Leave blank for all. Otherwise, the first selected term will be the default instead of "Any".
Leave blank for all. Otherwise, the first selected term will be the default instead of "Any".
Leave blank for all. Otherwise, the first selected term will be the default instead of "Any".
Leave blank for all. Otherwise, the first selected term will be the default instead of "Any".
Leave blank for all. Otherwise, the first selected term will be the default instead of "Any".
/// News
Fit mit Sumi: Bei der Empfehlung '20 Präparate täglich' habe ich mich dankend ausgeklinkt / Bild: iStock / innovatedcaptures

Fit mit Sumi: "Bei der Empfehlung '20 Präparate täglich' habe ich mich dankend ausgeklinkt"

Artikel vom:

Das Thema Nahrungsergänzung hat mich in meiner aktiven Zeit stets begleitet. In einem bestimmten Jahr aber war es allerdings ganz extrem. In diesem besagten Jahr hat der Skiverband einen Ausrüster mit dem Versuch einer „Ernährungsoptimierung" betraut. Ich hab von einem "Experten" die Empfehlung bekommen, an die 20 unterschiedlichen Präparate zu schlucken. Tag für Tag. Bei aller Liebe: Das war mir zu schräg ...

Von Christoph Sumann


Bitte nicht falsch verstehen: Richtig durchgeführte Nährstoffsupplementierung halte ich durchaus für sinnvoll. Das eingangs geschilderte Erlebnis war auch eindeutig das Extremste, was ich in meiner ganzen Karriere in dieser Richtung erlebt habe. Und der Versuch mit dieser Firma wurde auch gleich wieder abgestellt. Aber es hat schon auch Kollegen gegeben, die viel auf solche Empfehlungen gegeben haben – und ihnen auch eifrig gefolgt sind.

PARALLELEN ZWISCHEN PROFI- UND HOBBYSPORT
Viele Hobbysportler fragen sich bestimmt, wie im Spitzensport mit dem Thema Nahrungsergänzung umgegangen wird. Mein Eindruck: Es gibt durchaus einige Parallelen zum Hobbysport. Es gibt da wie dort die Typen, die alles nehmen, was sie für gut halten. Oft so nach dem Motto: "Hilft es nix, so schadet's nix". Aber es gibt auch welche wie mich, die bedarfsorientiert vorgehen. Und dann gibt es in beiden Lagern natürlich die, die alles, was in Tabletten- oder Pulverform daherkommt, zur Gänze ablehnen.

Ein paar wichtige Unterschiede sehe ich allerdings schon auch:

  • Erstens: Im Spitzensport sind die Trainingsumfänge und -belastungen so hoch, dass man in manchen Trainingsphasen fast zwangsläufig einen Mangel "aufreißt", selbst wenn man sich gesund und vernünftig ernährt.
  • Zweitens: Abgesehen von dem eingangs erwähnten danebengegangenen Versuch hab ich stets das Gefühl gehabt, dass bei uns Biathleten professionell mit der Thematik umgegangen wird. Professionell heißt für mich: Wir sind regelmäßig auf Mängel getestet worden und haben basierend auf diesen Resultaten dann auch eine Ernährungsberatung in Anspruch nehmen können. Da hat man zuerst gemeinsam geschaut: Was kann man über die natürliche Ernährung noch optimieren? Und erst dann: Welche Nährstoffe muss man vielleicht für eine gewisse Zeit mit Supplementen zuführen.
  • Ein dritter Unterschied zwischen Profi- und Hobbyszene ist natürlich auch, dass man als Profi extrem auf die ganzen Inhaltsstoffe, sobald man etwas einnimmt, aufpassen muss. Und man auch ganz genau auf die Bezugsquellen achten muss! Stichwort: Gefahr von Verunreinigung. Denn das kann ganz schnell passieren, dass man da mit dem Dopingreglement in Konflikt gerät.


PROFESSIONELLER UMGANG
Auch im Freizeitsport trainieren ja durchaus einige so hart, dass Nährstoffsupplementierung ein unbestritten wichtiges Thema ist. Ich denke da etwa an die Trainingsumfänge in der Radmarathon- oder Ironmanszene. Bei anderen Freizeit-Trainierern ist diese Notwendigkeit aber wohl eher nicht gegeben. So oder so: Einen professionellen Umgang mit dem Thema würde ich jedem raten – auch, weil Professionalität in diesem Fall ökonomisch absolut sinnvoll ist. Will heißen: Das Geld, das man ab und zu in einen Bluttest investieren sollte, geben viele "Spezialisten" bestimmt locker für Präparate aus, die sie unnütz prophylaktisch oder "auf Verdacht" schlucken. Und vielleicht das Ganze noch aus dubiosen Quellen im Internet beziehen. "Weil's dort billiger ist" ...

Noch ein Gedanke: Das vorhin schon erwähnte Motto "Hilft es nix, so schadet's nix" halte ich in Zusammenhang mit Nahrungsergänzung für zu kurz gedacht. Nicht nur, weil es eben oft rausgeschmissenes Geld ist. Denn der Körper scheidet zwar überflüssig zugeführte Nährstoffe einerseits aus – ob andererseits solche Überdosierungen auf Dauer spurlos am Organismus vorübergehen, ist eher zu bezweifeln. Siehe dazu auch diese Story: Über Sinn und Unsinn von Nahrungsergänzungsmitteln.

FAZIT
Als Fazit also ein klarer Tipp von mir: Man soll den persönlichen Bedarf medizinisch feststellen, sich seriöse, unabhängige Beratung durchaus ein paar Euro kosten lassen – und darauf basierend dann gezielt etwas einnehmen oder eben nicht. Nur so macht meiner Meinung nach Nahrungsergänzung nämlich wirklich Sinn!

Christoph Sumann / Bild: Red Bull Content PoolCHRISTOPH SUMANN war als Biathlet viele Jahre Weltklasse. Nun ist er selbst aktiv in der Hobbysportszene unterwegs und notiert hier für die SPORTaktiv-Leser seine Erlebnisse, seine Eindrücke – und seine Tipps.


Web: www.christoph-sumann.com
DER KOLUMNIST 



Zum Weiterlesen:

Diese Seite verwendet Cookies. Durch Nutzen dieser Seite sind Sie mit der Verwendung von Cookies einverstanden.
Nähere Informationen zu Cookies finden Sie hier