klagenfurt. 

Weitere Infos findest du auf www.petergurmann.at


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